Betonie als Heilpflanze

Betonie als Heilpflanze

Betonie - Die wichtigsten Fakten

  • Sie ist eine in Europa beheimatete Pflanze.
  • Das Gewächs zählt zur Familie der Lippenlütler.
  • Die Pflanze ist seit der Antike als Heilpflanze bekannt.
  • Sie hat verschiedene Heilwirkungen.
  • Sie hilft bei vielen Beschwerden.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Betonie als Heilpflanze

Betonie
Sammelzeit
  • August
  • September
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet Betonica officinalis. Sie gehört zur Gattung der Betonica (Betonien) sowie zur Familie der Lamiacea (Lippenblütler).

Die Betonie ist im Volksmund auch als Betonienziest, Heil-Ziest oder Echter Ziest bekannt. Man bezeichnet die Pflanze aber auch als Heilbatunge, Pfaffenblume, Flohblume, Zehrkraut oder Zahnkraut.

Die Pflanze zählt zur Gattung der Betonien (Betonica) und zur Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae).

Das Gewächs ist in nahezu ganz Europa verbreitet. Lediglich in Nordeuropa ist sie nur selten anzutreffen oder kommt überhaupt nicht vor. Die Betonie kann maximal bis zur Laubgrenze gedeihen. Außerhalb von Europa findet man die Pflanze noch in Nordafrika und Westasien.

Sie gedeiht vor allem in feuchten Heide- und Wiesenlandschaften und Flachmooren. Auch in nicht zu dunklen Wäldern, an Waldrändern und Büschen findet man sie. Um zu gedeihen, braucht das Gewächs kalk- und nährstoffarmen Untergrund mit wechselfeuchten Eigenschaften. Die Pflanze fungiert auch als so genannte Zeigerpflanze und weist auf Magerböden hin.

Die Blütezeit der Pflanze liegt zwischen den Monaten Juni und September. Der wichtigste Teil (das frische Kraut) wird aber nur in den Monaten August und September gesammelt.

Folgende Inhaltsstoffe sind in der Pflanze enthalten:

  • Gerbstoffe
  • Bitterstoffe
  • Betaine (Betonicin, Stachydrin, Turicin)
  • Ätherisches Öl
  • Alkaloide

Die Betonie zählt zu den mehrjährigen, krautig wachsenden und winterharten Pflanzenarten. Sie wird bis zu 80 Zentimeter groß. Ihr Stängel ist vierkantig, ragt senkrecht empor und trägt behaarte, etwa 10 Zentimeter lange Blätter sowie rot oder purpurfarbene Blüten in Ährenform.

Das Gewächs gilt nicht nur heute als Pflanze mit heilwirksamen Eigenschaften, sondern war bereits in der Antike ein anerkanntes Heilmittel.

  • Schon Dioskurides erwähnte die Pflanze in seinem Werk De Materia Medica. Auch in vielen anderen Schriften der Antike und des Mittelalters über Kräuter und Heilkunde belegen, dass die heilwirksamen Eigenschaften der Pflanze über einen langen Zeitraum hinweg große Bedeutung besaßen.

Betonie - Heilwirkung der Heilpflanze

Die wichtigste Heilwirkung der Pflanze sind ihre adstringierenden, blutstillenden, entzündungshemmenden, kräftigenden und schleimlösenden Eigenschaften.

Betonie - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Betonie wird hauptsächlich bei Erkältungskrankheiten, Durchfall, Schlafstörungen, Leberbeschwerden, Gallenerkrankungen und Magen-Darmproblemen (Verdauungsstörungen) eingesetzt.

Betonie - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Meist wird der aus dem Kraut hergestellte Tee verwendet. Man kann die Pflanze aber auch in Form von Sirup, Wein oder Pulver nutzen.

Äußerliche Anwendung

Äußerlich wird die Pflanze gerne als Wundheilmittel genutzt, um beim Wundverschluss zu helfen. Es können aber auch Umschläge gegen Rheuma zum Einsatz kommen. Außerdem kann man den Tee der Pflanze als Mundspülung benutzen.

Gegen Schlafstörungen helfen so genannte Betonika-Schlafkissen, die bereits zur Zeit von Hildegard von Bingen bekannt waren.

Innerliche Anwendung

Für die innerliche Anwendung bereit man aus dem Kraut der Betonie einen Tee zu, den man lange (15 Minuten) ziehen lässt. Drei Tassen täglich sollten für eine lindernde Wirkung bei Erkältungskrankheiten oder Magen-Darmbeschwerden sorgen.


Quellen

Hensel, Wolfgang: Welche Heilpflanze ist das?
Malm, Liesel: Die Kräuter-Liesel: 300 Heil- und Gewürzkräuter anbauen und anwenden
Reichling, Jürgen: Arends Volkstümliche Namen der Drogen, Heilkräuter, Arzneimittel und Chemikalien
Vonarburg, Bruno: Homöotanik: Blütenreicher Sommer. Bd. 2


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