Beifuß als Heilpflanze

Beifuß als Heilpflanze

Beifuß - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze ist seit ältester Zeit bekannt.
  • Sie stammt aus dem europäischen, asiatischen und nordamerikanischen Raum.
  • Das Gewächs wird bei einer Vielzahl von Beschwerden verwendet.
  • Beifuß gilt weniger als Pflanze mit Heilwirkungen, sondern vor allem als Unkraut.
  • Es findet auch in der Küche als Gewürz Verwendung.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Beifuß als Heilpflanze

Der wissenschaftliche Name von Beifuß lautet Artemisia vulgaris und die Pflanze zählt zur Familie der Asteraceae.

Das Gewächs hat so viele volkstümlich Namen, wie kaum ein anderes. Es wird als Besenkraut, Beinweichkraut, Bibiskraut, Dianakraut, Buckell, Fliegenkraut, Gänsekraut, Jungfernkraut oder Gemeiner Beifuß bezeichnet.

Zudem ist es als Gewürzbeifuß, Johannesgürtelkraut, Gürtelkraut, Jungfernkraut, Mugwurz, Machtwurz, Sonnwendgürtel, Sonnenwendkraut, Wisch, Stabkraut, Thorwurz, Wilder Wermut, Werzwisch oder Weiberkraut bekannt.

Im englischen Sprachraum heißt die Pflanze Mugwort.

Die Pflanze zählt zur Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae).

Die Pflanze hat ihre Heimat vor allem in Europa, Nordamerika und Asien. Dieses mehrjährige Gewächs blüht von Juli bis September und auch noch im späten Herbst, also im Oktober. Diese Monate gelten auch als Sammelzeit für die Pflanze.

Folgende Inhaltsstoffe finden sich als Bestandteile in der Pflanze:

  • Gerbstoffe
  • Bitterstoffe (Sesquiterpenlactone, Flavonolglykoside, Inulin)
  • Vitamine
  • ätherische Öle (Cineol, Kampfer, Thujon)

Der Beifuß galt vor Jahrhunderten als so etwas wie die Mutter aller bekannten Kräuter und Heilpflanzen, inzwischen gilt die Pflanze eher als Unkraut bzw. als Küchengewürz. Leider gerieten die heilwrksamen Qualitäten inzwischen fast in Vergessenheit.

  • Dabei wies schon ein römischer General darauf hin, dass seine Soldaten schneller und weiter marschieren konnten, wenn sie sich die Pflanze in die Sandalen legten.

Sie wächst hauptsächlich an Wegrändern, Böschungen, Bahnlinien oder auf Schutt- und Geröllplätzen. Sie kann bis zu 2 Meter hoch wachsen. Ihr Stängl ist weit verzweigt und rötlich-braun. Seine dunkle Blattfarbe und die unauffälligen geb-grauen Blüten haben zum Ruf als Unkraut beigetragen.

Beifuß - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze ist ein echtes Universalkraut, denn es besitzt sehr vielfältige Wirkungen. So wirkt sie antibakteriell, antimykotisch, appetitanregend, beruhigend, durchblutungsfördernd, galletreibend, krampflösend, menstruationsfördernd, stärkend, verdauungsfördernd und auch wehenfördernd (Vorsicht im Anfangsstadium der Schwangerschaft).

Beifuß - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Bereits bei den alten Ägyptern, in der Antike und im Mittelalter wussten die Heilkundigen diese Pflanze zu schätzen, denn sie lässt sich gegen viele Beschwerden einsetzen. Bekannt ist, dass sie bei Nervenanspannung, Neuralgien, Schlafstörungen und Unruhe, bei Blähungen, Verdauungsschwäche, Durchfall, Blasenentzündung und Hämorrhoiden verwendet werden kann.

Auch in der Frauenheilkunde wird sie bei chronischer Eierstockentzündung, Krämpfen der Gebärmutter, Menstruationsbeschwerden, Periodenschmerzen, bei der Geburt sowie bei Wechseljahrbeschwerden eingesetzt.

Diese Heilpflanze kann zudem bei Durchblutungsstörungen, Gallenschwäche, Übelkeit, Hämorrhoiden, Mundgeruch und Muskelkater sowie bei müden Beinen, kalten Händen und kalten Füßen Abhilfe schaffen.

Beifuß - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze kann innerlich oder äußerlich angewendet werden. Meist werden dazu Tees, Öle oder Aufgüsse genutzt.

  • Schwangere Frauen sollten in der Anfangsphase der Schwangerschaft auf die Verwendung verzichten, da Beifuß zu Fehlgeburten führen kann.

Äußerliche Anwendung

Zur äußerlichen Anwendung kann man einen Aufguss aus Beifuß verwenden, beispielsweise soll ein Fußbad sehr entspannend sein. Auch eine Massage mit dem Öl der Pflanze wirkt entspannend.

Innerliche Anwendung

Innerlich wird die Pflanze vor allem als Tee verwendet. Er kann durch seine Wirkung Frauen bei Monatsbeschwerden helfen.


Quellen

Puhle, Annekatrin / Trott-Schepe, Jürgen / Möller, Birgit: Heilpflanzen für die Gesundheit: 300 Pflanzen - neues und überliefertes Heilwissen Pflanzenheilkunde, Homöopathie und Aromakunde
Der Kosmos-Pflanzenführer: Über 900 Blumen, Bäume und Pilze 1200 Abbildungen
Traversier, Rita / Staudinger, Kurt / Friedrich, Sieglinde: TCM mit westlichen Pflanzen: Phytotherapie - Akupunktur - Diätetik
Malm, Liesel: Die Kräuter-Liesel: 300 Heil- und Gewürzkräuter anbauen und anwenden
Schorrmüller, J.: Alkaloidhaltige Genussmittel, Gewürze, Kochsalz


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