Heilpflanze Benediktenkraut

Heilpflanze Benediktenkraut

Benediktenkraut - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze stammt aus dem Mittelmeerraum und Kleinasien, ist aber auch in Mitteleuropa zu finden.
  • Das Gewächs galt schon vor Jahrhunderten als Pflanze mit Heilwirkungen.
  • Sie wird bei Verdauungsproblemen und Appetitlosigkeit verwendet.
  • Benediktenkraut wird meist innerlich angewendet.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Benediktenkraut als Heilpflanze

Benediktenkraut
Sammelzeit
  • Juni
  • Juli
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name von Benediktenkraut lautet Cnicus benedictus oder Centaurea benedicta.

Im Volksmund ist die Pflanze auch als Benedicht, Benedictenwurz, Berlinskraut, Benediktinerdistel, Bernhardinerkraut und Bernwurz bekannt. Sie wird zudem oft als Bornwurz, Kardobenedikte, Distelkraut, Spinnendistel oder Bitterdistel bezeichnet.

Das Gewächs gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae), welche wiederum zur Unterfamilie der Carduoideae gehören und somit zur Gattung der so genannten Flockenblumen (Centaurea),

Die Pflanze ist im Mittelmeerraum sowie in Kleinasien beheimatet. Sie gedeiht vor allem an Ackerrändern und auf trockenem und steinigem Untergrund. Die Blütezeit, in der auch die Sammelzeit der Pflanze ist, sind die Monate Juni und Juli. Im mitteleuropäischen Raum blüht die Pflanze meist im Juni.

Folgende Inhaltsstoffe finden sich im Benediktenkraut:

  • Bitterstoffe (Typ Sesquiterpenlacton: Cnicin
  • ätherisches Öl (Fenchon, Citral)
  • Mineralstoffe (Kalium- und Magnesiumsalze)
  • Triterpene
  • Flavonoide
  • Lignanlactone

Das Benediktenkraut ist schon seit dem frühen Mittelalter als Pflanze mit heilwirksamen Wirkungen bekannt und geschätzt. Darauf deutet auch der Name der Pflanze hin.

  • Nachdem der heilige Benedikt das Kraut angeblich als Arznei empfohlen hatte, wurde es vor allem in den Klöstern kultiviert und als heilwirksame Pflanze genutzt.

Das Gewächs zählt zu den krautig wachsenden, einjährigen Pflanzen. Es kann etwa 60 Zentimeter hoch wachsen. Sein Äußeres ist behaart und wirkt distelartig. Der Stängel ist borstig und vierkantig, die Blätter sind relativ groß, haben eine längliche Form mit stacheligen Bereichen und sind klebrig. Die röhrenartigen Blüten sind umgeben von Hüllblättern, die an ihrer Spitze Dornen ausbilden.Insgesamt wirkt die Pflanze dadurch sehr imposant.

Benediktenkraut - Heilwirkung der Heilpflanze

Hauptsächlich hat die Pflanze eine appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung.

Benediktenkraut - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Pflanze hilft unter anderem bei Appetitlosigkeit, Blähungen und Völlegefühl.

Benediktenkraut - Anwendung der Heilpflanze

Das Gewächs wird meist innerlich angewendet. Dazu wird außer der Wurzel die gesamte Pflanze genutzt. Zum Einsatz kommen vor allem Tees oder Kombinations-Extrakte. Wer gegen Korbblütler allergisch ist, sollte von der Verwendung der Pflanze Abstand nehmen.

Äußerliche Anwendung

Methoden einer äußerlichen Anwendung sind für diese Pflanze nicht bekannt.

Innerliche Anwendung

Je nach Beschwerden wird der Tee entweder vor dem Essen getrunken (bei Appetitlosigkeit) oder erst nach der Mahlzeit (bei Verdauungsstörungen). Die enthaltenen Bitterstoffe regen dabei den Speichelfluss bzw. die Produktion von Magensäften an.


Quellen

Puhle, Annekatrin / Trott-Schepe, Jürgen / Möller, Birgit: Heilpflanzen für die Gesundheit: 300 Pflanzen - neues und überliefertes Heilwissen Pflanzenheilkunde, Homöopathie und Aromakunde
Bäumler, Siegfried: Heilpflanzenpraxis heute: Porträts, Rezepturen, Anwendung
Fintelmann, Volker / Weiss, Rudolf F.: Lehrbuch Phytotherapie


Diesen Artikel teilen: facebook-30x32 twitter-30x32 google-plus-30x32

Auch interessant