Drüsiges Springkraut - Heilpflanze mit indischem Ursprung

Drüsiges Springkraut - Heilpflanze mit indischem Ursprung

Drüsiges Springkraut - Die wichtigsten Fakten

  • Drüsiges Springkraut gehört zu den Balsaminengewächsen.
  • Die Pflanze stammt ursprünglich vom indischen Subkontinent.
  • Es benötigt zum Wachsen feuchte Wald- und Uferlandschaften.

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Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Drüsiges Springkraut als Heilpflanze

Drüsiges Springkraut
Sammelzeit
  • April
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
Heilwirkung
Anwendung

Drüsiges Springkraut wird häufig auch als Indisches Springkraut, Himalaya-Balsamine oder Rotes Springkraut bezeichnet. Sein wissenschaftlicher Name lautet Impatiens glandulifera. Der Begriff Impatiens bedeutet "Ungeduld", der Beiname glandulifera kann mit "Drüsen tragend" übersetzt werden.

  • Den Namen Springkraut verdankt die Pflanze der Tatsache, dass bei Erreichen der Reife die Samen bis zu 7 Meter weit aus der Blüte herausgeschleudert werden, was aussieht, als wenn sie herausspringen.

Das Kraut besitzt auch altertümliche Namen wie Riesenbalsamine (Balsaminaceae) oder Bauernorchidee, die es aufgrund seiner Größe von fast 2 Metern Höhe sowie der Ähnlichkeit mit Orchideen erhielt.

Die Pflanze stammt zwar ursprünglich aus der Region des Himalaya, wurde aber im 19. Jahrhundert als Zierpflanze nach Amerika und Europa eingeführt und hat sich aber in den letzten 50 Jahren in fast allen Regionen der Erde ausgebreitet. Sie gehört zu den einjährigen Pflanzen. Sie sterben also nach ihrer Reifezeit ab.

Eine Eigenart des Springkrauts ist es, einheimische Vegetation zu verdrängen, wenn es in einem Gebiet Fuß gefasst hat. Daher wird es von vielen als Eindringling betrachtet und seine weitere Ausbreitung bekämpft.

Die Pflanze kann ihre Wirkung als Heilkräuter durch verschiedene Inhaltsstoffe entfalten. Die wichtigsten Wirkstoffe sind:

Einleitend ist zu sagen, dass Drüsiges Springkraut eine Pflanze mit zwei Gesichtern ist. Einerseits hat die aus Indien stammende Pflanze ein attraktives Erscheinungsbild und zählt zu den Heilpflanzen, andererseits ist sie in unserer Flora ein Eindringling, der sich immer weiter ausbreitet und andere Pflanzen von ihrem Territorium verdrängt.

Drüsiges Springkraut - Heilwirkung der Heilpflanze

Diese Pflanze ist als Heilpflanze bei uns nicht sehr bekannt. Es wird in der Medizin nur selten verwendet. Für eine Anwendung werden vor allem die Blüten und Samen der Pflanze verwendet. Seine rohen Blätter können bei übermäßigem Verzehr einen Brechreiz auslösen.

Drüsiges Springkraut - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Hauptsächlich wird es bei Insektenstichen, Hautpilz, und Hautreizungen angewendet. Zudem kann es bei Verdauungsproblemen helfen, da es eine verdauungsfördernde Wirkung besitzt.

Drüsiges Springkraut - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Entweder nutzt man sie als Salbe oder man bereitet einen Tee zu.

Äußerliche Anwendung

Zur äußerlichen Anwendung kann Drüsiges Springkraut in Form von Salbe verwendet werden. Bei Hautirritationen, Insektenstichen oder leichten Verbrennungen trägt man es auf die entsprechenden Hautpartien auf.

Innerliche Anwendung

Innerlich kann Drüsiges Springkraut als Tee verwendet werden. Er besitzt eine harntreibende Wirkung. Zudem kann er in verschiedenen Essenzen innere Unruhe und Stress verringern.


Quellen

Der Kosmos-Pflanzenführer: Über 900 Blumen, Bäume und Pilze 1200 Abbildungen
Hänicke, Philipp: Biologischer Vergleich zweier Neophyten. Mais und Drüsiges Springkraut
Baltisberger, Matthias / Nyffeler, Reto / Widmer, Alex: Systematische Botanik
Puhle, Annekatrin / Trott-Schepe, Jürgen / Möller, Birgit: Heilpflanzen für die Gesundheit.
List, P. H. / Hörhammer, Ludwig: Chemikalien und Drogen
Beiser, Rudi: Unsere essbaren Wildpflanzen: Bestimmen, sammeln und zubereiten.


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