Galbanum – aromatisches Räucherharz mit Heilwirkung

galbanum

Galbanum - Die wichtigsten Fakten

  • Galbanum ist das getrocknete Harz eines Doldengeschwächses aus dem Orient.
  • Dort hat die Verwendung eine Jahrhunderte alte Tradition.
  • Es wird vor allem zur Räucherung eingesetzt, auch äußerliche Anwendungen zur Hautbehandlung sind bekannt.
  • Durch die unter anderem krampflösende Wirkung wurde es zur Erleichterung von Geburten und bei Menstruationsproblemen verwendet.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Galbanum als Heilpflanze

Die Pflanze trägt den lateinischen Namen Ferula erubescens.
Die Bezeichnung für das verwendete Harz lautet Ferula gummosa.

Das Harz wird auch als Mutterharz bezeichnet.

Die Pflanze, welche das Harz liefert gehört zur Familie der Doldengewächse.

Die Pflanze wird im Iran und Afghanistan kultiviert.
Dort findet auch die Ernte des Gummiharzes statt.

Dieses wird als Abscheidung an der Wurzel gesammelt.

  • Genauere Angaben zur Erntezeit sind nicht bekannt.

Folgende Bestandteile sind enthalten:

  • Harz (ca. 60%, im Einzelnen nicht näher benannt)
  • Polysaccharide
  • Gummi
  • Ätherisches Öl

Galbanum ist das Harz einer im Orient beheimateten Pflanze.
Im Iran und in Afghanisten wird diese angepflanzt und das Harz geerntet.
Bereits in der Antike wurde es für Salbungen, Räucherungen und als Parfum genutzt.

Es wird auch in Bibel als Bestandteil des heiligen Räucherwerks erwähnt.

Die Heilkraft des Harzes konzentriert sich vor allem auf Beschwerden der weiblichen Geschlechtsorgane. Es wurde zur Erleichterung bei Geburten und bei Menstruationsproblemen verwendet. Auch äußerlich kam es durch seine entzündungshemmende Wirkung bei Hauterkrankungen zum Einsatz.

Galbanum - Heilwirkung der Heilpflanze

Nachgewiesene Wirkungen werden wie folgt beschrieben:

  • antibakteriell
  • entzündungshemmend
  • krampflösend
  • beruhigend
  • menstruationsfördernd
  • anregend

Galbanum - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Verwendung als Räucherung bei problematischen Geburten hat eine lange Tradition und war auch Namensgeber für die Bezeichnung Mutterharz.
Die moderne Medizin macht diesen Einsatzbereich jedoch obsolet.

Auch bei Menstruationsbeschwerden Räucherungen anzusetzen ist in der heutigen Zeit eher unüblich.

Äußerlich kann das Öl des Harzes jedoch zu kosmetischen Zwecken, bei Hauterkrankungen und rheumatischen Beschwerden eingesetzt werden.

Galbanum - Anwendung der Heilpflanze

Das Harz wird lediglich äußerlich angewendet.

Äußerliche Anwendung

Das Harz wird vor allem bei Räucherungen verwendet.
Zur Behandlung von Hautarealen und zu kosmetischen Zwecken kann ein Öl
auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden.

Auch in Form von Badezusatz oder Massageöl findet das Harz Erwähnung.

Als Zusatz bei Anwendungen mit heißen Kompressen kann es rheumatische Beschwerden lindern.

Innerliche Anwendung

Innerliche Anwendungen sind nicht belegt.


Quellen

von Bruchhausen, Franz: Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis
Mahboubi, M.: Ferula gummosa, a Traditional Medicine with Novel Applications

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