Heilpflanze Galläpfel

Heilpflanze Galläpfel

Galläpfel - Die wichtigsten Fakten

  • Galläpfel, auch Galleiche genannt, entstehen an Eichenblättern durch den Stich der sogenannten Gallwespe.
  • Die Gewebewucherungen werden in der Volksmedizin bereits seit Jahrhunderten zu Heilzwecken eingesetzt.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Galläpfel als Heilpflanze

Galläpfel
Sammelzeit
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name des Gallapfels lautet Gallae.

Die Gewebewucherung wird auch als Galleiche oder Gallapfeleiche bezeichnet, da sie an der Unterseite von Eichenblättern zu finden ist.

Bei der Galleiche handelt es sich nicht um eine Pflanze, sondern um eine Gewebewucherung an der Galleiche (Quercus infectoria). Die Galleiche gehört zur Familie der Buchengewächse und zur Gattung der Eichen.

Die Galleiche, an der die Gallapfeleiche entsteht, gibt es in Griechenland, der Türkei, Kleinasien, Vorderasien, Syrien, dem Iran und Indien. Die Gallapfeleiche wird auch importiert,. Quercus infectoria ist ein kleiner Baum oder Strauch. Die Gallapfeleiche bilden kugelförmige, bis zu 2,5 Zentimeter große, grünlich bis gelbbraune, harte Gebilde. Sie entstehen durch den Stich und die Eiablage der Gallwespe.

  • Die Gallapfeleiche wird noch vor dem entweichen der Insekten zu Heilzwecken gesammelt und verarbeitet.

Die wichtigstens Inhaltsstoffe der Galleiche sind unter anderem:

  • Gallotanningerbstoffe
  • Galllussäure
  • Ellagsäure
  • Stärke
  • Harz
  • Gummi
  • ätherisches Öl

Bei der Galleiche handelt es sich um ein ganz besonderes "Heilkraut". Denn eigentlich ist sie eine Gewebewucherung an den Blättern der Eiche, die aber schon lange in der Volksmedizin genutzt wird und deren Bestandteile auch in Präparaten der Schulmedizin zu finden sind.

Galläpfel - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Galleiche ist in ihren wässrigen und alkoholischen Zubereitungen für ihre antibakterielle, adstringierende, antioxidative, entzündungshemmende und larvizide Wirkung bekannt.

Galläpfel - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Man nutzt die Galleiche vor allem zur Gewinnung von Tannin, das gemeinsam mit Albumin unterstützend zur Behandlung von Durchfällen eingesetzt wird.

Galläpfel - Anwendung der Heilpflanze

Aus der Galleiche wird ein Pulver hergestellt, das für Abkochungen, Aufgüsse, Suppositorien und Salben verwendet werden kann. Im Handel sind Präparate erhältlich, die aus der Galleiche gewonnene Tanninalbuminate erhalten.

Äußerliche Anwendung

Äußerlich kann die Galleiche als Spülung und in Form von Salbe oder einer Tinktur angewendet werden. Sie soll auf diese Weise auch auf Wunden aufgebracht werden können, um dort ihre antibakterielle Wirkung zu entfalten.

Innerliche Anwendung

Innerlich wird die Galleiche als Aufguss oder Abkochung genutzt.


Quellen

Schrott, Ernst / Ammon, Hermann Philipp Theodor: Heilpflanzen der ayurvedischen und der westlichen Medizin. Eine Gegenüberstellung.

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