Fetthenne – Gewürz und Heilpflanze bei Geschwüren

Fetthenne – Gewürz und Heilpflanze bei Geschwüren

Fetthenne - Die wichtigsten Fakten

  • Die Fetthenne ist auch unter dem Begriff Mauerpfeffer bekannt.
  • Es existieren mehrere Arten der Pflanze, heilwirksam ist jedoch vor allem der Scharfe Mauerpfeffer.
  • Die dicken Blätter wurden auch als Gewürz verwendet, der ausgepresste Saft bei Geschwüren.
  • Ihre Wirksamkeit zur Behandlung der Epilepsie findet zwar in älteren Schriften Erwähnung, ist jedoch nicht erwiesen.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Fetthenne als Heilpflanze

Die Scharfe Fetthenne wird unter der lateinischen Bezeichnung Sedum acre geführt.
Außerdem wird noch die Weiße Fetthenne mit Sedum album benannt.

Ebenso gängige Bezeichnung ist Mauerpfeffer. Dieser Name ist auf die Verwendung der Pflanze als Gewürz zurückzuführen.

Außerdem ist die Pflanze noch unter dem Namen Tripmadam, Kleiner Hauslauch, Warzenkraut, Vogelbrot oder Steinkraut bekannt.

Fetthennen gehören zur Familie der Dickblattgewächse, den Crassulaceae.

Die Pflanze ist in Europa und westlichen Teilen Asiens beheimatet.
Sie gedeiht auf felsigen und sandigen Untergründen, an Mauern und trockenen Wiesen.

Fetthennen sind in ihrem Bestand gefährdet und sollte daher nicht wild gesammelt werden.
Eine Anpflanzung im Gartenbeet ist jedoch möglich.

Blütezeit ist Juni bis August, die Blätter sollten aber vorab im Mai geerntet werden, da mit der Ausbildung von Knospen die Wirksamkeit der Krauts nachlässt.

Folgende Bestandteile sind in den Blättern enthalten:

  • Die Pflanze ist leicht giftig!

Die Fetthennen sind dickblättrige und robuste Pflanzen, welche in ganze Europa zu finden sind.
Ihre weitere Bezeichnung als Mauerpfeffer deutet auf die Verwendung als Gewürz hin, die Blätter schmecken leicht scharf und pfeffrig.

Die Pflanze wird heute vor allem als Ziergewächs und für die Begrünung von Dächern verwendet, besitzt jedoch auch heilwirksame Inhaltsstoffe.
Äußerlich angewendet können die Beschwerden durch krebsartige Geschwüre, schorfige Hauterkrankungen oder leichte Wunden gelindert werden.

Beschrieben wird außerdem eine Wirksamkeit bei der Behandlung der „Fallsucht“, also der Epilepsie. Der Gehalt an Nervengiften oder die harntreibende Wirkung könnten hierfür der Grund sein. Diese Anwendung ist jedoch nicht durch neuere, wissenschaftliche Erkenntnisse untermauert.

Fetthenne - Heilwirkung der Heilpflanze

Den Bestandteilen werden folgende Wirkungen zugeschrieben:

  • brechreizerregend
  • harntreibend
  • entzündungshemmend
  • blutstillend
  • antiepileptisch

Fetthenne - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Bei folgenden Beschwerden wird der Einsatz der Pflanze als lindernd beschrieben:

  • Entzündungen
  • Schwellungen
  • Warzen
  • Geschwüre
  • leichte Wunden (Schnitt- oder Schürfwunden)
  • Nierengrieß
  • Wasseransammlungen (Ödeme)
  • Epilepsie (nicht wissenschaftlich erweisen)

Fetthenne - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze kann innerlich und äußerlich verwendet werden. Aufgrund ihrer Giftigkeit wird von einer innerlichen Anwendung jedoch abgeraten.

Äußerliche Anwendung

Der frische Pflanzensaft kann für Auflagen oder Kompressen zur Behandlung von Geschwüren verwendet werden.
Dies gilt ebenfalls für einen Sud, für dessen Herstellung die frischen Blätter mit kochendem Wasser übergossen werden.

Innerliche Anwendung

Die Blätter werden als Gewürz für beispielsweise Salate frisch verzehrt. Sie besitzen einen scharf-pfeffrigen Geschmack. Von weiteren inneren Anwendungen wird aufgrund des Giftgehaltes abgeraten.


Quellen

Trott-Tschepe, Jürgen / Puhle, Annekatrin / Möller, Birgit: Heilpflanzen für die Gesundheit
Dreyer, Eva-Maria: Essbare Wildkräuter und ihre giftigen Doppelgänger
Sobernheim, Joseph Friedrich: Handbuch der praktischen Arzneimittellehre


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