Heilpflanze Alpen-Wegerich

Heilpflanze Alpen-Wegerich - xxx

Alpen-Wegerich - Die wichtigsten Fakten

  • Der Alpen-Wegerich ist ein Heilkraut, das insbesondere gegen Husten eingesetzt wird.
  • Die Pflanze ist - wie der Name schon sagt - in den Alpen, aber auch in anderen Gebirgen heimisch.
  • Neben seiner heilenden Wirkung bei Husten hilft das Heilkraut auch bei Hauterkrankungen und Erkrankungen des Verdauungstraktes.

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Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Alpen-Wegerich als Heilpflanze

Der wissenschaftliche Name lautet Plantago alpina L.

Das Heilkraut ist auch unter folgenden volkstümlichen Namen bekannt:

  • Alpengras
  • Adelgras
  • Ritzen

Der Alpen-Wegerich gehört zur Pflanzenfamilie der Wegerichgewächse und ist ein Verwandter des Spitzwegerich und des Breitwegerich, die beide ebenfalls gegen Husten eingesetzt werden.

Entsprechend seinem Namen ist der Alpen-Wegerich insbesondere in den Alpen heimisch, kann aber auch in anderen Gebirgen wie etwa in den Pyrenäen gesammelt werden. Die Sammelzeit für die Blätter der Pflanze ist zwischen Mai und August, für die Wurzeln zwischen August und Oktober.

Das Heilkraut enthält eine Vielzahl an wertvollen Inhaltsstoffen, insbesondere Schleimstoffe, Saponine, Glykoside, Gerbstoffe, Kieselsäure, Vitamin C, antibiotische Stoffe, ätherische Öle und Lab-Enzym.

Der Alpen-Wegerich ist eine wertvolle Heilpflanze mit vielen unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten. Das Heilkraut ist hauptsächlich in europäischen Gebirgen heimisch und wächst auf einer Höhe zwischen 1.200 und 2.300 Metern. Die Pflanze ist zwischen 5 und 15 Zentimetern hoch, die Ähren werden bis zu 3 Zentimeter lang. Die Blätter sind spitz und grannenlos, also ohne Borsten. In trockenem Zustand erinnert der Duft der Pflanze an Liebstöckel.

Das Heilkraut wird insbesondere gegen Husten und Bronchitits eingesetzt, kann aber auch bei Erkrankungen des Verdauungstrakts, der Haut oder des Hals-Rachenraums helfen.

Alpen-Wegerich - Heilwirkung der Heilpflanze

Beim Alpen-Wegerich werden sowohl die Blätter als auch die Wurzeln verwendet. Je nach Anwendung werden die Pflanzenteile zu Tees oder Tinkturen weiterverarbeitet, können aber auch ohne Verarbeitung direkt für Umschläge verwendet werden.

Alpen-Wegerich - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Hauptanwendung des Heilkrauts ist die Behandlung von Husten oder Bronchitits. Zudem hilft die Pflanze auch bei folgenden Erkrankungen:

  • Augenentzündungen
  • Blasenschwäche
  • Erkrankungen und Entzündungen des Verdauungstraktes
  • Hauterkrankungen wie Ekzeme und Furunkel
  • Halsentzündungen
  • Insektenstiche
  • blutende Wunden und leichte Verbrennungen

Alpen-Wegerich - Anwendung der Heilpflanze

Aus dem Heilkraut können Tees, Teemischungen, Umschläge, Tinkturen oder ein Sirup hergestellt werden.

Äußerliche Anwendung

Zur äußerlichen Anwendung kann der Alpen-Wegerich bei Verletzungen, Verbrennungen, Insektenstichen, Quetschungen, Furunkel und Hämorrhoiden eingesetzt werden. Die Blätter helfen bei kleinen Verletzungen, indem sie frisch gepflückt zwischen den Fingern verrieben und direkt auf die Wunde aufgelegt werden. Blutungen werden dadurch schneller gestillt, zudem wirkt die Pflanze antibakteriell und somit desinfizierend.

Aus den Blättern kann zudem ein Pflanzensaft hergestellt werden, der eine heilende Wirkung auf der Haut entfaltet und Reizungen lindert.

Innerliche Anwendung

Zur inneren Anwendung werden die Blätter der Pflanze getrocknet oder frisch als Tee aufgebrüht. Der Tee wirkt schleimlösend und lindert Hustenreiz. Desweiteren werden Krankheitserreger bekämpft und Entzündungen gelindert. Der Tee wirkt auch verdauungsfördernd und regt den Stoffwechsel an.

  • Aufgrund seiner verdauungsfördernden und Stoffwechsel anregenden Wirkung kann der Tee auch Abnehmprozesse unterstützen.

Aus den Blättern kann ein frisch gepresster, purer Pflanzensaft hergestellt werden, der Erkrankungen und Entzündungen im Verdauungstrakt lindert.

Aufgrund der blutreinigenden Wirkung verbessert der Pflanzensaft auch das Hautbild und unterstützt den natürlichen Heilprozess der Haut.


Quellen

Bühring, Ursel: Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde: Grundlagen - Anwendungen - Therapie
Heß, Hans / Landolt, Elias / Hirzel, Rosmarie: Flora der Schweiz
Werner, Manuel: Welche Alpenblume ist das? 168 Alpenblumen einfach bestimmen


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