Aztekisches Süßkraut, altbekannte Heilpflanze

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Aztekisches Süßkraut - Die wichtigsten Fakten

  • Es ist eine Pflanze aus Mittel- und Südamerika.
  • Bereits die Azteken schätzten sie als universelle Pflanze mit heilender Wirkung.
  • In Europa ist das Gewächs nicht in freier Natur zu finden.
  • Es werden die Wurzeln und Blätter verwendet.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Aztekisches Süßkraut als Heilpflanze

Aztekisches Süßkraut
Sammelzeit
  • Januar
  • Februar
  • März
  • April
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
  • November
  • Dezember
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet Lippia dulcis. Sie zählt zur Familie der Verbenaceae (Eisenkrautgewächse).

Aztekisches Süßkraut ist auch als Tzopelic Xihuitl bekannt, wobei diese Bezeichnung wohl ein Überbleibsel aus der Ursprungszeit ist. Im englischen Sprachraum wird die Pflanze als sweet lippia oder Aztec sweet herb bezeichnet.

Die frische Wurzel der Pflanze kann man übrigens unter der Bezeichnung Tzopelica Cococ finden.

Die Pflanze gehört zur Familie der Eisenkrautgewächse (Verbenaceae) und zur Gattung der Süßkräuter (Lippia).

Die aus Mittel- und Südamerika stammende Pflanze kommt in unseren Breitengraden nicht vor. Das Gewächs gedeiht vor allem an Wegrändern, an Teichen und in Gräben. Es bevorzugt lehmigen oder sandigen Untergrund und Sonne, wächst als Halbstrauch und seine Ranken können leicht mehrere Meter lang werden.

Die Pflanze selbst wächst bis in eine Höhe von etwa 30 Zentimeter. Sie besitzt grün-rot gefärbte Blätter und relativ kleine, weiße Blüten. Da sie bei uns nicht heimisch ist, kann die Sammelzeit mit ganzjährig angegeben werden, da man sie käuflich erwerben muss, was das gesamte Jahr über möglich ist.

Folgende Inhaltsstoffe finden sich in Aztekischem Süßkraut:

  • ätherische Öle
  • Hernandulcin
  • Kampfer (Campher)
  • Quercetin
  • Sesquiterpen

Die Pflanze stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika, wo es bereits den Azteken als Heilpflanze diente. Im 16. Jahrhundert war es in Spanien bekannt. Der Mediziner Hernández beschrieb es in seinen Aufzeichnungen.

  • Die Pflanze dient inzwischen als Zuckerersatz, da das in ihr enthaltene Hernandulcin sehr viel größere Süßkraft hat, als herkömmlicher Zucker. Allerdings verliert die Pflanze ihre Süße, sobald sie getrocknet ist.

Aztekisches Süßkraut - Heilwirkung der Heilpflanze

Der Pflanze werden hauptsächlich beruhigende, schleimlösende, durchblutungsfördernde, insgesamt lindernde, entspannende, menstruationsfördernde sowie tonisierende Wirkungen zugesprochen.

Aztekisches Süßkraut - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Aztekisches Süßkraut wird vorwiegend bei Asthma, Bronchitis, Atemnot, Husten oder Erkältungen, verwendet. Es hilft aber auch bei Verdauungsschwäche, Versopfung oder Koliken.

Aztekisches Süßkraut - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze ist zur innerlichen und äußerlichen Anwendung geeignet, wobei man sie als Tee oder Tinktur zu sich nehmen oder die Wurzel kauen kann. Auch ein aus der Wurzel gewonnener Kaltauszug ist möglich. Während der Schwangerschaft und bei diagnostiziertem Nierenleiden sollte man die Pflanze nicht verwenden.

  • Die Verwendung der Pflanze kann Nebenwirkungen nach sich ziehen. Werden zu große Mengen verzehrt oder geschieht die Einnahme über einen zu langen Zeitraum, können Gedächtnisverlust, epileptische Anfälle sowie Dämmerzustände und Verwirrtheit die Folgen sein.

Äußerliche Anwendung

Der Kaltauszug der Wurzel kann äußerlich zum Gurgeln bei Husten verwendet werden.

Innerliche Anwendung

Sowohl der Tee aus den Krautblättern, als auch die Tinktur können innerlich angewendet werden. Zudem besteht die Möglichkeit die sorgfältig gereinigte Wurzel zu kauen. Die verschiedenen Anwendungsarten helfen gegen Husten, Magen-Darmprobleme und wirken tonisierend bzw. entspannend.


Quellen

Duke, James A.: Duke's Handbook of Medicinal Plants of Latin America
Seidemann, Johannes: World Spice Plants: Economic Usage, Botany, Taxonomy
von Heintze, Florian: Pflanzen und Umwelt


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