Arktische Himbeere als Heilpflanze

Arktische Himbeere als Heilpflanze

Arktische Himbeere - Die wichtigsten Fakten

  • Die Arktische Himbeere ist unter dem Namen Allackerbeere bekannt.
  • Ihre Heimat ist das nördliche Eurasien.
  • Sie zählt zu den mehrjährigen Pflanzen.
  • Das Gewächs gilt als Heilpflanze.
  • Aufgrund intensiven Ackerbaus ist die Pflanze fast ganz verschwunden.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Arktische Himbeere als Heilpflanze

Der wissenschaftliche Name der Arktischen Himbeere lautet Rubus arcticus. Der Begriff Rubus ist eigentlich die lateinische Bezeichnung für Brombeere. Der zweite Teil des Namens gibt einen Hinweis auf ihre Beheimatung in kälteren Regionen.

Die Arktische Himbeere ist im Volksmund auch als Schwedische Ackerbeere, Mamurabeere oder Arktische Brombeere bekannt. In Nordamerika kennt man sie unter dem indianischen Namen Nagoonberry. In unseren Breiten kennt man sie aber vor allem unter dem Namen Allackerbeere. Die Bezeichnung Arktische Himbeere ist vielen nicht geläufig.

Die Pflanze Rubus arcticus wird der Gattung Rubus zugezählt und entstammt der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Auch die sehr ähnlichen Brombeeren gehören dieser Familie an.

Die hauptsächlich in Nord-Russland, Nord-Schweden, Finnland sowie in der Mongolei, China und Korea vorkommende Pflanze mag sonnige Plätze mit frischem, nassem Untergrund, etwa in Moorgebieten. Der Boden sollte eine kiesige und lehmige Beschaffenheit aufweisen und torfig sein.

Die Inhaltsstoffe der Arktischen Himbeere sind:

  • Flavonoide
  • Gerbstoffe (Tannine)
  • Vitamine
  • Säuren
  • Mineralstoffe

    Vor allem die enthaltenen Flavonoide, Tannine bzw. Gerbstoffe spielen für die Verwendung als Arzneipflanze eine wichtige Rolle.

Die Arktische Himbeere ist verwandt mit der herkömmlichen und weit verbreiteten Himbeere, die in vielen Küchen genutzt wird. Die Rubus arcticus stammt zwar aus Eurasien, findet sich aber heute auch in Nordamerika.

  • In Nordamerika ist die Pflanze unter der indianischen Bezeichnung Nagoonberry bekannt.

Sie wächst normalerweise bis zu einer Höhe von 30 Zentimetern und ihre Blüten sind purpur oder rot. Die Pflanze vermehrt sich durch so genannte Ausläuferbildung. Aufgrund der intensiven Landwirtschaft ist die Pflanze in unseren Breiten nur noch sehr selten.

Die Pflanze dient aufgrund ihrer Heilwirkungen als Arznei, kann wegen ihres guten Geschmacks aber auch in der Küche verwendet werden. Vor allem ihre Beeren-Früchte können zu Marmelade oder Likör weiterverarbeitet werden.

Arktische Himbeere - Heilwirkung der Heilpflanze

Ihr Heilwirkungen sind vielfältig. Ihr werden vor allem abführende, antibakterielle, entwässernde, blutbildende, entzündungshemmende, schmerzstillende und adstringierende (zusammenziehende) Wirkungen zugesprochen. Sie kann aber auch den Appetit anregen und den Blutdruck senken.

Arktische Himbeere - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Sie kann bei Entzündungen der Schleimhaut eingesetzt werden, kommt aber auch bei Fieber, Asthma, Husten, Magen-Darmproblemen, Gicht oder Nesselsucht zum Einsatz.

Arktische Himbeere - Anwendung der Heilpflanze

Dieses Gewächs kann zur innerlichen und äußerlichen Anwendung genutzt werden. Dabei kommen Tees, Tinkturen, Abkochungen, Extrakte oder Säfte zum Einsatz.

Äußerliche Anwendung

Für eine äußerliche Anwendung kann man die Blätter der Pflanze für Auflagen verwenden.

Innerliche Anwendung

Meist wird sie aber für die innerliche Anwendung in Form von Tee, Saft oder Tinkturen genutzt. Sie gilt dabei als gut verträglich, abgesehen von den normalen allergischen Reaktionen. Sind solche bekannt, darf die Arktische Himbeere nicht benutzt werden.


Quellen

Puhle, Annekatrin / Trott-Schepe, Jürgen / Möller, Birgit: Heilpflanzen für die Gesundheit: 333 Pflanzen - neues und überliefertes Heilwissen
Tatschl, Siegfried: 555 Obstsorten für den Permakulturgarten und -balkon: Planen. Auswählen. Ernten. Genießen
Pirc, Helmut: Enzyklopädie der Wildobst- und seltenen Obstarten


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