Heilpflanze Blauer Natternkopf

Heilpflanze Blauer Natternkopf

Blauer Natternkopf - Die wichtigsten Fakten

  • Der Blaue Natternkopf ist eine europäische Pflanze.
  • Die Pflanze gedeiht aufgrund ihrer langen Pfahlwurzeln auch auf trockenen Böden.
  • Sie zählt zu den Heilpflanzen, wird allerdings kaum genutzt.
  • Das Gewächs besitzt lindernde, schweißtreibende und harntreibende Eigenschaften.
  • Früher setzte man sie gegen Schlangenbisse ein.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Blauer Natternkopf als Heilpflanze

Blauer Natternkopf
Sammelzeit
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name des Blauen Natternkopfes lautet Echium vulgare. Er gehört zur Pflanzenfamilie der Boraginaceae (Rauhblattgewächse)

Das Gewächs wird im Volksmund auch als Himmelbrand, Blaue Ochsenzunge, Gemeiner Natterkopf, Gemeiner Natternkopf, Gewöhnlicher Natternkopf, Natterkopf, Starrer Hansl und Stolzer Heinrich bezeichnet. Die englische Bezeichnung für die Pflanze lautet umgangssprachlich Viper's bugloss.

Der Blaue Natternkopf zählt zur Familie der Rauhblattgewächse (Boraginaceae). Es besteht eine enge Verwandtschaft zu Beinwel, Lungenkraut und Borretsch.

Die Pflanze kommt in ganz Europa und West-Asien vor. Auch in Deutschland ist er häufig anzutreffen. Mann kann den Blauen Natternkopf zwischen Mai und Oktober sammeln.

Die folgenden Inhaltsstoffe finden sich in der Pflanze:

  • Allantoine
  • Heliosupin
  • Pyrrolizidinalkaloide (z.B. Heliosupin und Consolidin)

Das Gewächs gehört zu den zwei- bzw. mehrjährigen Pflanzenarten und wird bis zu einem Meter groß. Der Stängel ist borstig, die Blätter haben eine länglich-schmale Form. Die Pflanze trägt Blüten, die am oberen Ende des Stängels als lockere Traube sitzen und zunächst rötlich-rosa sind, später aber eine blaue Farbe annehmen.

Als Standort bevorzugt die Pflanze trockene, steinige Stellen. Sie wächst vor allem an Wegrändern, in Steinbrüchen, auf Waldlichtungen oder an Böschungen. Um auf trockenem Untergrund überleben zu können, bildet die Pflanze lange Pfahlwurzeln aus, mit denen sie auch an weiter entferntes Wasser gelangt.

Blauer Natternkopf - Heilwirkung der Heilpflanze

Blauer Natternkopf hat vor allem erweichende, harntreibende, lindernde und schweißtreibende Eigenschaften.

Blauer Natternkopf - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Pflanze kann gegen Husten, Fieber, Kopfschmerzen, Verstauchungen, Quetschungen, Wunden, Hautrötungen, Furunkel, eiternde Wunden oder Nagelbettentzündungen eingesetzt werden. Auch bei Unterschenkelgeschwüren (offene Beine) findet sie Anwendung.

Früher wurde ihr die Eigenschaft zugesprochen, gegen Schlangenbisse wirksam zu sein.

Blauer Natternkopf - Anwendung der Heilpflanze

Leider wird die Pflanze trotz ihrer Heilwirkungen heute kaum noch als Arzneipflanze eingesetzt. Eine innerliche und äußerliche Anwendung ist bei dieser Pflanze möglich. Man verwendet dafür entweder das Kraut (trocken oder frisch) oder aber die Wurzel.

  • Blauer Natternkopf stand früher in dem Ruf, bei Schlangenbissen zu helfen. Diese Ansicht hat die Pflanze vermutlich dem Umstand zu verdanken, dass ihre Blüten Ähnlichkeit mit Schlangenköpfen besitzen. erinnern. Damit entsprach die Anwendung der damals bekannten Signaturenlehre.

Äußerliche Anwendung

Für eine äußerliche Anwendung zur Behandlung von Hautproblemen oder Verletzungen am Bewegungsapparat kann die Wurzel zu einem Brei oder einer Salbe verarbeitet und dann auf die entsprechenden Hautpartien aufgetragen werden.

Die blühenden Spitzen kann man ebenfalls fein zerkleinern und als Breiumschlag verwenden, beispielsweise bei Entzündungen des Nagelbettes.

Innerliche Anwendung

Für die innerliche Anwendung eignet sich ein Tee aus dem getrockneten oder noch frischen Kraut der Pflanze.


Quellen

Lang, Angelika: Blumen: Die wichtigsten Arten entdecken und bestimmen
Malm, Liesel: Meine liebsten Wildkräuter: Neues von der Kräuter-Liesel mit ihren besten Rezepturen
Blauer Natternkopf


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