Brechwurzel als Heilpflanze

brechwurzel

Brechwurzel - Die wichtigsten Fakten

  • Die Heimat der Brechwurzel ist Mittel- und Südamerika.
  • Die Pflanze ist sehr giftig!
  • Sie wurde früher als Heilpflanze verwendet, heute wird sie fast nicht mehr genutzt.
  • Das Gewächs kann starke Vergiftungserscheinungen hervorrufen.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Brechwurzel als Heilpflanze

Brechwurzel
Sammelzeit
  • März
  • April
  • Mai
Heilwirkung
Anwendung
  • Fertigpräparat

Die Brechwurzel heißt mit wissenschaftlichem Namen Cephaelis ipecacuanha.

Die Pflanze ist auch bei uns unter Bezeichnungen wie Gewöhnliche Haselwurz, Speiwurzel, Ruhrwurzel oder Kopfbeere bekannt. Auch ihr portugiesischer Name Ipecacuanha(wurzel) und ihre spanische Bezeichnung Ipecacuana wird bei uns manchmal verwendet.

Das Gewächs gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae).

Ursprünglich kommt das Gewächs aus den tropischen, tiefgelegenen Regenwäldern von Mittel- und Südamerika. Man findet sie also in Nicaragua, Costa Rica, Kolumbien, Panama, Ecuador und Brasilien. Manchmal taucht die Pflanze in Südamerika und auch in Indien auf, wo man versucht hat, sie zu kultivieren.

Die Brechwurzel wächst eigentlich viel zu langsam, als dass sie auf Plantagen anbauen könnte. Dennoch wurde es immer wieder versucht, um sie für medizinische Zwecke zu nutzen.

Die folgenden Inhaltsstoffe sind in der Pflanze enthalten:

  • Alkaloide
  • Emetin
  • Cephaelin
  • Saponine
  • Stärke

Die in Mittel- und Südamerika heimische Pflanze wächst als Strauch. Dabei erreicht sie Wuchshöhen von circa 50 Zentimetern. An der Hauptwurzel, also am Wurzelstock, bildet das gewächs viele kleinere Wurzeln aus. Diese sind werden durch dicke, geringelte Rinde ummantelt. Während des Wachstums entwickelt sich ein alleinstehender, kurzer kurzer Stamm. Er besitzt lediglich am oberen Ende Blätter. Zur Blütezeit entsteht dann eine sehr kleine, zierliche Blüte mit weißer Färbung.

  • Vorsicht! Die Brechwurzel (Ipecacuana) ist sehr giftig! Bei Verzehr kann es zu blutigen Durchfällen, Krämpfen kommen. Auch Schockzustände bis hin zum Koma sind möglich.

Die Brechwurzel wird heute aufgrund ihrer Giftigkeit nur noch sehr selten für die Behandlung von Beschwerden benutzt, da das Risiko für eine Vergiftung zu hoch ist.

Brechwurzel - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze besitzt vor allem schleimlösende, amöbizide Wirkung.

Brechwurzel - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Pflanze wurde früher gegen Husten eingesetzt. Als Brechmittel dient sie heute nur noch, wenn ein Patient aufgrund einer Vergiftung zum Erbrechen gebracht werden muss.

Brechwurzel - Anwendung der Heilpflanze

Die Brechwurzel sollte aufgrund ihrer giftigen Wirkung ausschließlich äußerlich, im homöopathischen Bereich oder in in Form von Fertigpräparaten angewendet werden.

Früher wurde die Pflanze als Hustenmittel gegen Bronchitis im Anfangsstadium verwendet. Heute wird es hierfür nicht mehr genutzt, da es bessere und vor allem ungefährlichere Alternativen gibt.

Äußerliche Anwendung

Eine äußerliche Anwendung der Pflanze ist nicht bekannt, da sie bei Kontakt mit der Haut allergische Reaktionen hervorrufen kann.

Innerliche Anwendung

Zur innerlichen Anwendung kommt die Pflanze heute ausschließlich in Form von Ipecacuana-Sirup. Sämtliche Zubereitungen, in denen die Pflanze enthalten ist, sind verschreibungspflichtig und nur mit einem Rezept zu bekommen. Fertigpräparate sind normalerweise nicht erhältlich.


Quellen

Dreyer, Eva-Maria: Essbare Wildkräuter und ihre giftigen Doppelgänger: Wildkräuter sammeln - aber richtig
Reichling, Jürgen: Arends Volkstümliche Namen der Drogen, Heilkräuter, Arzneimittel und Chemikalien
Vonarburg, Bruno: Homöotanik: Extravagante Exoten. Bd. 4
Arnold, Max / Fischer, Bernhard / Hager, Hermann / Lenz, Wilhelm: Hagers Handbuch der Pharmaceutischen Praxis: Für Apotheker, Ärzte, Drogisten und Medicinalbeamte


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