Augentrost als Heilpflanze

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Augentrost - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze ist auf der Nordhalbkugel heimisch.
  • Ihrer Blütenform verdankt sie ihren Namen.
  • Sie gilt als Pflanze mit vielseitigen Heilwirkungen.
  • Sie wird vor allem bei Augenbeschwerden verwendet.
  • Es wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und schmerzlindernd.
  • Das Gewächs ist in Deutschland nicht als Arzneimittel zugelassen.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Augentrost als Heilpflanze

Augentrost
Sammelzeit
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name dieser Pflanze ist Euphrasia officinalis (Echter Augentrost). Die Pflanze gehört zur Familie der Orobanchaceae und zur Ordnung der Lamiales.

Neben dem eigentlichen Namen kennt der Volksmund das Gewächs auch unter Bezeichnungen wie Gemeiner oder Echter Augentrost, Augendank, Augenkraut, Augustinuskraut, Lichtkraut oder Weihbrunnkessel. Im englischen Sprachgebrauch ist es als Eyebright bekannt.

Augentrost gehört der Familie der Sommerwurzgewächse an und zählt zur Ordnung der Lippenblüter. Seiner Familie gehören insgesamt etwa 350 Arten an. Zur Gattung des Augentrosts zählen momentan 12 bekannte Arten. Das Gewächs gilt als so genannter Halbschmarotzer, der von Wasser und Nährstoffen lebt, die er Pflanzen in seiner Nähe mit Hilfe seiner Wurzeln entzieht.

Das Gewächs ist zwar auf der Nordhalbkugel heimisch, es findet sich aber auch weltweit. Es gedeiht auf Wiesen, in nicht zu dichten Wäldern und an trockenen Uferböschungen. Besonders wohl fühlt sich die Pflanze aber in Hochgebirgsregionen auf Höhen von 2000 bis 2400 Metern. Ihre Sammelzeit sind die Monate Juli bis Oktober.

Folgende Inhaltsstoffe finden sich in Augentrost:

  • Glykosid (Rhynanthin)
  • ätherisches Öl
  • fettes Öl, Harz
  • Bitterstoffe
  • Gerbstoffe
  • Zucker
  • Salze
  • Euphratansäure
  • aromatische Substanzen

Augentrost ist eine einjährige Pflanze, die bis zu 15 Zentimeter groß werden kann. Ihre Blüten sind weiß, gelb oder violett. Sie ist eine schon lange bekannte Heilpflanze, die in früheren Zeiten wegen ihrer Blütenform hauptsächlich bei Augenleiden eingesetzt wurde. In speziellen Kräuter- und Heilpflanzenbüchern des 15. Jahrhunderts wurde die Pflanze hauptsächlich bei Augenbeschwerden empfohlen.

  • Die Blüten der Pflanze haben nach der traditionellen Signaturenlehre Ähnlichkeit mit Augen, was ihr wohl zu ihrem Namen und ursprünglichen Anwendungsgebiet verholfen hat.

Heute weiß man, dass ihre Heilwirkungen vielfältig sind und auch bei anderen Beschwerden helfen.

Augentrost - Heilwirkung der Heilpflanze

Dem Gewächs werden antibakterielle, schmerzlindernde, adstringierende bzw. zusammenziehende und entzündungshemmende Eigenschaften zugesprochen.

Augentrost - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Augentrost hat sich vor allem bei Augenerkrankungen wie Gerstenkörnern, Bindehautentzündung, Lidrandentzündung, Augenüberanstrengung oder auch Augenringen bewährt.

Man kann es aber auch für Erkrankungen einsetzen, die nicht die Augen betreffen. Dazu zählen vor allem Schnupfen oder Heuschnupfen, Husten, Grippe, Kopfschmerzen und Migräne, Verdauungsbeschwerden, Völlegefühle und Schlaflosigkeit.

Augentrost - Anwendung der Heilpflanze

Die Anwendung dieser Pflanze ist innerlich und äußerlich möglich, vor allem in Form von Tee oder Kompressen. Dafür wird das in Blüte stehende Kraut genutzt. Allerdings wird davon abgeraten, die Pflanze selbst zu sammeln, da eventuelle Verunreinigungen schädlich sein können. Idealerweise besorgt man sich Fertigpräparate aus einer Apotheke.

Äußerliche Anwendung

Bei einer äußerlichen Anwendung kommen vor allem Augenbäder, Kompressen Aufgüsse und Waschungen zum Einsatz. Hierfür wird die Pflanze ausgekocht und der entstandene Sud verwendet.

Innerliche Anwendung

Innerlich wird Augentrost als Tee verwendet. Dazu übergießt man 2 bis 6 Gramm der Pflanze mit sehr heißem Wasser und lässt den Tee ein wenig ziehen. Zur innerlichen Anwendung werden aber auch homöopathische Augentropfen genutzt.


Quellen

Der Kosmos-Pflanzenführer: Über 900 Blumen, Bäume und Pilze 1200 Abbildungen
Bäumler, Siegfried: Heilpflanzenpraxis heute: Porträts, Rezepturen, Anwendung
von Bruchhausen, Franz: Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis


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