Die Heilpflanze Ampfer

Die Heilpflanze Ampfer

Ampfer - Die wichtigsten Fakten

  • Ampfer ist auch bekannt als Sauerampfer.
  • Er ist in Mitteleuropa beheimatet.
  • Sie gilt als Heilpflanze mit vielfältigen Heilwirkungen.
  • Das Gewächs ist durch enthaltene Oxalsäure und Alkalisalze leicht giftig.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Ampfer als Heilpflanze

Der wissenschaftliche Name von Ampfer lautet Rumex, er gehört zur Familie der Polygonaceae (Knöterichgewächse).

Ampfer ist unter vielen Namen bekannt. Neben der Bezeichnung Sauerampfer kennt man die Pflanze auch als Grosser Ampfer, Salat-Ampfer, Sauerknöterich, Sauergras oder Wiesen-Sauerampfer und Mönchs-Rhabarber. Im englischen Sprachgebrauch wird er als Sorrel bezeichnet.

Die deutsche Bezeichnung stammt vom Mittelhochdeutschen "amper" bzw. vom Althochdeutschen "ampfaro", was soviel wie scharf, bitter oder schauer bedeutet.

Er gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae).

Heimat der Pflanze ist Mitteleuropa. Die Blüte ist früh im Jahr in den Monaten April bis Juni. In dieser Zeit kann sie gesammelt werden.

Die Inhaltsstoffe in Ampfer sind:

  • Vitamin C
  • Oxalsäure
  • Kaliumbioxalat
  • Eisen
  • Flavonglykoside
  • Gerbstoff
  • Gerbsäure
  • Hyperosid

Die für eine medizinische Verwendung bedeutsamen Inhaltsstoffe sind vor allem die Gerbstoffe und Glykoside sowie das enthaltene Eisen. Die Oxalsäure hingegen macht die Pflanze leicht giftig.

Der Ampfer bzw. Sauerampfer ist in ganz Mitteleuropa beheimatet und zählt zu den mehrjährigen Pflanzenarten. Es gibt insgesamt bis zu 130 Unterarten. Er wächst vor allem auf sumpfigen Weiden oder sehr feuchten Wiesen. Allerdings findet er sich auch auf Schuttplätzen, Höfen und an Wegrändern. Damit er gedeiht, braucht er stauende Nässe sowie lehmigen und tonigen Untergrund mit vielen Nährstoffen.

Einige Exemplare des Gewächses gedeihen sogar bis in eine Höhe von 2000 Metern. Die Pflanze kann bis zu 1,5 Meter hoch wachsen und besitzt in der Mitte einen langen Stängel, an dem sich kleinere Blätter, grüne Blüten in Form von Trauben sowie Samen entwickeln.

  • Eine einzige Pflanze kann bis zu 60.000 Samen tragen, was sie für Landwirte als Gefahr erscheinen lässt, da sie sich massiv ausbreiten kann.

Ampfer - Heilwirkung der Heilpflanze

Das Gewächs besitzt zahlreiche positive Wirkungen auf den menschlichen Organismus. So wirkt die Pflanze adstringierend (zusammenziehend), blutbildend und blutreinigend, harntreibend sowie verdauungsfördernd. Zudem wird ihr eine appetitanregende und tonisierende Wirkung zugesprochen.

Ampfer - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Er findet Anwendung bei Fieber, Magenbeschwerden, Verdauungsproblemen (Durchfall oder Verstopfung), Anämie, Menstruationsbeschwerden, Hautausschlägen, Pickel und Akne, Schwellungen, Wunden und Leberbeschwerden.

Ampfer - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze eignet sich zur innerlichen und äußerlichen Anwendung, wobei sie meist in Form von Tee, Saft oder Umschlägen genutzt wird.

  • Bei der Verwendung der Pflanze sollte beachtet werden, dass man nicht zuviel davon verwendet. Die in ihr enthaltene Oxalsäure sowie vorhandene Alkalisalze wirken in großen Mengen giftig.

Menschen mit Nierensteinen und Gicht sowie Schwangere oder Stillende sollten die Pflanze aufgrund ihres hohen Gehalts an Oxalsäure nicht verwenden.

Äußerliche Anwendung

Zur äußerlichen Anwendung kann man ein mit dem Tee getränktes Tuch als Umschlag verwenden.

Innerliche Anwendung

Innerlich wird das Gewächs in Form von Tee oder Saft genutzt.


Quellen

weigand, Sarah: Sind wir bereit?: Botschaften unserer Pflanzen für die Landwirtschaft
Schröder, Ekkehard: Ethnobotanik—Ethnobotany: Beiträge und Nachträge zur 5. Internationalen Fachkonferenz Ethnomedizin
Bayṭār, Ebn: Grosse Zusammenstellung über die Kräfte der bekamten einfachen Heil- Und Nahrungsmittel, Band 1


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