Gelbsenf – scharfe Heilpflanze und Gewürz

Gelbsenf – scharfe Heilpflanze und Gewürz

Gelbsenf - Die wichtigsten Fakten

  • Die Senfpflanze wird seit der Antike als Heilpflanze, Gewürz und Lebensmittel verwendet.
  • Auch im alten China wurde die Wirkung des Senfs geschätzt.
  • Neben dem Gelbsenf gibt es auch den Schwarzen Senf.
  • Dieser wird häufiger in der Pharmakologie verwendet, der Gelbsenf hingegen wird lediglich
  • als Kur oder Gewürz verwendet.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Gelbsenf als Heilpflanze

Gelbsenf
Sammelzeit
  • Januar
  • Februar
  • März
  • April
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
  • November
  • Dezember
Heilwirkung
Anwendung

Die lateinische Bezeichnung lautet Sinapis alba.

Weitere Bezeichnungen sind unter anderem:

  • Englischer Senf
  • Russischer Senf
  • Echter Senf
  • Speisesenf
  • Gartensenf
  • Die Pflanze kennt man auch unter der Bezeichnung Weißer Senf. Diese bezieht sich auf die Farbe der Senfsamen, während die Bezeichnung Gelbsenf die Farbe der Blüten beschreibt.

Die Pflanze stammt aus der Familie der Kreuzblütengewächse, den Brassicaceae.

Die Pflanze ist im Mittelmeerraum beheimatet und wird dort landwirtschaftlich kultiviert.
Auch in Teilen Asiens, Kanada, Nord- und Südamerika wird Senf angebaut.

Eigenen Senf im Garten oder auf dem Balkon zu ziehen ist auch möglich.
Die jungen Blätter können bereits nach wenigen Wochen geerntet werden,
die Samen meist im August nach dem Absterben der Blätter.

In freier Natur kommt die Senfpflanze seltener vor, diese wilde Sorte wird als Ackersenf bezeichnet. Die Inhaltsstoffe und die Verwendung gleichen nahezu dem des Gelbsenfs.

Senf als Gewürz kann in Form als Paste oder auch als einzelne Körner jederzeit im Handel erworben werden.

Folgende Bestandteile sind in den Senfkörnern enthalten:

  • Senföl
  • Senfölglykoside
  • Phenylpropanderivate (Sinapin)
  • fettes Öl
  • Ätherische Öle
  • Sterole
  • Schleimstoffe
  • Vitamin C

Senf ist eine der ältesten Gewürz- und Heilpflanzen. Man unterscheidet hier verschiedene Arten, primär finden aber der Gelbsenf (Weisser Senf) und der Schwarze Senf Verwendung. Durch die Kultivierung und den Anbau erübrigt sich die Sammlung des wilden Senfs in freier Natur (Ackersenf).

Der Gelbsenf dient in erster Linie als Gewürzpflanze, aus den Körnern wird die allseits bekannte
Paste hergestellt. Der Schwarze Senf hingegen wird vornehmlich in pharmazeutischen Fertigprodukten verarbeitet, kann aber auch verzehrt werden. Die Inhaltsstoffe sind mit dem des Gelbsenfs identisch, jedoch liegen diese in einer höheren Konzentration vor.
Dennoch kann auch der Gelbsenf als Heilmittel verwendet werden.

Gelbsenf - Heilwirkung der Heilpflanze

Folgende Wirkungen werden dem Senf zugeschrieben:

  • antibakteriell
  • anregend
  • pilzhemmend
  • harntreibend
  • krampflösend
  • schleimlösend
  • schmerzstillend
  • schweisstreibend
  • hautreizend

Gelbsenf - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Bei folgenden Beschwerden kann eine Anwendung Linderung verschaffen:

  • Appetitlosigkeit
  • Blähungen
  • Verdauungsstörungen
  • Verstopfung
  • Bronchitis
  • Schnupfen
  • Halsschmerzen
  • Rheumatische Beschwerden

Gelbsenf - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze kann innerlich und äußerlich angewendet werden.

Äußerliche Anwendung

Zur Förderung der Durchblutung bei rheumatischen Beschwerden können Senfpflaster oder Wickel hergestellt werden. Auch für durchblutungsfördernde Fußbäder kann Senf verwendet werden.

Im Handel erhältliche Fertigpräparate enthalten hier jedoch meist Schwarzen Senf als Wirkstoff.

Innerliche Anwendung

Senf wird als Gewürz meist als Beigabe zu Gerichten verzehrt.
Neben dem fertigen Senf in Pastenform können jedoch auch die Körner selbst eingenommen und als Gewürz verwendet werden.


Quellen

Vonarburg, Bruno: Homöotanik: Blütenreicher Sommer
Spektrum.de: Senfölglykoside

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