Heilpflanze Bachbunge

Heilpflanze Bachbunge

Bachbunge - Die wichtigsten Fakten

  • Die Bachbunge ist eine europäische Pflanze.
  • Sie wächst hauptsächlich an Gewässern bzw. Wasserläufen.
  • Schon Hildegard von Bingen nutzte sie als heilwirksame Pflanze.
  • Sie hilft bei Beschwerden der Lunge und des Magen-Darmtraktes.
  • Sie vertreibt die Frühjahrsmüdigkeit.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Bachbunge als Heilpflanze

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet Veronica beccabunga. Sie zählt zur Familie der Plantaginaceae (Wegerichgewächse).

Zu den bekanntesten volkstümlichen Bezeichnungen der Pflanze zählen Bachbungen-Ehrenpreis, Bach-Ehrenpreis sowie Quell-Ehrenpreis. Im englischen Sprachgebrauch wird sie Brooklime genannt.

Die Bachbunge gehört zu den Wegerichgewächsen (Plantaginaceae) und zur Gattung der Ehrenpreis-Gewächse (Veronica).

Das Gewächs ist hauptsächlich in Europa beheimatet. Es wächst gerne am Ufer von Bächen, an Teichen und Seen sowie an feuchten Gräben. Die Sammelzeit für die Pflanze sind die Monate von April bis Juni.

In der Pflanze finden sich folgende Inhaltsstoffe:

Die Bachbunge ist eine mehrjährige Pflanze und zählt zu den krautig wachsenden Sorten. Sie kann bis in eine Höhe von sechzig Zentimetern wachsen. Sie hat elliptische, fleischige Blätter und hat deshalb große Ähnlichkeit mit Dickblattgewächsen.

  • Die Pflanze steht nicht an den Rändern von Gewässern oder Wasserläufen, sondern meist direkt im Wasser. Ihre Wurzeln sind also immer vollständig von Wasser bedeckt.

Bachbunge - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze besitzt blutreinigende, harntreibende, schleimlösende, schweißtreibende und menstruationsfördernde Wirkungen und kann daher für die unterschiedlichsten Beschwerden eingesetzt werden.

  • Bereits Hildegard von Bingen notierte, dass ein Mus aus der Pflanze abführende Wirkung hat und auch Gicht bekämpfen kann.

Bachbunge - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Bachbunge wird hauptsächlich bei Asthma, Husten, Lungenproblemen, Fieber, Appetitlosigkeit, Verdauungsschwäche, Verstopfung, Zahnfleischbluten und Blasensteinen eingesetzt. Sie kann aber auch bei Frühjahrsmüdigkeit hilfreich sein.

  • Schon ein Botaniker und Arzt des ausgehenden 15. Jahrhunderts (Hieronymus Bock) schrieb der Pflanze Wirkungen gegen Wassersucht, Skorbut, Blasensteine, Ruhr, Milzproblemen und Würmer zu. Äußerlich half es seiner Meinung nach gegen Fieber, Geschwüre, Masern und Flecken in Gesicht und am Körper.

Bachbunge - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze wird meist in frischem Zustand verwendet, wobei sie fast nie als Tee zum Einsatz kommt. Für die äußerliche oder innerliche Anwendung nutzt man eher den frischen Saft oder eine Tinktur. Von der Schulmedizin wird die Bachbunge nicht verwendet. Sie wird ausschließlich von Naturheilkundlern genutzt.

Nebenwirkungen sind für die Pflanze nicht bekannt. Lediglich Menschen mit entsprechender Allergie gegen Wegerichgewächse sollten von einer Verwendung Abstand nehmen.

Äußerliche Anwendung

Zur äußerlichen Anwendung kann man ein paar Tropfen Tinktur in Wasser geben und damit gurgeln. Dadurch kann beispielsweise Zahnfleischbluten gelindert werden.

Innerliche Anwendung

Für die innerliche Anwendung kann man aus den Blättern durch einfaches Auspressen Saft machen und von diesem mehrmals täglich einen Teelöffel zu sich nehmen. Er wirkt harntreibend und abführend. Außerdem hilft er gegen Frühjahrsmüdigkeit.


Quellen

Puhle, Annekatrin / Trott-Schepe, Jürgen / Möller, Birgit: Heilpflanzen für die Gesundheit: 300 Pflanzen - neues und überliefertes Heilwissen Pflanzenheilkunde, Homöopathie und Aromakunde
Der Kosmos-Pflanzenführer: Über 900 Blumen, Bäume und Pilze 1200 Abbildungen
Bäumler, Siegfried: Heilpflanzenpraxis heute: Heilpflanzenportraits
Bock, Hieronymus: Kreütterbuch darin underscheidt Nammen und Würckung der Kreütter


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