Bittermandel: Was macht die Heilpflanze so besonders?

Bittermandel: Was macht die Heilpflanze so besonders?

Bittermandel - Die wichtigsten Fakten

  • Bittermandel bezeichnet Früchte des Mandelbaums.
  • Bei den Mandelnbäumen handelt es sich um Vertreter der Steinfrüchte.
  • Das aus den Bittermandeln gewonnene Öl wird zum Backen oder Spirituosen verwendet.
  • Aufgrund der Giftigkeit ist vom Verzehr im rohen Zustand abzuraten.
  • Kann innerlich und äußerlich zur Anwendung kommen.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Bittermandel als Heilpflanze

Bittermandel
Sammelzeit
  • September
  • Oktober
Heilwirkung
Anwendung
  • Fertigpräparat
  • Öl

Bittermandeln gehören botanisch zu den Kulturmandeln Prunus dulcis und sind eine Varietät mit der wissenschaftlichen Bezeichnung Prunus dulcis amara.

Von den Bittermandeln sind keine volkstümlichen Bezeichnungen bekannt.

Die Bittermandeln bzw. Kulturmandeln sind eine Pflanzenart der Gattung Prunus. Diese umfasst mehrere hundert Arten - darunter Aprikose oder Pflaume. Prunus ist der einzige Typus innerhalb der Steinobstgewächse. Der Tribus gehört zur Famile der Rosengewächse (Rosaceae).

Das natürliche Verbreitungsgebiet der Mandelbäume lässt sich heute nur noch schwer sicher umreißen, da die Pflanzen bereits seit Jahrhunderten kultiviert werden. In der Botanik wird mit einem Ursprung in Kleinasien/Südwestasien gerechnet. Hier sind die Pflanzen im submontanen bis mittelalpinen Höhenbereich verbreitet. Die Sammelzeit unterscheidet sich je nach Region - entsprechend der Reifer der Früchte.

In den Mandeln sind verschiedene Inhaltsstoffe nachgewiesen, wie:

Speziell in den Bittermandeln ist darüber hinaus mit Amygdalin ein besonderes Glycosid. Letzteres wird nach dem Verzehr einer unbehandelten Bittermandel in Blausäure umgesetzt, was die Aufnahme einer höheren Dosis der bitter schmeckenden Mandeln lebensgefährlich machen kann.

Prunus dulcis amara ist eine bekannte wie auch umstrittene Heilpflanze. Der Gehalt des Amygdalins macht den Verzehr riskant. Daher sind Bittermandeln heute so kaum noch in der Anwendung. Eine Überdosierung ist in jedem Fall - aufgrund des Risikos einer Vergiftung - zu vermeiden. Gerade die innerliche Anwendung gilt in diesem Kontext als schwierig.

Bittermandel - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Heilwirkung entsteht durch die enthaltenen Inhaltsstoffe. Beispielsweise wird das Öl in der Aromatherapie benutzt. Für andere Anwendungen kann das Bittermandelöl entgiftet werden. Dieser Prozess wird als entbittern bezeichnet.

Bittermandel - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Den Bittermandeln werden bereits seit einigen Jahrhunderten Heilwirkungen zugeschrieben - wie alte Quellen belegen. Unter anderem soll deren Anwendung bei Entzündungen des Magen-Darm-Traktes helfen. Aber auch im Zusammenhang mit asthmatischen Erkrankungen taucht die Bittermandel in der Literatur auf.

Bittermandel - Anwendung der Heilpflanze

Aufgrund der Erkenntnis, dass in den Bittermandel mit dem mit Amygdalin ein Stof enthalten ist, aus dem der Körper Blausäure synthetisiert, wird heute allgemein von einer innerlichen Anwendung der rohen Mandeln abgeraten. Die Behandlungsempfehlungen gehen dahin, dass vor dem Hintergrund einer erwünschten Heilwirkung Fertig- und homoöpatische Produkte zu bevorzugen sind.

Äußerliche Anwendung

Aufgrund der Toxizität der Bittermandeln ist eine Behandlung nur in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Behandler anzuraten.

Innerliche Anwendung

Wegen der Giftigkeit der Bittermandel ist von einem unkontrollierten Verzehr in jedem Fall abzuraten. Je nach körperlicher Verfassung können sich bei falscher innerlicher Anwendung bereits nach geringen Mengen erste Symptome einer Intoxikation zeigen.

  • Zu den Symptomen einer Blausäurevergiftung gehören unter anderem Atemnot, Atemluft mit einem Duft nach Bittermandeln, Kopfschmerzen oder Erbrechen.

Quellen

Hensel, Wolfgang: Welche Heilpflanze ist das?: 170 Heilpflanzen nach Farbe bestimmen
Teuscher, Eberhard: Pharmazeutische Biologie
Bühring, Ursel: Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde: Grundlagen - Anwendung - Therapie
Welz , Reinhard: Das große Buch der Heilpflanzen und Öle


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