Aronstab als Heilpflanze

Aronstab als Heilpflanze

Aronstab - Die wichtigsten Fakten

  • Es handelt sich um eine europäische Pflanze.
  • Sie ist giftig und steht unter Naturschutz.
  • Früher wurde sie als Heilpflanze eingesetzt.
  • Die Homöopathie setzt sie nur in stark verdünnter Form ein.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Aronstab als Heilpflanze

Aronstab
Sammelzeit
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Namen dieser Pflanze lautet Arum maculatum. Sie gehört zur Familie der Araceae (Aronstabgewächse).

Der Aronstab ist im Volksmund auch bekannt als gefleckter Aronstab, Ekelblume, Chindlichrut oder Dittichrut, Eselsohr, Ronechrut, Trommelsschlägel oder auch Magenwurz, Pfaffenspint und Zehrwurz. Im englischen Sprachraum wird er als Cuckoo pint bezeichnet.

  • Ihren Namen verdankt die Pflanze der Legende, dass der Stab des Aron beim Berühren der Bundeslade ergrünte, als Zeichen seines Priestertums für das Volk Israel.

Die Pflanze gehört zur Familie der gleichnamigen Aronstabgewächse.

Der Aronstab hat seinen Ursprung in Mittel- und Südeuropa, ist aber auch in Nordafrika und Zentralasien zu finden. Um zu gedeihen, benötigt er feuchte Misch- oder Laubwälder und lockere, nährstoffreiche Böden. Die Pflanze kann bis zu 40 cm hoch wachsen. Sie blüht von Mai bis September und die verschiedenen Teile können in dieser Zeit gesammelt werden.

Folgende Inhaltsstoffe sind im Aronstab zu finden:

  • Aroin
  • Coniin
  • Oxalat-Raphide
  • Oxalsäure
  • Stärke

Alle Teile der Pflanze gelten als giftig, was vor allem an den enthaltenen Oxalat-Raphiden (Caliumoxalat) sowie dem Scharfstoff Aroin liegt.

Der Aronstab ist ein europäisches Gewächs, das früher auch als Pflanze mit Heilwirkungen verwendet wurde. Bei der Pflanze handelt es sich um ein geschütztes Gewächs. Vor allem die Blätter fanden in der Medizin und Naturheilkunde Verwendung.

  • Heute wird sie aufgrund ihrer Giftigkeit fast nicht mehr in der Medizin oder Heilkunde verwendet. Durch die so genannten Oxalat-Raphide, winzige kristalline Nadeln, werden bereits im Mund sehr unangenehme Vergiftungserscheinungen hervorgerufen.

Eine Eigenart dieses Gewächses ist die Ausbildung eines weißen Blütenblattes in Segelform, in dessen Mitte ein brauner Kolben wächst. Im Spätsommer entwickelt sich daraus eine keulenförmige Staude rot-orange farbener Beeren. Für den Menschen verströmen sie einen sehr unangenehmen Geruch.

Aronstab - Heilwirkung der Heilpflanze

Dem Gewächs werden schweißtreibende, schleimlösenden und harntreibende Eigenschaften zugesprochen.

Aronstab - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Der Pflanze werden positive Wirkungen bei Gastritis, Brustleiden, Heiserkeit, Kehlkopfentzündung, Asthma, Husten, Schnupfen, Bronchitis, Masern, Mumps, Scharlach, Rachenkatarrh, Mundschleimhautentzündung, Verstauchungen, Rheuma und Furunkeln zugeschrieben.

Aronstab - Anwendung der Heilpflanze

Für eine Anwendung werden vor allem der Wurzelstock und die Blätter genutzt. Es sollten ausschließlich Fertigpräparate, stark verdünnte Formen oder homöopathisch genutzt eingenommen werden.

Äußerliche Anwendung

Bei Rheuma oder auch Verstauchungen können die zerriebenen Blätter der Pflanze als Umschlag auf die schmerzenden Stellen aufgelegt werden.

Innerliche Anwendung

Falls die Pflanze für die innerliche Anwendung vorgesehen ist, dann sollte sie in Form einer starkt verdünnten Tinktur genutzt werden. Dazu gibt man höchstens 5 Tropfen in ein Glas Wasser, was einer homöopathischen Verdünnungsstufe von D2 oder D3 entspricht.


Quellen

Reichling, Jürgen: Arends Volkstümliche Namen der Drogen, Heilkräuter, Arzneimittel und Chemikalien
Kremp, Dieter: Christliche Pflanzennamen: Unserer Lieben Frau Bettstroh – Marienblumen und Christuspflanzen. Vom Aronstab bis zur Stachligen Zilla
Schade,Fritz / Jockusch, Harald:Betörend, berauschend, tödlich - Giftpflanzen in unserer Umgebung
Vonarburg, Bruno: Homöotanik: Farbenprächtiger Herbst. Bd. 3


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