Bärwurz: Die Heilpflanze in der Hausapotheke

baerwurz

Bärwurz - Die wichtigsten Fakten

  • Die Heilpflanze ist in ihrer Wirkung bereits seit längerer Zeit bekannt.
  • Aufgrund des Aromas wird Bärwurz auch in verschiedenen regionalen Küchen verwendet.
  • Es handelt sich um die einzige Art der Gattung Bärwurz.
  • Das Heilkraut kann von Frühjahr bis in den Sommer hinein geerntet werden.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Bärwurz als Heilpflanze

Bärwurz
Sammelzeit
  • April
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
Heilwirkung
Anwendung

Die wissenschaftliche Bezeichnung für die Pflanze Bärwurz lautet Meum athamanticum.

Für die Pflanze haben sich in der Vergangenheit verschiedene volkstümliche Namen etabliert. Bekannt ist das Gewächs unter anderem als:

  • Barekümmel
  • Bärenfenchel
  • Bärmutterkrut
  • Köppernickel
  • Wilder Fenchel.
  • Die englische Bezeichnung für die Pflanze - Baldmoney - wird dem skandinavischen Gott Baldr zugeschrieben.

Meum athamanticum ist die einzige Pflanzenart der Gattung Meum oder Bärwurz. Als Teil der Familie Apiaceae (Doldenblütler) bildet die Pflanze in der Blütezeit sechs- bis 15-strahlige Dolden aus, an denen sich weiße Blüten bilden. Der sehr intensive Geruch erinnert an Fenchel, was sicher auch zu einigen der volkstümlichen Namen inspiriert hat.

  • Kommt in einer Gattung nur eine Art vor, wird in der Botanik auch von monotypisch gesprochen.

Die Pflanze kommt in Europa vor - besonders in West- und Mitteleuropa. Allerdings sind auch Vorkommen in Bulgarien oder bis ins nördliche Afrika (Marokko) beschrieben. Hinsichtlich der bevorzugten Habitate besiedelt das Heilkraut Magerwiesen bis Weiderasen und ist auch im subalpinen Raum noch zu finden. Die Sammelzeit für den Bärwurz beginnt im April und endet im August.

In den Pflanzen der Gattung sind verschiedene Inhaltsstoffe enthalten. Diese tragen letztlich zur Wirkung von Bärwurzpräparaten bei. Zu den Stoffen gehören unter anderem:

  • ätherische Öle
  • Ligustilid
  • Terpene
  • Phthalide.

Letztere sind beispielsweise sekundäre Pflanzenstoffe, welchen eine anregende Wirkung auf die Verdauung zugeschrieben wird.

Meum athamanticum spielte bereits in der mittelalterlichen Kräuterkunde ein Rolle. Heute ist - dank der Kenntnis über die Inhaltsstoffe klar, warum das Heilkraut die beobachteten Wirkungen hat. Zur Anwendung kommt die Pflanze als Tee innerlich, kann aber auch auf der Haut verwendet werden.

Bärwurz - Heilwirkung der Heilpflanze

Bezüglich der Heilwirkung beruhen die Eigenschaften der Pflanze natürlich auf den enthaltenen Wirkstoffen, die unter anderem:

  • verdauungsfördernd
  • harntreibend
  • entblähend.

Zudem werden dem Heilkraut positive Eigenschaften bei Koliken oder Menstruationsbeschwerden zugeschrieben.

Bärwurz - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Eine Verwendung der Pflanzenteile als Tee oder Tinktur hat sich in der Volksmedizin unter anderem bei Hautkrankheiten - aber auch bei Beschwerden im Bereich des Magen-Darm-Trakts oder Gicht.

Bärwurz - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze Meum athamanticum wird heute - sofern es allein um die heilende Wirkung geht - oft innerlich zur Anwendungung gebracht. Hierfür werden die gesammelten Teile der Pflanze getrocknet und anschließend weiterverarbeitet. Bei Hauterkrankungen kann das Heilkraut ebenfalls verwendet werden.

Äußerliche Anwendung

In der äußerlichen Anwendung können aus den Bärwurztinkturen oder Tees Umschläge sowie Waschungen zubereitet und aufgelegt werden.

Innerliche Anwendung

Der Fokus richtet sich beim Bärwurz auf die innerliche Anwendung. Die getrockneten Blätter können mit heißem Wasser übergoßen als Tee zubereitet werden. Gleiches ist mit den Samen der Heilpflanze möglich. Das Herstellen einer Tinktur erfordert zwar einen etwas größeren zeitlichen Rahmen. Dessen Herstellung für die Hausapotheke ist aber ebenfalls eine Methode, sich die Heilwirkung zunutze zu machen.


Quellen

Maltsev, Ivan: Heilende Kräuter und Tees
Teuscher, Eberhard: Pharmazeutische Biologie
Hensel, Wolfgang: Welche Heilpflanze ist das?
Knobloch, Gerold: Natürliche Heilmittel von A - Z
Beiser, Rudi: Unsere essbaren Wildpflanzen: Bestimmen, sammeln und zubereiten


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