Besenginster als Heilpflanze

Besenginster als Heilpflanze

Besenginster - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze ist in Europa heimisch.
  • Besenginster ist in allen Pflanzenteilen giftig.
  • Sie wurde früher als Heilpflanze verwendet.
  • Für eine homöopathische Anwendung sollten ausschließlich Fertigpräparate verwendet werden.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Besenginster als Heilpflanze

Besenginster
Sammelzeit
  • Mai
  • Juni
Heilwirkung
Anwendung
  • Fertigpräparat
  • Tee

Der wissenschaftliche Name der Pflanze ist Cytisus scoparius. In früheren Zeiten trug er die Bezeichnung Sarothamnus scoparius. Er gehört zur Familie der Fabaceae (Hülsenfrüchtler) und zur Unterfamilie Faboideae (Schmetterlingsblütengewächse).

Besenginster ist unter einer Vielzahl von Trivialnamen bekannt. So wird er im Volksmund als Besenkraut, Besenstrauch, Bessenkrut oder auch Bessenstruk, Frauenschüche, Brambuschl oder Hasengeil bezeichnet.

Besenginster gehört zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae), die wiederum zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) zählt.

  • Obwohl das Wort „-ginster“ im umgangssprachlichen Namen der Pflanze enthalten ist, gehört sie dennoch nicht zur Gattung der Ginstergewächse (Genista), sondern zu denen der Gattung Geißklee (Cytisus).

Besenginster ist im gesamten mitteleuropäischen Raum heimisch. Man findet ihn vor allem an sonnigen Orten wie Waldrändern. Er wächst aber auch auf Wiesen. Damit er gedeiht, benötigt er kalk- und nährstoffarmen Boden, der möglichst frisch und locker ist.

Die Pflanze ist bis in Höhen von etwa 900 Metern zu finden, in Hochlagen der Alpen kann sie nicht bestehen. Insgesamt benötigt das Gewächs ein nicht zu hartes Klima. Die Blütezeit und damit Sammelzeit sind die Monate Mai und Juni.

Es finden sich folgende Inhaltsstoffe in der Pflanze:

Vor allem die enthaltenen Alkaloide Spartein, Lupanin und Hydroxylupanin haben eine giftige Wirkung. Ebenso andere Alkaloide des Typs Chinolizidin.

Der Besenginster galt schon in der Antike als heilwirksame Pflanze, wird heute aber kaum noch verwendet, da er in all seinen Bestandteilen als giftig eingestuft ist. Zudem ist der medizinisch relevante Stoff Spartein zu unstet in seiner Wirkung.

  • Seine Giftigkeit hat er vor allem den enthaltenen Alkaloiden zu verdanken, die sich in zu hohen Dosen negativ auf den Magen-Darmtrakt sowie die Leistung des Herzens auswirken.

Besenginster - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze hat vor allem harntreibende und wehenauslösende Wirkung.

Besenginster - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Pflanze wurde früher vor allem bei Kreislaufbeschwerden oder niedrigem Blutdruck verwendet. Auch als Mittel zum Auslösen der Wehen bei Gebärenden wurde es früher verwendet, hat sich allerdings als zu schwankend in dieser Wirkung erwiesen.

Besenginster - Anwendung der Heilpflanze

Das Gewächs kann innerlich angewendet werden. Es wird hauptsächlich das Kraut der Pflanze genutzt. Dabei kommt es zumeist als Tee oder Diuretikum zum Einsatz. Es wird aufgrund der giftigen Wirkung dazu geraten, Fertigpräparate zu erwerben.

Schwangere sollten auf den Einsatz von Besenginster verzichten, da das enthaltene Alkaloid Spartein wehenauslösend wirkt.

Äußerliche Anwendung

Methoden für eine äußerliche Anwendung der ganzen Pflanze oder einzelner Pflanzenteile ist nicht bekannt.

Innerliche Anwendung

Ein Tee für die innerliche Anwendung sollte aus maximal 2 Gramm Kraut auf eine Tasse heißes Wasser gebrüht werden. Am besten lässt man ihn 10 Minuten ziehen. Mehr als 3 bis 4 Tassen täglich werden nicht empfohlen.


Quellen

Reichling, Jürgen: Arends Volkstümliche Namen der Drogen, Heilkräuter, Arzneimittel und Chemikalien
Hensel, Wolfgang: Welche Heilpflanze ist das?
Bäumler, Siegfried: Heilpflanzenpraxis heute: Porträts, Rezepturen, Anwendung
Schade, Fritz / Jockusch, Harald: Betörend, berauschend, tödlich - Giftpflanzen in unserer Umgebung
Fintelmann, Volker / Weiss, Rudolf F.: Lehrbuch Phytotherapie


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