Heilpflanze Asiatische Kermesbeere

Heilpflanze Asiatische Kermesbeere

Asiatische Kermesbeere - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze stammt aus Asien und hat eine amerikanische Schwester.
  • Sie ist giftig, ihre amerikanische Verwandtschaft ist aber sehr viel giftiger.
  • Vor allem de Samen und die Wurzel machen die Pflanze giftig.
  • Die Asiatische Kermesbeere ist seit der Antike als Heilpflanze bekannt.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Asiatische Kermesbeere als Heilpflanze

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet Phytolacca acinosa. Sie gehört zur Familie der Phytolaccaceae (Kermesbeerengewächse).

Bei uns ist die Pflanze auch als Indische Kermesbeere bzw. Essbare Kermesbeere bekannt. In ihrer asiatischen Heimat kennt man diese Pflanze unter dem Namen Shang Lu (Bezeichnung für die Pflanzenwurzel) und im englischen Sprachraum kennt sie als Indian poke oder Indian pokeweed.

  • Die Bezeichnung "kermes" stammt aus der persischen Sprache hat die Bedeutung Rot. "Phyto" heißt so viel wie Pflanze und der Begriff "lacca" kann mit lackartig glänzend übersetzt werden. Fügt man die Teile zusammen, so ergibt sich die Beschreibung "rote, lackartig glänzende Pflanze". Dies bezieht sich wohl auf die Blüten bzw. Fruchtstände der Pflanze.

Die Asiatische Kermesbeere gehört zur Familie der Kermesbeerengewächse (Phytolaccaceae). Die Amerikanische Kermesbeere gilt als Schwester der Pflanze, ist aber giftiger.

Die Pflanze stammt ursprünglich aus Asien, ist aber auch bei uns immer häufiger zu finden, vor allem in Gärten. Aber auch als wildwachsendes Gewächs ist sie anzutreffen.

Die Sammelzeit für junge Triebe der Pflanze ist im Frühling. Im Sommer werden die Blätter geerntet und im Herbst die Beeren sowie die Wurzel.

Folgende heilkundlich relevanten Inhaltsstoffe finden sich in der Pflanze:

  • Gerbstoffe
  • Enzyme
  • fettes Öl
  • Harze
  • Lectine
  • Lignane
  • Histamin
  • Alpha-Spinasterol
  • Cyanfarbstoffe
  • Gamma-Aminobuttersäure
  • Pokeweed-Mitogene
  • Saponinglykoside
  • Triterpensaponine (Phytolaccagenin, Phytolaccanin, Phytolaccatoxin, Phytolaccosaponin, Phytolaccoside, Phytolaccoside)

Dass die Pflanze giftig ist, verdankt sie dem Phytolaccagenin, das sich hauptsächlich in der Wurzel und in den Samen anreichert.

Die Asiatische Kermesbeere zählt zu den mehrjährigen, buschartig wachsenden Pflanzen. Das winterharte Gewächs kann eine Größe von etwa 180 Zentimetern erreichen.

  • Vorsicht! Die Wurzel und auch die Blätter sind giftig, wenn sie älter werden. Die Dosierung sollte daher sehr gering sein.

Asiatische Kermesbeere - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze besitzt vor allem antivirale, entzündungshemmende, harntreibende, immunstärkende, schleimlösende und schmerzstillende Eigenschaften. Auch eine psychoaktive Wirkung wird ihr zugesprochen.

Asiatische Kermesbeere - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Durch ihre zahlreichen Heilwirkungen kann man die Pflanze beispielsweise bei bakteriellen Infektionen, Blähungen, Furunkel, Husten, Karbunkel (Eiterbeulen), Nierenentzündungen, Ödemen, Pilzinfektionen und Wunden einsetzen. Aber auch Immunschwächekrankheiten und Tumore können behandelt werden. Auf diesem Gebiet wird im Augenblick verstärkt medizinisch geforscht.

Asiatische Kermesbeere - Anwendung der Heilpflanze

Man kann die Pflanze nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich anwenden. Dabei ist aber Vorsicht angeraten, denn die Wurzel und die Samen sind giftig und können zu entsprechend starken Vergiftungserscheinungen führen. Zur Anwendung kommen meist Abkochungen, Tees, Tinkturen oder Extrakte.

Vor allem während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Frauen auf die verwendung verzichten. Auch für Kinder unter 12 jahren ist die Pflanze nicht geeignet.

Äußerliche Anwendung

Zur äußerlichen Anwendung kommt die Pflanze gegen Rheuma und Gicht.

Innerliche Anwendung

Man kann zwar aus der Pflanze einen Tee für die innerliche Anwendung selbst herstellen, sollte aber auf Fertigpräparate zurückgreifen. So minimiert man das Risiko, sich durch die Einnahme eine Vergiftung zuzuziehen.


Quellen

Franke, Elsa / Lieberei, Reinhard / Reisdorff, Christoph: Nutzpflanzen
Benedix, Erich Heinz: Urania Pflanzenreich, Band 2


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