Blaubeere: Heilpflanze und Lebensmittel aus einer Wurzel

Blaubeere: Heilpflanze und Lebensmittel aus einer Wurzel

Blaubeere - Die wichtigsten Fakten

  • Auch als Heidelbeere oder Moosbeere bekannt.
  • Verbreitet in Wäldern Europas und Asiens (paläarktisch).
  • Sammelzeit ist der Sommer zwischen Juni bis August.
  • Wird heute oft auch als Super-Food bezeichnet.
  • Enthält Gerbstoffe sowie Glykoside

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Blaubeere als Heilpflanze

Die Blau- oder Heidelbeere ist heute in der Botanik als Vaccinium myrtillus bekannt.

Bei den volkstümlichen Namen hat sich im Lauf der Jahre eine sehr breite Palette etabliert. Bekannte Bezeichnungen sind:

  • Schwarzbeere
  • Waldbeere
  • Zeckbeere
  • Moos- oder Heubeere.
  • Im Handel sind Kulturheidelbeeren für den Verzehr verbreitet, die nicht auf dem europäischen, sondern dem Vertreter aus Nordamerika beruhen.

Die Heidelbeere gehört bezüglich der Pflanzengattung zu den Heidelbeeren (Vaccinium). Letztere sind botanisch wiederum bei den Heidekrautgewächsen (Ericaceae) zu Hause.

Vaccinium myrtillus ist die europäische Heidelbeere und in den Laub- und Nadelwäldern Eurasiens zu finden. Das Heilgewächs bevorzugt Standorte im Halbschatten und auf eher artenarmen Böden. Die Sammelzeit erstreckt sich - je nach Region vom Juni bis in den August.

In der Blaubeere sind ganz unterschiedliche Wirk-/Inhaltsstoffe enthalten. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Gerbstoffe
  • Proanthocyanidine & Anthocyanidine
  • Flavonoide oder
  • Fruchtsäuren.

Diese sind in den Früchten zu finden. In Pflanzenmaterial aus den Blättern des Heilkrauts lassen sich Iridoide sowie Phenolcarbonsäuren nachweisen.

Blaubeere - Heilwirkung der Heilpflanze

Mit der Heidelbeere erlebt ein kleines Kraftpaket in der Phytomedizin ein Comeback. Die Heilwirkung geht auf die breite Palette der Inhaltsstoffe zurück. Letztere sollen im Wesentlichen innerlich zur Wirkung kommen. Als Tinktur wird aber auch von einigen äußerlichen Anwendungen berichtet. Bekannt ist, dass Blaubeeren unter anderem entzündungshemmend und abführend wirken.

Blaubeere - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Heidelbeeren bzw. die Teile der Pflanze können bei verschiedenen Leiden für Linderung sorgen. Angewandt wird das Heilkraut etwa gegen Entzündungen im Mundraum oder gegen Durchfall. Aber auch bei Diabetes oder Hauterkrankungen soll die Heidelbeere helfen.

Blaubeere - Anwendung der Heilpflanze

Wie bereits angesprochen kann die Blaubeere auf verschiedene Art und Weise zum Einsatz kommen - innerlich wie auch äußerlich. Da nicht alle Pflanzenteile bekömmliche Wirkstoffe enthalten, ist bezüglich Überdosierungen Vorsicht geboten. Es ist anzuraten, die Pflanze nicht ohne fachmännischen Rat über einen längeren Zeitraum einzunehmen.

Äußerliche Anwendung

Für die Behandlung von Hauterkrankungen kennt die Phytomedizin den Einsatz von Tinkturen oder als Pulver.

Innerliche Anwendung

Hierauf liegt klar das Augenmerk. Die Heidelbeere kann frisch verzehrt oder getrocknet werden. Der Saft eignet sich beispielsweise als Gurgellösung. Aber auch die getrockneten Blätter lassen sich als Tee innerlich anwenden.


Quellen

Maltsev, Ivan: Heilende Kräuter und Tees
Teuscher, Eberhard: Pharmazeutische Biologie
Bühring, Ursel: Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde: Grundlagen - Anwendung - Therapie
Reingruber, Sandra: Erste-Hilfe-Kräuterführer für unterwegs


Diesen Artikel teilen: facebook-30x32 twitter-30x32 google-plus-30x32

Auch interessant