Heilpflanze Eselsdistel

Heilpflanze Eselsdistel

Eselsdistel - Die wichtigsten Fakten

  • Die Eselsdistel besitzt viele positive Eigenschaften.
  • Unter anderem kann sie das Herz stärken und gegen Krebsgeschwüre helfen.
  • Ihre Heimat liegt in Europa und in Kleinasien.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Eselsdistel als Heilpflanze

Eselsdistel
Sammelzeit
  • April
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
  • November
  • Dezember
Heilwirkung
Anwendung
  • Fertigpräparat
  • Öl
  • roh
  • Saft

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet Onopordum acanthium. Dabei stammt das Wort Onopordum aus dem Griechischen und bedeutet Eselsblähung. Das Wort „acanthium“ wurde wiederum von den Stacheln abgeleitet.

Volkstümlich wird die Eselsdistel auch als Krebsdistel bezeichnet. Dies liegt daran, dass diese Pflanze gegen Krebsgeschwüre angewendet werden kann. Dazu nennt man sie allerdings auch Pudlhund, Widemannsstöck oder Faule Knechte.

Die Eselsdistel gehört zur Familie der Korbblütengewächse. Mit einer Höhe von bis zu 2,5 Meter zählt sie innerhalb der Pflanzenfamilie zu den größten Arten. Auffallend ist sie dabei insbesondere durch die Stängel sowie durch die Blätter, die silbrig scheinen.

Ursprünglich stammt die Pflanze aus Europa sowie aus Kleinasien. Mittlerweile ist sie allerdings auch in Nord- sowie in Südamerika, im südlichen Afrika und in Australien verbreitet. Dabei bevorzugt die Pflanze sandige, sommertrockene und lehm- sowie kalkhaltige Böden und gedeiht vor allem in warmen Ländern. Die Blütezeit der Distel beginnt meist im Juli und endet im September.

Zu den Inhaltsstoffen der Distel zählen sowohl Alkaloide als auch phenolische Verbindungen. Dazu findet man in der Pflanze Flavonglykoside sowie deren Aglykone. Weiterhin sind auch folgende Inhaltsstoffe in der Eselsdistel enthalten:

  • Aesculin
  • Sesquiterpenlacton
  • Cholin
  • Stachydrin
  • Gerbstoffe
  • Bitterstoff
  • Flavone
  • Kaffeesäure
  • Chinasäure

Wie der Name der Eselsdistel bereits preisgibt, wird sie gerne von Eseln verspeist. Dennoch können auch Menschen von den positiven Wirkungen der Pflanze profitieren. Dabei kann die Distel für verschiedene Erkrankungen sowie Beschwerden eingesetzt werden. Meist wird sie dabei innerlich verwendet. Um Wunden zu heilen, kann sie allerdings auch äußerlich eingesetzt werden.

Eselsdistel - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Wirkungen der Distel sind recht vielfältig. So wirkt die Pflanze einerseits herzstärkend und andererseits verdauungsfördernd. Dazu wirkt sie positiv bei vielen Erkrankungen sowie Beschwerden und besitzt zugleich eine wundheilende Wirkung.

Eselsdistel - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Pflanze wird unter anderem zur Wundheilung eingesetzt.

Eselsdistel - Anwendung der Heilpflanze

Verwendet wurde die Eselsdistel bereits in der Antike. Hier setzte man beispielsweise die Blätter und die Wurzel bei Genickstarre ein. Zu einem späteren Zeitpunkt wurden die Blätter sowie die Wurzel schließlich auch in der Volksheilkunde sowie in der Homöopathie verwendet. Dazu wird die Distel in der anthroposophischen Medizin als Heilpflanze eingesetzt. Zudem ist die Blüte der Pflanze in einigen Herz- und Kreislaufmitteln enthalten.

Äußerliche Anwendung

Angewendet wird die Pflanze vor allem bei Wunden und Verletzungen, die schlecht verheilen.

Innerliche Anwendung

Die Eselsdistel wird bei verschiedenen Beschwerden und Krankheiten innerlich angewendet. Hierzu zählt unter anderem:

  • Rachitis
  • Herzschwäche
  • Husten
  • Wassersucht
  • Krebsgeschwüre
  • Gallebeschwerden

Dazu kann die Pflanze bei Herz-Kreislauf-Problemen helfen, indem sie das Herz stärkt und den Kreislauf reguliert. Weiterhin regt sie zudem auch die Verdauung an.

  • Die Pflanze kann auch ideal roh verzehrt werden. Die jungen Stängel werden dabei geschält und anschließend gekocht. Die jungen Blätter sowie die Böden der Blütenköpfe werden hingegen als Gemüse verspeist.

Quellen

Fintelmann, Volker: Intuitive Medizin – Anthroposophische Medizin in der Praxis
Straub, Michael / Meyer, Frank: Die magischen 11 der helfenden Pflanzen
Freizeit Revue Redaktion: Freizeit Revue Natur-Apotheke – Teil 1
Madaus, Gerhard: Lehrbuch der biologischen Heilmittel, Band 3
Dreyer, Eva-Maria: Welche Wildkräuter und Beeren sind das? 130 Wildkräuter und Beeren einfach bestimmen
Spohn, Margot: Welche Blume ist das?
Hoppe, Heinz A.: Angiospermen


Diesen Artikel teilen: facebook-30x32 twitter-30x32 google-plus-30x32

Auch interessant