Heilpflanze Ampfer-Knöterich

ampfer-knoeterich

Ampfer-Knöterich - Die wichtigsten Fakten

  • Sie ist eine einheimische Pflanze.
  • Das Gewächs hat den Ruf eines Unkrautes.
  • Sie kann als vielseitige Heilpflanze eingesetzt werden.
  • Personen mit Rheuma, Gicht oder Nierensteinen sollten die Pflanze nicht verwenden.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Ampfer-Knöterich als Heilpflanze

Ampfer-Knöterich
Sammelzeit
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
  • November
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name des Ampfer-Knöterichs lautet Polygonum lapathifolium. Aus dem englischen Sprachgebrauch stammt die Bezeichnung Persicaria lapathifolium.

Das Gewächs ist im Volksmund auch als Fluss-Ampferknöterich, Ampferblättriger Knöterich und Acker-Ampferknöterich bekannt. Seine Namen im englischen Sprachraum lauten Pale Persicaria oder auch Curlytop Knotweed.

Die Pflanze gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae).

Die ursprünglich aus unseren Breitengraden stammende Pflanze war nach der Eiszeit fast ausgestorben und hat sich erst mit dem Beginn der landwirtschaftlichen Bodennutzung wieder ausgebreitet. Heute ist das Gewächs in der Polarregion ebenso zu finden, wie beispielsweise in Florida mit seinem tropischen Klima.

Er findet sich auf Äckern und Rasenflächen, kommt aber auch in Ufernähe und in Weggräben vor. Um zu gedeihen, braucht er frischen, lockeren und nährstoffreichen Untergrund. Der Ampfer-Knöterich blüht von Juli bis November. In dieser Zeit kann er gesammelt werden.

Folgende Inhaltsstoffe sind im Ampfer-Knöterich zu finden:

Vor allem die enthaltene Oxalsäure kann Vergiftungssymptome hervorrufen. Der hohe Anteil an Eisen fördert die Blutbildung, das Vitamin C wirkt unterstützend auf das Immunsystem.

Der Ampfer-Knöterich ist eine einheimische Pflanze, die bis in eine Höhe von 1600 Metern zu finden ist. Sie zählt zu den mehrjährigen Gewächsen und kann selbst bis zu 150 Zentimeter groß werden. Seine Wurzeln reichen bis zu einem Meter tief in die Erde.

Die Stängel sind häufig rot oder zumindest mit roten Punkten besetzt, stark verastet und ragen relativ gerade nach oben. Dort bilden sich zur Blütezeit mehrere, rosafarbene Teilblüten, die mit Getreideähren Ähnlichkeit haben.

  • Das Erscheinungsbild der Pflanze variiert stark. Allerdings ist es stets als krautiges Gewächs erkennbar.

Leider wird die Pflanze vor allem als Unkraut klassifiziert und dementsprechend massiv von der Landwirtschaft bekämpft.

Ampfer-Knöterich - Heilwirkung der Heilpflanze

Er gilt in der Heilkunde als sehr vielseitige Pflanze. Ihm werden adstringierende antibakterielle, blutbildende, beruhigende, kreislaufanregende und zusammenziehende Eigenschaften zugesprochen.

Ampfer-Knöterich - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Heilwirkungen der Pflanze sind vielfältig. Sie kommt bei Atemwegserkrankungen, Akne, Ekzemen, Anämie, Arthritis, Blähungen, Verstopfungen oder Durchfall zum Einsatz.

Ampfer-Knöterich - Anwendung der Heilpflanze

Für die innerliche oder äußerliche Anwendung werden die Blätter und Samen sowie der Pflanzensaft und auch die getrockneten Wurzeln verwendet. Sie kommen, je nach Beschwerden, als Tee, Tinktur oder Umschlag zum Einsatz.

Schwangere oder stillende Frauen sowie Personen mit Gicht oder Nierensteinen sollten die Blätter und Wurzeln der Heilpflanze nicht nutzen.

Äußerliche Anwendung

Für die äußerliche Anwendung werden Umschläge aus den zerdrückten Blättern der Pflanze oder in Form von Tinkturen auf die Haut aufgebracht.

Innerliche Anwendung

Für eine innerliche Anwendung wird zumeist aus den Samen oder aus den Blättern und Wurzeln ein Tee zubereitet. Beim Tee aus Samen muss man vorsichtig sein und darf maximal 15 Gramm zu sich nehmen, da sich sonst Vergiftungserscheinungen wie Schluckbeschwerden, Erbrechen oder Durchfall einstellen können.

  • Die entzündungshemmende Wirkung der Pflanze lässt sich verstärken, indem man sie in Kombination mit Holunder oder Schlüsselblume anwendet.

Quellen

Puhle, Annekatrin / Trott-Schepe, Jürgen / Möller, Birgit: Heilpflanzen für die Gesundheit: 300 Pflanzen - neues und überliefertes Heilwissen. Pflanzenheilkunde, Homöopathie, Aromakunde
Der Kosmos-Pflanzenführer: Über 900 Blumen, Bäume und Pilze 1200 Abbildungen
Mertz, Peter: Pflanzengesellschaften Mitteleuropas und der Alpen: Erkennen, Bestimmen, Bewerten: ein Handbuch für die vegetationskundliche Praxis


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