Bärlapp: Wirkung und Inhaltsstoffe der Heilpflanze

baerlapp

Bärlapp - Die wichtigsten Fakten

  • Bärlapp ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Lycopodiaceae.
  • Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Mitteleuropa bis Asien und Afrika.
  • In der volkstümlichen Medizin spielt(e) vor allem der Keulen-Bärlapp eine Rolle.
  • Heute wird die Verwendung der Pflanze aus verschiedenen Gründen allerdings vermieden.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Bärlapp als Heilpflanze

Bärlapp
Sammelzeit
  • Juli
  • August
  • September
Heilwirkung
Anwendung

Die Bärlappe tragen den wissenschaftlichen Gattungsnamen Lycopodium. Zur Gattung gehören mehrere Dutzend Arten. Der für die Volksheilkunde bedeutende Keulen-Bärlapp wird mit wissenschaftlichem Namen als Lycopodium clavatum bezeichnet.

Neben den botanischen Bezeichnungen haben sich in der Vergangenheit einige allgemeingebräuchliche Nabem für die Bärlappe etabliert, die sich unter anderem an der Morphologie der Gewächse orientieren. Dazu gehören unter anderem:

  • Wolfsklaue
  • Drudenfuß oder
  • Schlangenmoos.

Hier fließen einerseits die Charakteristik des bodenkriechenden Gewächses als auch das behaarte Aussehen der Bärlappe in die Namensgebung ein.

Bärlappe sind eine eigene Pflanzengattung, welche etwa vier Dutzend verschiedene Arten umfasst. Die Lycopodium-Vertreter gehören zur Familie der Bärlappgewächse in der Ordnung Lycopodiales.

Im Hinblick auf das Vorkommen lässt sich das Verbreitungsgebiet der Bärlappe durch die Artenvielfalt nur schwer erfassen. Einige Arten der Bärlappe sind beispielsweise auch im alpinen Raum der Alpen zu Hause. Verbeitet ist die Gattung Lycopodium in:

  • Europa
  • Asien
  • Afrika
  • Amerika.

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich letztlich über die gemäßigte bis in die tropische Klimazone. Lycopodium clavatum lässt sich beispielsweise weltweit antreffen.

  • Bärlappe stehen unter Naturschutz! Daher ist das Sammeln verboten.

In den Bärlappgewächse ist eine Vielzahl verschiedener Inhaltsstoffe enthalten. Dazu gehören unter anderem:

  • Alkaloide wie Lycopodin, Clavononin oder Lycoclavin
  • Fette Öle (bei Raumtemperatur flüssig)
  • Polyterpene.
  • Die im Bärlapp enthaltenen Alkaloide tragen wesentlich zur Toxizität der Gewächse bei. Aufgrund der Giftigkeit ist die Verwendung in der Schulmedizin in den Hintergrund getreten. Allerdings konzentriert sich deren Anteil auf das Kraut, nicht auf die Sporen. Denhier enthaltenen Terpenen wird pharmazeutisches Potenzial zugeschrieben.

Bärlappe sind eine Pflanzengattung, die bereits in der Antike als Heilpflanze bekannt war. In der Schulmedizin spielt sie - aufgrund der Giftigkeit und des allergenen Potenzials - keine größere Rolle mehr.

Bärlapp - Heilwirkung der Heilpflanze

Heilmittel aus den Bärlappgewächsen haben ganz unterschiedliche Heilwirkungen. Einerseits wird ihnen ein positiver Effekte im Zusammenhang mit der Wundheilung zugeschrieben. Darüber hinaus kann Bärlapp innerlich angewandt schmerzlindernd oder harntreibend wirken.

Bärlapp - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Das Wirkungsspektrum von Bärlappen in der Volksheilkunde bzw. der Homöopathie ist recht breit. Wirkungen der Heilpflanze werden unter anderem bei:

  • Rheuma
  • Leber-Galle-Beschwerden
  • Hauterkrankungen
  • Wundheilungsdefiziten

beschrieben.

  • Obwohl seit längerer Zeit als Heilkraut bekannt, verzichtet die Medizin auch aufgrund mangelnder Studienlage/Studienergebnissen auf die Bärlappe.

Bärlapp - Anwendung der Heilpflanze

Die Heilkräuter können auf verschiedene Art zum Einsatz kommen. Aufgrund des bereits angesprochenen Spektrums an Wirkungen findet sich in älteren Quellen Rezepturen für die innere und äußere Anwendung.

Äußerliche Anwendung

Bei Behandlungen von Hautleiden wie Ekzemen oder Wunden wurde das Sporenpulver verwendet.

Innerliche Anwendung

In der volkstümlichen Heilkunde wurden aus dem Heilkraut unter anderem Tees hergestellt, die man Patienten bei den verschiedenen Leiden - in entsprechender Rezeptur und Dosis verabreichte.

  • Da Bärlappe Toxine enthalten, ist von einer Verabreichung heute - zumindest ohne entsprechenden ärztlichen Rat - dringend abzuraten.

Quellen

Autor unbekannt: Die Deutsche Heilpflanze
Langwasser, Maria: Lexikon der Kräuter und Heilpflanzen: Wirkung- Anwendung- Rezepte
Traversier, Rita; Staudinger, Kurt; Friedrich, Sieglinde: TCM mit westlichen Pflanzen: Phytotherapie - Akupunktur - Diätetik
Marzell, Heinrich: Geschichte und Volkskunde der deutschen Heilpflanzen


Diesen Artikel teilen: facebook-30x32 twitter-30x32 google-plus-30x32

Auch interessant