Essigrose – duftende Heilpflanze aus dem Garten

Essigrose – duftende Heilpflanze aus dem Garten

Essigrose - Die wichtigsten Fakten

  • Die Essigrose ist eine alte Rosensorte, aus der viele Züchtungen hervorgegangen sind.
  • Sie stellt die Urform der Rosensorten dar und wurde zu Heilzwecken in Klostergärten angebaut.
  • In der Wildform kaum noch zu finden und steht unter Artenschutz.
  • Die Inhaltsstoffe werden zu kosmetischen und therapeutischen Zwecken eingesetzt.
  • Unter anderem besitzt sie eine entzündungshemmende und krampflösende Wirkung.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Essigrose als Heilpflanze

Die lateinische Bezeichnung lautet Rosa gallica.

Weitere Bezeichnungen für die Pflanze sind unter anderem:

  • Hundertblättrige Rose
  • Gartenrose
  • Apothekerrose
  • Franzosenrose

Die Pflanze gehört zu den Rosengewächsen, den Rosaceae.

In freier Natur ist die Rose nur noch sehr selten anzutreffen.
Sie gedeiht in mittleren bis tiefen Höhenlagen in Laubwäldern und auf trockenen Wiesen.
Beheimatet ist sie in Mittel- und Südeuropa, jedoch nicht im Alpenraum.

Sie ist eine sehr robuste Rosensorte und kann an sonnigen Stellen im Garten angebaut werden.

Erntezeit der Blüten ist Juni bis August.

Folgende Inhaltsstoffe sind therapeutisch wirksam:

  • Ätherische Öle
  • Anthocyane
  • Gerbstoff
  • Gerbsäure
  • Geraniol
  • Saponine

Die Essigrose ist die Mutter vieler Rosenpflanzen, welche im Laufe der Jahrhunderte durch Züchtungen entstanden sind. Eine Urform der Rose wurde aus dem Orient nach Europa gebracht und unter anderem in Klostergärten kultiviert, angebaut und geerntet.

Das duftende Öl und angesetzte Essige dienten bereits im Orient zur Kosmetik und aromatischen Therapie. Bis in die heutige Zeit sind Rosenöle, wie zum Beispiel das Damaszener Rosenöl kostbare Inhaltsstoffe für die Parfum- und Pharmaindustrie.

  • Die Essigrose ist in freier Natur kaum zu finden, als robuste und anspruchslosere Rosenart Gartenpflanze ist sie jedoch einfach in eigenen Gärten anzupflanzen.

Essigrose - Heilwirkung der Heilpflanze

Folgende Eigenschaften werden den Inhaltsstoffen zugesprochen:

  • entzündungshemmend
  • schleimlösend
  • entkrampfend
  • adstringierend
  • blutreinigend
  • stimmungsaufhellend
  • beruhigend

Essigrose - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Rose kann bei Beschwerden vielfältig eingesetzt werden. Linderung wird bei Folgendem erzielt:

  • Entzündungen im Mundraum
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Verdauungsschwäche
  • Durchfall
  • Erkältung
  • Hauterkrankungen
  • Leichte Verbrennungen
  • schlecht heilende Wunden

Essigrose - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze kann innerlich und äußerlich verwendet werden.

Neben dem Anbau im Garten können auch fertige Produkte wie Tees oder Öle im Handel erworben werden.

Äußerliche Anwendung

Verwendung finden Tee, Essig, Öl oder Rosenwasser, welche aus oder mit den Blättern der Rosenblüten hergestellt werden.

Der Tee kann beispielsweise zum Gurgeln bei Entzündungen in Mund- und Rachenraum verwendet werden.
Schlecht heilende Wunden, leichte Verbrennungen oder Hautekzeme können mit Tee oder Öl behandelt werden.

Kosmetisch kann ein Essig aus den Rosenblättern bei fettiger und Mischhaut eine ausgleichende Wirkung aufweisen. Die Inhaltsstoffe fördern und schützen den Säureschutzmantel der Haut.

Umschläge auf der Stirn mit wohlduftendem Öl können Kopfschmerzen und Spannungsgefühl lösen.

Als Aromastoff hat der süße Rosenduft eine beruhigende und stimmungsaufhellende Wirkung.

Innerliche Anwendung

Die Rosenblätter können als Tee bei Erkältungen und leichten Durchfällen Linderung verschaffen.

Die frischen Blätter können als dekorative Beigabe auch in Salaten verzehrt werden.
Auch Desserts können mit kandierten Rosenblättern verfeinert werden.


Quellen

Iburg, Anne: Dumonts kleines Lexikon der Heilmittel
Hager, Herrmann: Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis

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