Farn – Heilpflanze bei Wurmbefall

Farn – Heilpflanze bei Wurmbefall

Farn - Die wichtigsten Fakten

  • Farne existieren bereits seit Jahrmillionen auf der Erde und gehören zu den ältesten Pflanzen überhaupt.
  • Es sind eine Vielzahl an Mythen und abergläubische Rituale bekannt, in welchen der Farn eine Rolle als Schutzpflanze spielt.
  • Zu Heilzwecken wurde in Europa vor allem der Echte Wurmfarn oder der Tüpfelfarn verwendet.
  • Wie der Name bereits preisgibt, wurde dieser vor allem bei Wurmbefall eingesetzt.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Farn als Heilpflanze

Farn
Sammelzeit
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
Heilwirkung
Anwendung

Die lateinische Bezeichnung des Echten Wurmfarns lautet Dryopteris filix-mas, der Tüpfelfarn wird mit Polypodium vulgare benannt.

Die traditionelle Anwendung und der Mystizismus der Pflanze brachten eine Vielzahl an volkstümlichen Bezeichnungen hervor, unter anderem wird der Farn auch wie folgt benannt:

  • Wurmfarn
  • Teufelskralle
  • Bandwurmkraut
  • Farnkraut
  • Farnmännlein
  • Federfarn
  • Flohkraut
  • Gemeiner Wurmfarn
  • Johanniswurz
  • Männliches Farnkraut
  • Waldfarn
  • Wanzenkraut

Die Pflanze gehört zu den Wurmfarngewächsen, den Dryopteridaceae.

Der Echte Wurmfarn ist in Europa, Asien und Nordamerika beheimatet.
Er kann auch bis in höheren Lagen um die 2000m vorgefunden werden.
Der Farn gedeiht in feuchten Wäldern, an Wegrändern, im Unterholz und an Gebüschen.

Arzneilich verwendet werden die Blätter und Wurzeln der Pflanze.

Die Blätter werden am Besten im Hochsommer geerntet, die Wurzeln hingegen im Spätsommer.

  • Die Wurzeln und Blätter des Farns enthalten Gifte! Es empfiehlt sich daher, Fertigpräparaten aus dem pharmazeutischen Handel den Vorzug zu geben!

Hauptbestandteil ist „Rohfilicin“. Dies ist ein Wirkstoffkomplex, vor allem bestehend aus Butanonphlorogluciden und Phloroglucinderivaten.

Ferner sind ätherische Öle und Gerbstoffe enthalten.

Farne sind eine der ältesten Pflanzen überhaupt, welche sich seit der Erdentstehung über Millionen von Jahren entwickelt haben. So wundert es nicht, daß sie über den ganzen Globus verstreut in unzähligen Arten anzufinden sind.

Auch ihre Anwendung als Heilpflanze hat eine lange Tradition und findet bereits in alten Schriften Erwähnung, so zum Beispiel bei Paracelsus (1493-1541).
Dabei kam die Pflanze aber nicht umhin, im Reich der Sagen, Mythen und des Aberglaubens zu landen. Im Mittelalter sprach man zum Beispiel den Sporen des Farns zu, sie würden unsichtbar machen, Soldaten würden vor Verletzungen geschützt oder die Samen zeigen verborgene Schätze an.

Heute weiß man um die Heilwirkung der verschiedenen Farn-Arten und deren Verwendung in der modernen Pharmazie.

Farn - Heilwirkung der Heilpflanze

Folgende Effekte werden durch die Inhaltsstoffe bedingt:

  • wurmtreibend
  • abführend
  • harntreibend
  • entzündungshemmend
  • galletreibend

Die enthaltenen Gifte bewirken bei Eingeweidewürmern eine Lähmung der Muskulatur und des Nervensystems.

Farn - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Pflanze ist bei folgenden Beschwerden wirksam:

  • Wurmbefall bzw. Darmparasiten
  • Husten
  • Verdauungsschwäche
  • Durchfall
  • Sodbrennen
  • Reizdarmsyndrom
  • Rheuma
  • Gicht
  • Krämpfe

Farn - Anwendung der Heilpflanze

Das Kraut kann innerlich und äußerlich angewendet werden.

Äußerliche Anwendung

Bei äußerlichen Anwendungen zur Behandlung von Gelenkbeschwerden können fertige Präparate angewendet werden.
Hier sind Salben oder Tinkturen erhältlich. Auch das Kraut selber kann zu Umschlägen oder Kompressen verarbeitet werden.

Innerliche Anwendung

Zur innerlichen Anwendung sind Fertigpräparate dringend empfohlen.
Hier sind Elixiere zur Verdauungsförderung oder Tabletten gegen Hustenreiz erhältlich.

Die Einnahme eines Tees ist ebenfalls möglich, es sollte aber auch hier der Erwerb und die Beratung in einem pharmazeutische gesicherten Rahmen stattfinden.


Quellen

Traversier, Rita / Staudinger, Kurt / Friedrich, Sieglinde: TCM mit westlichen Pflanzen

Diesen Artikel teilen: facebook-30x32 twitter-30x32 google-plus-30x32

Auch interessant