Heilpflanze Gewöhnliche Brechnuss

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Gewöhnliche Brechnuss - Die wichtigsten Fakten

  • Die Gewöhnliche Brechnuss ist zu Heilzwecken mit Vorsicht zu genießen - getreu nach dem Motto: die Dosis macht das Gift.
  • Denn sie beinhaltet das potentiell gifitge Alkaloid Strychnin und gehört zu den psychotropen Pflanzen.
  • Aus diesem Grund wird die Nuss heute hauptsächlich homöopathisch eingesetzt, auch wenn sie früher in der Volksmedizin eine größere Rolle spielte.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Gewöhnliche Brechnuss als Heilpflanze

Gewöhnliche Brechnuss
Sammelzeit
Heilwirkung
Anwendung

Wissenschaftlich wird die Brechnuss als Strychnos nux vomica bezeichnet.

Weitere Namen der Brechnuss sind Krähenaugenbaum und Strychninbaum.

Die Brechnuss gehört zur Familie der Brechnussgewächse (Loganiaceae) und zur Gattung der Brechnüsse (Strychnos).

Der Brechnussbaum gedeiht in trockenen Wäldern mit tropischem Klima. Die Heimat ist Nordaustralien. Kultiviert wird die Brechnuss inzwischen auch im tropischen Asien.

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen der Brechnuss gehören:

  • Strychnin
  • Brucin
  • Icajin
  • Novacin
  • Vomicin
  • Linolsäure
  • Palmitinsäure
  • Linolensäure
  • Die Brechnuss enthält das giftige Alkaloid Strychnin. Daher stammt auch der Name Strychninbaum für die Stammpflanze. Strychnin ist ein Krampfgift und hemmt im Rückenmark inhibitorische motorische Neuronen.

Die Brechnuss wächst an einem bis zu über zehn Meter hohen Baum mit leicht behaarten, elliptisch zugespitzten und gegenständig angeordneten Blättern. Die Blüten sind grünlich weiß und doldenartig. Die Früchte sind zunächst graugelb, wenn sie reif sind dann orange, kugelig und bis zu 4 cm groß mit einem weißen Fruchtfleisch und scheibenförmigen Samen - den Brechnüssen.

Spielten die Samen in der Volksmedizin auch eine größere Rolle gegen allerlei Krankheiten so wird eine Anwendung als Tonikum oder Bittermittel nicht empfohlen, da eine therapeutisch wirksame Dosis zugleich auch starke Nebenwirkungen haben kann. Es gibt die Brechnuss aber auch als homöopathisches Mittel in Form von Globuli.

Gewöhnliche Brechnuss - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Wirkung der Pflanze und ihre Anwendungsformen sind zum Großteil auf den mit Vorsicht zu genießenden Inhaltsstoff Strychnin zurückzuführen. Dieser führt bei höherer Dosierung zu überschießenden Reaktionen und Überreizungen. Er verstärkt Wahrnehmung und Sinneseindrücke. Bei niedriger Dosierung werden Atemsystem und Herz-Kreislaufsystem angeregt und die Sekretion der exogenen Drüsen des Verdauungstrakts steigen an. Die Brechnuss wird als homöoathisches Mittel zur Hemmung abnormer Magensäurebildung, zur Erhöhung der Sekretion des Darms, zur Entspannung und zur Regulation der Leberfunktion verabreicht.

Gewöhnliche Brechnuss - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

In der Völksmedizin wurde die Brechnuss bei Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, der Atemwege, des Herz-Kreislauf-Systems, gegen Augenerkrankungen, bei Nervosität, Depressionen, Migräne, Klimakterischen Beschwerden und unspezifischen Altersbeschwerden eingesetzt.

Auch im Ayurveda spielt die Brechnuss eine größere Rolle so zum Beispiel bei Appetitlosigkeit, Fieber und Anämien.

Gewöhnliche Brechnuss - Anwendung der Heilpflanze

Aufgrund der möglichen starken Nebenwirkungen sind alle Rezepturen mit Brechnuss streng verschreibungspflichtig. Die Anwendung sollte demnach nur auf Anraten eines Arztes und sehr kontrolliert erfolgen.

Äußerliche Anwendung

Über eine äußerliche Anwendung der Brechnuss ist nichts bekannt.

Innerliche Anwendung

Innerlich kann die Brechnuss theoretisch als Tinktur, Extrakt oder in Form von Globuli angewendet werden. Hierbei sollte man sich jedoch genauestens an die Anweisungen des Arztes halten.


Quellen

Bastigkeit, Matthias: Rauschgifte. Ein naturwissenschaftliches Handbuch.
Lackner, Roland: Energetische Spagyrik. Der Weg zu emotionaler, geistiger und seelischer Balance.
Prentner, Angelika: Bewusstseinsverändernde Pflanzen von A - Z.
Schrott, Ernst / Ammon, Hermann Philipp Theodor: Heilpflanzen der ayurvedischen und der westlichen Medizin. Eine Gegenüberstellung.
Puhle, Annekatrin / Trott-Schepe, Jürgen / Möller, Birgit: Heilpflanzen für die Gesundheit. 300 Pflanzen - neues und überliefertes Heilwissen.


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