Asant als Heilpflanze

asant

Asant - Die wichtigsten Fakten

  • Diese Pflanze stammt aus Südasien, ist aber auch in Europa zuhause.
  • Sie stammt aus der Familie der Doldenblütler.
  • Hauptsächlich wird das aus der Wurzel gewonnene Harz medizinisch verwendet.
  • Es riecht stark nach Knoblauch und wird in der Küche als Ersatz verwendet.
  • Sie besitzt verschiedene Heilwirkungen und gilt als Heilpflanze.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Asant als Heilpflanze

Asant
Sammelzeit
  • Juli
  • August
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name von Asant lautet Ferula asafoetida, er gehört zur Familie der Apiaceae. Der lateinische Begriff "ferula" kann in der Bedeutung "Trägerin" übersetzt werden. Da die Begriffe asa (auch assa, aus der persischen Sprache) und foetida in der Bedeutung von "Harz" bzw. "stinkend" übersetzt werden kann, heißt die Pflanze in deutscher Sprache dann soviel wie "Trägerin von Stinkharz".

Asant ist im Volksmund auch als Steckenbraut, Stinkasant oder Teufelsdreck bekannt. Im englischen Sprachraum wird er Asafoetida genannt.

Die Pflanze gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

Asant stammt ursprünglich aus dem Iran, dem westlichen Pakistan sowie Afghanistan. Er kommt aber auch im asiatischen Teil von Russland vor und ist inzwischen in weiten Teilen Europas heimisch.

Asant besitzt folgende Inhaltsstoffe:

  • Asaresitannol
  • Cumarine
  • Azulen
  • Harz
  • Ätherische Öle
  • Umbelliferon
  • Vanillin

Für die medizinische Verwendung sind vor allem das Harz sowie die ätherischen Öle geeignet.

Asant war bereits im 2. Jahrtausend vor Christi Geburt als Gewürz bekannt. Die Pflanze kann bis zu 3 Meter hoch werden. Sie schmeckt bitter und scharf. Zudem riecht sie auffällig und sehr unangenehm nach Knoblauch. Beim Kochen verschwindet dieser Geruch allerdings sehr schnell. Die Pflanze wächst vor allem auf trockenem, felsigem Untergrund. Ihre Wurzel ist etwa 15 Zentimeter lang und sehr dick. Die gelbe Blüte wächst an einem senkrecht aufragenden Stengel.

  • Eine Legende berichtet, dass Alexander der Große die Pflanze von Asien nach Europa eingeführt haben soll. Vermutlich waren es aber arabische Ärzte, die für die "Einwanderung" sorgten.

Mit dem Beginn des 17. Jahrhunderts geriet die Pflanze in Vergessenheit und wurde in den Küchen nicht mehr verwendet.

Asant - Heilwirkung der Heilpflanze

Das Harz der Pflanze wirkt antiviral, anregend und auch beruhigend, krampflösend, tonisierend, menstruationsfördernd, harntreibend und schleimlösend.

Asant - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Das Gewächs kann bei Blähungen, grippalen Infekten, Bronchitis, Durchfall, Magenbeschwerden (Reizmagen) und auch Schlafstörungen verwendet werden. Aber auch bei Asthma, Keuchhusten, Verstopfung, Herzschwäche, Blähungen oder Würmern wird es genutzt.

Asant - Anwendung der Heilpflanze

Für eine medizinisch relevante Verwendung wird das aus der Wurzel gewonnene Harz genutzt, welches von den angeritzten Wurzeln abgekratzt wird. Vor allem schwangere und stillende Frauen sowie kleine Kinder sollten Asant nicht nutzen.

Äußerliche Anwendung

Zur äußerlichen Anwendung kann die Pflanze in Form von Umschlägen verwendet werden.

Innerliche Anwendung

Für die innerliche Verwendung kann die Pflanze in der Apotheke als reines Harz, als Pulver oder in wachsähnlichem Zustand erworben werden. Man kann die Pflanze aber auch als Tinktur zu sich nehmen. Zudem gibt es Asant auch als Bestandteil von Dragees oder Wundheilsalbe.


Quellen

Stumpf, Ferdinand Ludwig: Systematisches Handbuch der Arzneimittellehre, Band 1
Richter, Georg August: Ausführliche Arzneimittellehre: ein Handbuch für praktische Ärzte, Band 2
Krahmer, L.: Aerztliche Heilmittellehre oder Darstellung der in medizinischen Kuranstalten zur Anwendung gebrachten Heil- und der offizinellen Arzneimittel


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