Bärenklau: Potenzial, Vorkommen und Wirkung der Heilpflanze

Bärenklau: Potenzial, Vorkommen und Wirkung der Heilpflanze

Bärenklau - Die wichtigsten Fakten

  • Bärenklau - botanisch Heracleum - sind Vertreter der Doldenblütler.
  • Als Heilpflanze interessant ist der in Europa heimische Heracleum sphondylium.
  • Die Pflanze kann eine Größe von bis zu 1,50 Metern in der Natur erreichen.
  • Nicht verwechselt werden darf der Heracleum mit Vertretern der Pflanzengattung Akanthus

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Bärenklau als Heilpflanze

Bärenklau
Sammelzeit
  • März
  • April
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
Heilwirkung
Anwendung

Der botanische Name für die Pflanze lautet Heracleum. Allerdings handelt es sich hierbei um die Bezeichnung der Gattung. Die Botanik kennt mehrere Dutzend Arten des Bärenklaus. Aus therapeutischer/volksmedizinischer Sicht interessant ist der Wiesen-Bärenklau (Heracleum sphondylium). Dieser darf nicht mit dem Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) verwechselt werden.

  • Als Bärenklau werden auch Vertreter der Gattung Akanthus. Diese kommen allerdings nicht - wie der Wiesen-Bärenklau - in Europa vor, sondern in den tropisch/subtropischen Regionen.

Heracleum sphondylium ist auch als Gemeiner Bärenklau bekannt. Die Bezeichnung geht auf die Ähnlichkeit mit einer Bärenklaue ab. Darüber hinaus tauchen als Synonym für die Heilpflanze auch Bezeichnungen wie Herkuleskraut oder Wiesenrhabarber auf.

Heracleum sphondylium gehört in die Gattung Heracleum und wird in taxonomisch in die Familie der Doldenblütler (Apiaceae) eingeordnet.

Heracleum sphondylium besitzt als Pflanzenart mehrere Unterarten und besetzt mit diesen verschiedene Habitate. Wiesen, Auenwälder oder Staudenfluren sind typische Fundareale. In Europa heimisch, können die Unterarten in verschiedenen Höhenregionen gefunden werden - wie der Bergwiesen-Bärenklau.

Für die pharmazeutische Wirkung der Pflanze von besonderem Interesse sind die Furocumarine oder Furanocumarine. Hierbei handelt es sich um eine Stoffgruppe, welche zu den Phytoalexinen gehört. Diese sind Abwehrstoffe der Pflanze und haben oft antimikrobielle bzw. antioxidative Wirkung. In Heracleum sphondylium sind unter anderem:

  • Pimpinellin
  • Isopimpinellin
  • Xanthotoxin oder
  • Bergapten

enthalten.

  • Xanthotoxin und Bergapten sind Wirkstoffe, welche in der Medizin unter anderem für die Behandlung der Hauterkrankung Psoriasis zum Einsatz kommen.

Bärenklau - Heilwirkung der Heilpflanze

Die medizinische Wirksamkeit des Bärenklaus entsteht durch die Inhaltsstoffe. Da es sich bei den Furocumarinen nicht um einen einzigen Wirkstoff - sondern eine Wirkstoffgruppe handelt, sind pauschale Aussagen hinsichtlich der Prozesse schwierig. Die Wirkung entsteht - etwa bei Bergapten durch das selektive Blocker der Kaliumkanäle - inhaltsstoffspezifisch.

Bärenklau - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die in der Pflanze enthaltenen Wirkstoffe können auf verschiedene Leiden eine positive WIrkung haben. Durch die schleimlösenden und beruhigenden Eigenschaften lässt sich der Wiesen-Bärenklau zum Beispiel bei Husten und Erkältung verwenden. Die Inhaltsstoffe haben darüber hinaus auch positive Eigenschaften in Verbindung mit Bluthochdruck oder Verdauungsbeschwerden.

Bärenklau - Anwendung der Heilpflanze

Die Kraft der Pflanze macht sich die Pharmazie für innere und äußere Anwendungen zunutze. Aus den einzelnen Pflanzenteilen lassen sich:

herstellen.

  • Die Inhaltsstoffe des Bärenklaus haben allergenes Potenzial. Die Giftigkeit liegt bei jungen Pflanzen aber noch nicht vor - weshalb junge Pflanzen auch als Wildgemüse bekannt sind.

Äußerliche Anwendung

Für die äußerliche Anwendung können auf Basis einer Tinktur beispielsweise Umschläge hergestellt werden. Alte Quellen sprechen zudem davon, dass zerstoßenes Kraut und Wurzel als Kompressen verwendet werden kann.

Innerliche Anwendung

Für die innerliche Anwendung lassen sich heute ebenfalls noch diverse Anwendungsbeispiele finden. Die Literatur spricht zum Beispiel über das Anfertigen von Aufgüssen mit anderen Kräutern oder die Zubereitung von Tee.


Quellen

Bühring, Ursel: Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde: Grundlagen - Anwendung - Therapie
Madaus, Gerhard: Lehrbuch der biologischen Heilmittel - Band 3
Schneider, Wolfgang: Pflanzliche Drogen: D-O


Diesen Artikel teilen: facebook-30x32 twitter-30x32 google-plus-30x32

Auch interessant