Bertram als Heilpflanze

Bertram als Heilpflanze

Bertram - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze stammt aus dem Mittelmeerraum.
  • Sie hat Ähnlichkeit mit der Kamille, ist aber schärfer im Geschmack.
  • In Mitteleuropa ist sie in der freien Natur nicht heimisch.
  • Bertram ist als Heilpflanze nicht sehr bekannt.
  • Hildegard von Bingen erwähnt sie in ihren Schriften.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Bertram als Heilpflanze

Der wissenschaftliche Name von Bertram lautet Anacyclus pyrethrum. Die Pflanze zählt zur Familie der Asteraceae (Korbblütler).

Der Mehrjährige Bertram ist im Volksmund auch als Beertrain, Bertrankrut, Speichelwurz, Ringblume und Zahnwurz bekannt. Man bezeichnet ihn aber auch als Sankt Johanniswurz oder Geiferwurz.

Die Pflanze gehört zur Familie der Korbblütengewächse (Asteraceae).

Die Pflanze ist vor allem im Mittelmeerraum, im Kaukasus und auch in Arabien beheimatet. Ihre Blütezeit liegt in den Monaten Mai bis August, in dieser zeit kann sie gesammelt werden. Allerdings ist sie in der Natur kaum zu finden, sondern wird fast ausschließlich in eigenen Kulturen angebaut.

Folgende Inhaltsstoffe finden sich in der Pflanze:

  • Pellitorin
  • Pyrethrin (Pyrethrum)
  • ätherische Öle
  • Inulin
  • Gerbstoffe
  • Zuckerverbindungen

Vor allem die Zuckerverbindungen sollen eine abwehrstärkende Wirkung besitzen. Das enthaltene Pyrethrin bzw. Pyrethrum ist ein nicht zu unterschätzendes Nervengift.

Bertram ist eine Pflanze, die vor allem aus dem Mittelmeerraum stammt. Im mitteleuropäischen Raum findet man sie nur als angebaute Pflanze, nicht in der freien Natur. Sie ist eine mehrjährige Pflanze, deren Stängel die Eigenart besitzen, sich zunächst am Boden entlang zu bewegen, bevor sie dann gerade in die Höhe wachsen. Jeder Stängel trägt eine einzelne, weiße Blüte.

Sie wird maximal 5 Zentimeter hoch, erreicht aber eine Breite von bis zu 40 Zentimeter. Sie zählt zu den krautig wachsenden Gewächsen und kann in Höhen bis zu 3100 Meter gedeihen.

  • Als Pflanze mit Heilwirkung wäre Bertram wahrscheinlich vollständig in Vergessenheit geraten, hätte nicht Hildegard von Bingen sie in ihren Schriften erwähnt.

Bertram - Heilwirkung der Heilpflanze

Das Gewächs hat eine adstringierende, verdauungsfördernde, magenstimulierende ,nervenstärkende, hautreizende, speichelfördernde sowie schleimlösende Wirkung.

Bertram - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Sie kann bei Herzleiden, Angstzuständen, Schlaflosigkeit, Zahnschmerzen, Rheuma, Insektenstichen und eventuell Diabetes angewandt werden. Zudem hilft sie auch bei Lungenerkrankungen. Die Wirkung bei Diabetes ist noch nicht vollständig geklärt.

Bertram - Anwendung der Heilpflanze

Das Gewächs kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Die Wurzel wird in den meisten Fällen in Pulverform verwendet. Allerdings ist die Pflanze auch auch als Tinktur sowie als Salbe erhältlich.

Das in der Pflanze enthaltene Pyrethrum hat eine stark neurotoxische Wirkung und kann auch für Menschen gefährlich sein. Daher sollten immer nur geringe Mengen verwendet werden.

Äußerliche Anwendung

Äußerlich wird das Gewächs meist als Salbe oder Tinktur genutzt. Man kann damit Umschläge machen und es z. B. gegen Insektenstiche einsetzen.

Innerliche Anwendung

Für die innerliche Anwendung kann man das Pulver der Pflanzenwurzel in geringer Menge (maximal 2 Messerspitzen) zu einem Tee dazugeben.


Quellen

Malm, Liesel: Die Kräuter-Liesel: 300 Heil- und Gewürzkräuter anbauen und anwenden
Reichling, Jürgen: Arends Volkstümliche Namen der Drogen, Heilkräuter, Arzneimittel und Chemikalien
Bäumler, Siegfried: Heilpflanzenpraxis heute: Porträts, Rezepturen, Anwendung
Strehlow, Wighard: Verletzungen heilen mit Hildegard von Bingen: Die Heilkraft von Schafgarbe, Bertram und Veilchen
Heepen, Günther H.: Das Heilwissen der Hildegard von Bingen: Naturheilmittel - Ernährung und Edelsteine


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