Dornige Hauhechel – alte Heilpflanze zur Entwässerung

Dornige Hauhechel – alte Heilpflanze zur Entwässerung

Dornige Hauhechel - Die wichtigsten Fakten

  • Das Kraut fand bereits in Schriften des Altertums Erwähnung und wird bis heute in pharmazeutischen Produkten und Tees verwendet.
  • Das Kraut und die Wurzel enthalten Wirkstoffe, welche den Stoffwechsel und die Entwässerung anregen.
  • Es kann therapeutisch zum Beispiel bei Gicht, Rheuma, Nierengrieß und Hauterkrankungen verwendet werden.
  • Schwangere sollten es allerdings nur nach Rücksprache mit einem Arzt verwenden.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Dornige Hauhechel als Heilpflanze

Dornige Hauhechel
Sammelzeit
  • Juni
  • Juli
  • September
  • Oktober
  • November
Heilwirkung
Anwendung

Die Dornige Hauhechel wird unter der Bezeichnung Ononis spinosa geführt.

Durch die traditionelle Anwendung über Jahrtausende hinweg sind viele weitere Bezeichnungen dokumentiert, unter anderem folgende:

  • Weiberkrieg
  • Eindorn
  • Eselskraut
  • Schafhechel
  • Heudorn
  • Weiberklatsch
  • Ochsenkraut
  • Steinwurzel
  • Eisengras
  • Weiberklatsch

Das Kraut gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler, den Faboideae.

Die Pflanze ist in ganz Europa verbreitet und auch in höheren Gebirgslagen zu finden.
Sie gedeiht auf Freiflächen wie Feldern oder Wiesen.

Gesammelt werden die Blätter und die Wurzel, gemäß folgender Jahreszeiten:

  • Wurzel: September bis November
  • Blätter: Juni und Juli

Das Kraut kann in pharmazeutischer Qualität auch in Apotheken erworben werden.
Es ist ebenfalls Bestandteil mancher im Handel erhältlicher Blasen- und Nierentees.

Diese Wirkstoffe sind in Blättern und Wurzeln enthalten:

  • Saponine
  • Flavonoide
  • Onosid
  • Onocol
  • Onocerin
  • Gerbstoff
  • Ätherische Öle
  • Zitronensäure

Unter den Heilpflanzen ist dieses Kraut ein „alter Bekannter“ und wurde bereits im Altertum (Griechenland) von Dioskurides aufgrund seiner Heilwirkung beschrieben.

Die entwässernde Wirkung etablierte das Kraut zu einem wirksamen Mittel bei Beschwerden im Bereich der Nieren- und Stoffwechselerkrankungen.

In der vorindustriellen Landwirtschaft wurde die Pflanze jedoch eher als Übel angesehen,
da die tiefgreifenden Wurzeln beim Pflügen von Feldern hinderlich waren.
Auch die Ernte von Hand wurde durch das dornige Kraut erschwert.

Höchst beliebt war es jedoch bei Eseln, welche die Pflanze sehr gerne verzehren.
Die Tiere sind auch Namensgeber für den Hauhechel, die Bezeichnung Ononis aus dem Griechischen bedeutet schlichtweg „Esel“.

Dornige Hauhechel - Heilwirkung der Heilpflanze

Folgende Wirkungen werden mit dem Mittel erzielt:

  • harntreibend
  • harnsäureausscheidend
  • blutreinigend
  • entwässernd
  • blutstillend
  • stoffwechselfördernd

Dornige Hauhechel - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Bei diesen Beschwerden oder Erscheinungen kann das Kraut eingesetzt werden:

  • Gicht
  • Harnsäureüberschuss
  • Rheuma
  • Ödeme
  • Nierengrieß
  • Blasenschwäche
  • Nierenfunktionsschwäche
  • Lymphgefäßstauungen
  • Hauterkrankungen
  • Zur Behandlung von Ödemen (Wasseransammlungen im Gewebe) aufgrund von Herz- und Nierenerkrankungen ist das Kraut nicht geeignet! Eine langfristige Eigenbehandlung sollte grundsätzlich mit einem Arzt besprochen werden.

Dornige Hauhechel - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze wird vorwiegend innerlich eingesetzt.

Äußerliche Anwendung

Äußerliche Anwendungen sind nicht hinlänglich dokumentiert.

Innerliche Anwendung

Es werden die Wurzel und die Blätter der Pflanze verwendet.

Aus dem getrockneten Kraut und den Wurzeln kann ein Tee aufgegossen werden.

Zudem können Zubereitungen aus der Wurzel verwendet werden:


Quellen

Vonarburg, Bruno: Homöotanik

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