Edelgamander – Heilpflanze und dekorative Wildblume

edelgamander

Edelgamander - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze ist in Süd- und Mitteleuropa beheimatet.
  • Sie wird seit dem Mittelalter als Heilpflanze verwendet.
  • Eingesetzt wurde hierbei vor allem als Hustenmittel und bei Verdauungebeschwerden.
  • Laut neuerer Erkenntnisse könne die Inhaltsstoffe jedoch auch Schädigungen der Leber verursachen.
  • Daher wird vom eigenständigen Gebrauch der Pflanze (Einnahme) über einen längeren Zeitraum hinweg abgeraten.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Edelgamander als Heilpflanze

Die lateinische Bezeichnung lautet Teucrium chamaedrys.

Im Volksmund wird das Kraut auch als Echter Gamander, Schaffkraut oder auch
Kalenderkraut bezeichnet.

Die Pflanze gehört zu den Lippenblütlern, den Lamiaceae.

Den Edelgmander findet man in ganz Europa, vor allem im süddeutschen Raum ist er häufiger zu finden.
Die Pflanze gedeiht an warmen und sonnigen Orten, wie Waldlichtungen und Feldrändern.

Sammelzeit ist August und September.

Folgende wirksame Bestandteile sind in Blättern und Kraut zu finden:

  • Ätherische Öle
  • Bitterstoffe
  • Gerbstoffe
  • Cholin
  • Monoterpen
  • Triterpensäure
  • Teucrein
  • Diterpene
  • Flavonoide

Der Edelgamander erblüht zart rosafarben an Wegrändern, Lichtungen und in Wäldern Mittel- und Südeuropas. Vor allem in den ländlichen Gegenden Süddeutschlands ist er häufig zu finden.

Er ist ein altgedientes Heilkraut mit therapeutischer Wirkung im Magen-Darm-Bereich und fand auch als Hustenmittel bei fest sitzenden Verschleimungen und Bronchialkrämpfen Verwendung.

Die neuesten Forschungsergebnisse ergaben jedoch, daß die Inhaltsstoffe in hoher Dosierung oder auch bei entsprechender Vorbelastung Leberschäden verursachen können. Hierzu gehören entzündliche Prozesse in Form einer Hepatitis oder auch die Zerstörung der Leberzellen (Leberzirrhose).
Von einer Einnahme sollte daher Abstand genommen werden, zumal für die beschriebenen Erkrankungen und Symptome Alternativen existieren.

Edelgamander - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Bestandteile können wie folgt wirksam sein:

  • adstringierend
  • tonisierend
  • anregend
  • harntreibend
  • entzündungshemmend

Edelgamander - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Positive Effekte können bei diesen Beschwerden erzielt werden:

  • Bronchitis
  • Husten
  • Asthma
  • Magenschmerzen
  • Blähungen
  • Verdauungsschwäche
  • Appetitlosigkeit
  • Gicht
  • Rheuma
  • Hautentzündungen
  • schlecht heilende Wunden

Edelgamander - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze kann innerlich und äußerlich angewendet werden.

Äußerliche Anwendung

Bei Hautproblemen und schlecht heilenden Wunden kann der Tee oder eine Tinktur aus
dem Kraut in Form von Umschlägen oder Kompressen aufgebracht werden.

Betroffene Hautstellen können auch mit sauberen, in Tee getränkten Tüchern abgetupft werden.

Bäder und Waschungen mit diesen Mitteln sind ebenfalls möglich.
Hier für kann der Tee in das Badewasser gegeben werden.

Innerliche Anwendung

Zur innerlichen Verwendung wird in erster Linie ein Tee zubereitet.

Das Kraut kann aber auch über mehrere Wochen in Wein angesetzt werden. Das so entstandene Tonikum wird in geringen Mengen (Schnapsglas) zur Stärkung und im Akutfall eingenommen.

  • Forschungsergebnisse weisen der Pflanze eine leberschädigende Wirkung zu! Von einer übermäßigen Verwendung und bei Lebererkrankungen wird die Einnahmen abgeraten! Im Zweifelsfall ist ein Arzt oder Apotheker zu konsultieren.

Quellen

Kowalchik, Claire / Hylton, William H.: Rodale's Illustrated Encyclopedia of Herbs: Germander
Vonarburg, Bruno: Homöotanki: Blütenreicher Sommer


Diesen Artikel teilen: facebook-30x32 twitter-30x32 google-plus-30x32

Auch interessant