Fieberklee – Heilpflanze für den Magen

Fieberklee – Heilpflanze für den Magen

Fieberklee - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze wächst vor allem in Mooren und Sumpfgebieten.
  • Durch konsequente Trockenlegung der Lebensräume ist der Fieberklee stark gefährdet und steht unter Naturschutz.
  • Sie wurde in früheren Zeiten zur Behandlung fieberhafter Erkrankungen verwendet, diese Wirkung ist jedoch nicht nachgewiesen.
  • Die Pflanze besitzt vor allem eine magenstärkende und verdauungsfördernde Wirkung.
  • Gängigere Bezeichnung des Krauts ist Bitterklee.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Fieberklee als Heilpflanze

Fieberklee
Sammelzeit
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
Heilwirkung
Anwendung

Die lateinische Bezeichnung lautet Menyanthes trifoliata.

Folgende Bezeichnungen für die Pflanze sind außerdem bekannt:

  • Bitterklee
  • Magenklee
  • Sumpfklee
  • Dreeblatt
  • Wasserklee
  • Biberklee
  • Dreiblatt

Die Pflanze gehört den Enziangewächsen an (Menyanthaceae).
Mit andern Kleesorten ist die Pflanze nicht verwandt, die Bezeichnung nimmt lediglich Bezug auf die dem Klee ähnliche Blattform.

Der Klee ist in Europa, Asien und Nordamerika zu finden.
Die Ernte findet von Mai bis September während der Blütezeit statt.
Gesammelt werden hierbei die wirksamen Blätter.

  • Die Pflanze steht in Deutschland unter Naturschutz und darf nicht gesammelt werden! In Apotheken sind jedoch Tees und Fertigpräparate erhältlich, für deren Herstellung meist Importe aus Osteuropa verwendet werden.

Folgende wirksame Bestandteile sind in der Pflanze enthalten:

  • Bitterstoffglykoside (Menyathin und Meliantin)
  • Gerbstoffe
  • Alkaliode
  • Ätherische Öle
  • Flavanoide

Der Fieberklee ist auch unter dem gängigeren Namen Bitterklee bekannt.

Die Pflanze gedeiht in Sümpfen, Mooren und Feuchtbiotopen. Durch die Trockenlegung in der modernen Land- und Forstwirtschaft wurde dieser Lebensraum stark eingeschränkt.
Daher ist die Pflanze nur noch selten anzufinden und steht unter Naturschutz.

Die Bezeichnung Fieberklee beschreibt bereits ihren hauptsächlichen Einsatzzweck als Heilkraut, diese Wirkung ist jedoch nicht bestätigt. Vielmehr mag die Fiebersenkung durch die allgemein immunstärkenden Effekte bedingt sein.

Nachgewiesen ist jedoch die verdauungsfördernde Wirkung der enthaltenen Bitterstoffe. Daher wird die Pflanze auch zur Herstellung von Kräuterlikören verwendet.

Fieberklee - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Bitterstoffe sind in erster Linie im Magen-Darm-Trakt wirksam, hieraus ergeben sich unter anderem folgende Wirkungen:

  • verdauungsfördernd
  • sekretionsfördernd
  • appetitanregend
  • anregend (Magen-Darm)
  • tonisierend
  • immunstärkend
  • beruhigend

Fieberklee - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Als magenstärkendes Mittel kann die Pflanze bei folgenden Beschwerden verwendet werden:

  • Verdauungsstörungen
  • Völlegefühl
  • Blähungen
  • Appetitlosigkeit

Außerdem können Halsschmerzen oder Zahnschmerzen behandelt werden.

Fieberklee - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze wird nur innerlich angewendet.

Äußerliche Anwendung

Eine äußerliche Anwendung ist nicht bekannt.

Innerliche Anwendung

Die Pflanze wird als Tee oder Extrakt verwendet.
In Apotheken und im Drogeriehandel sind auch Fertigpräparate erhältlich.


Quellen

BUND Hessen: Fieberklee
Liath, Claudia: Der grüne Hain: Fieberklee
Fischer-Reska, Hannelore: Die Bitterstoff-Revolution
Hagers Handbuch der Pharmaceutischen Praxis: Bitterklee


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