Borretsch: Steckbrief der vielseitigen Heilpflanze

Borretsch: Steckbrief der vielseitigen Heilpflanze

Borretsch - Die wichtigsten Fakten

  • Borretsch oder Gurkenkraut wird in der Phytomedizin und Küche verwendet.
  • Stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum.
  • Besonders auffällig sind die behaarten Blätter und die Blüten.
  • Enthält unter anderem Pyrrolizidinalkaloide.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Borretsch als Heilpflanze

Borretsch ist ein Raublattgewächs und trägt in der Botanik den wissenschaftlichen Namen Borago officinalis.

Borago officinalis ist zwar die botanische Bezeichnung für das Heilkraut. Über die Jahre haben sich diverse - und teils regional verschiedene - Trivialnamen entwickelt. Dazu gehören unter anderem:

  • Gurkenkraut
  • Blauhimmelstern
  • Liebäuglein
  • Kukumerkraut.

Die Pflanze Borago officinalis gehört zur Pflanzengattung Borago oder Borretsch. Letztere ist wiederum Bestandteil der Familie Boraginaceae.

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet von Borago officinalis liegt im Mittelmeerraum. Von verbreitete sich die Pflanze über Europa - und erreichte nach der Kultivierung in Frankreich zum Beispiel Deutschland. Inzwischen ist Borretsch auch in Nordamerika zu finden.

  • Eigentlich ist die Blüte der Pflanze bläulich. Allerdings sollte man sich nicht wundern, auf einige kultivierte Ableger mit hellen Blüttenblättern zu stoßen.

Gesammelt wird die Pflanze in den Monaten von Juni bis August.

Borago officinalis ist eine Pflanze mit sehr vielen Inhaltsstoffen. Dazu gehören zum Beispiel die Pyrrolizidinalkaloide. Letztere gelten als leberschädigend. Aber: In der Pflanze sind viele weitere - und auch nützliche WIrkstoffe enthalten. Dazu zählen:

  • Schleimstoffe und Gerbstoffe
  • Saponin
  • diverse ätherische Öle.

In den Samen der Pflanze ist ein hoher Gehalt von Linolsäure vorhanden.

Der aus dem Mittelmeerraum stammende Borago officinalis ist nicht nur in der Küche als Gurkenkraut bekannt. Die Pflanze kann mehr. Gerade die verschiedenen Inhaltsstoffe sorgen dafür, dass Volks- und Phytomedizin Borago officinalis für sich entdeckt haben - etwa gegen verschleimte Atemwege.

Borretsch - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Stoffe im Gurkenkraut haben bei einer Einnahme ganz unterschiedliche Wirkung. So wird der Pflanze in der Volksheilkunde nachgesagt, beruhigend und entzündungshemmend zu wirken. Letzteres dürfte ein Grund sein, warum Borago officinalis auch äußerlich bei Ekzemen als Heilkraut Verwendung gefunden hat.

Borretsch - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

In der Naturheilkunde wird Borago officinalis als Pflanze beschrieben, die gegen Melancholie hilft und positive Wirkung auf das Herz hat. Darüber hinaus setzt die Pflanzenmedizin auch die Wirkung bei Ekzemen oder verschleimten Atemwegen.

Borretsch - Anwendung der Heilpflanze

Aufgrund der verschiedenen Wirkungen, welche Borago officinalis erzielen kann, hat sich eine umfassende Zahl von Anwendungen entwickelt. In der Volksheilkunde ist neben dem Einsatz gegen innerliche Leiden auch die Verwendung als Bad oder Waschung dokumentiert.

Äußerliche Anwendung

Von außen kann Borago officinalis zum Beispiel bei Ekzemen oder zur Unterstützung der Wundheilung in der Naturheilkunde verwendet werden. Hierzu wird die Pflanze als Bad oder Waschung - ausgehend von einer Tinktur - genutzt.

Innerliche Anwendung

Die Volksheilkunde setzt bei Borretsch auf die Wirkung gegen Melancholie und die Stärkung des Herzens. Für die Phytomedizin sind weitere Aspekte interessant. Innerlich kommt die Pflanze Borago officinalis vorrangig als Tee zum Einsatz.


Quellen

Bühring, Ursel: Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde: Grundlagen - Anwendung - Therapie
Reingruber, Sandra: Erste-Hilfe-Kräuterführer für unterwegs
Hofmann, Helga: Wildkräuter und Beeren: Die wichtigsten Arten entdecken und bestimmen


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