Amarant als Heilpflanze

Amarant als Heilpflanze

Amarant - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze stammt ursprünglich aus Lateinamerika.
  • Ihre Bedeutung als Heilpflanze war lange vergessen.
  • Sie wird den Heilpflanzen zugerechnet, ist bei uns aber eher als Nahrungsmittel bekannt.
  • Ihre Samen enthalten viele Proteine.
  • Amarant kann in der Medizin vielseitig eingesetzt werden.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Amarant als Heilpflanze

Der wissenschaftliche Name von Amarant lautet Amaranthus.

Dieses Gewächs ist im Volksmund auch bekannt als Wunderkorn, Fuchsschwanz oder Meyer. Im englischen Sprachraum kennt man ihn als Amaranth, Pigweed oder Foxtail.

Die Pflanze gehört als Pflanzengattung zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae).

Ursprüngliche Heimat der Pflanze ist Lateinamerika, inzwischen gibt es sie aber fast weltweit. Lediglich in sehr kalten Regionen sucht man sie vergeblich. Sie braucht sonnige Plätze, um zu gedeihen, aber nur wenig Wasser. Sie kann selbst in Steppengebieten oder kargem Ödland wachsen. Im europäischen Raum braucht sie Böden mit vielen Nährstoffen.

In Amarant finden sich die folgenden Inhaltsstoffe:

Amarant zählt zu den ältesten bekannten Kulturpflanzen weltweit und wurde schon vor tausenden von Jahren auf dem amerikanischen Kontinent als Pflanze mit Heilwirkungen verwendet. Bereits Amarant gilt bei vielen als Getreideart, zählt aber eigentlich zur Gruppe der Pseudogetreide.

  • Alle lateinamerikanischen Hochkulturen früherer Zeiten, also Inkas, Mayas und Azteken, kannten Amarant als Eiweißlieferanten und heilwirksame gegen Verstopfung oder Müdigkeit. Auch für die Wundheilung wurde die Pflanze verabreicht.

Die spanischen Eroberer verboten die Nutzung der Pflanze, woraufhin sie als Pflanze mit heilenden Wirkungen lange in Vergessenheit geriet. Erst seit einiger Zeit werden ihre Heilwirkungen in unseren Breitengraden wiederentdeckt.

Amarant - Heilwirkung der Heilpflanze

Das Gewächs kann mit einer Vielzahl von Heilwirkungen aufwarten. Es wirkt adstringierend (zusammenziehend), schmerzlindernd, fiebersenkend, entzündungshemmend und antioxidativ. Außerdem hat es eine beruhigende, blutfettsenkende, kühlende, tonisierende und menstruationsregelnde Wirkung.

Amarant - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Sie wird vor allem bei Fieber, Blutarmut, Kopfschmerz und Migräne, Menstruationsbeschwerden, Schlafstörungen, Geschwüren (in Mund oder Rachen) sowie bei Diarrhoe (Durchfall) eingesetzt. zudem kann es zur Blutstillung verwendet werden. Aufgrund seiner antioxidanten Wirkung kann das Gewächs auch bei der Krebsvorsorge nützlich sein. Zudem helfen die Inhaltsstoffe Zink und Magnesium gegen stressbedingte Erkrankungen. Auch bei Zöliakie (Erkrankung des Dünndarms) wird es verwendet.

Amarant - Anwendung der Heilpflanze

Sie kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Hiefür nutzt man die Blätter und Samen der Pflanze, die dafür zu Aufgüssen, Brei, Pulver oder Tee verarbeitet werden. Es gibt zahlreiche Fertigpräparate. da sie kein Gluten enthält, ist sie auch für Menschen mit einer Intolleranz gegen diesen Stoff geeignet.

Äußerliche Anwendung

Zur äußerlichen Anwendung wird die Pflanze vor allem genutzt, wenn es um die Stillung von blutenden Wunden geht. Außerdem können Umschläge bei Unreinheiten der Haut behilflich sein.

Innerliche Anwendung

Für die innerliche Anwendung kann man die getrockneten Blätter der Pflanze zu einem Tee aufbrühen oder die Samen kochen und dann als Brei verwenden.


Quellen

Amarant
Deutsche Encyclopädie, oder, Allgemeines Real-Wörterbuch aller Künste und Wissenschaften. Band 1
Aufhammer, Walter: Pseudogetreidearten - Buchweizen, Reismelde und Amarant: Herkunft, Nutzung und Anbau
Schneider, Anuba: Das Große Lexikon der Nahrungsmittel & Unverträglichkeiten
Brücher, H.: Tropische Nutzpflanzen: Ursprung, Evolution und Domestikation


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