Gilbweiderich als Heilpflanze

Gilbweiderich als Heilpflanze

Gilbweiderich - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze hat ihre Heimat in Eurasien.
  • Der Gewöhnliche Gilbweiderich zählt zu den Heilpflanzen.
  • Das Gewächs ist auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin beliebt.
  • Vor allem bei Magen- und Darmleiden ist ein Tee aus dem Pflanzenkraut hilfreich.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Gilbweiderich als Heilpflanze

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet Lysimachia vulgaris. Sie zählt zur Familie der Primulaceae (Primelgewächse).

Das Gewächs ist im Volksmund auch als Gemeiner Felberich oder Rispen-Gilbweiderich bekannt. In englischer Sprache bezeichnet man die Pflanze als Yellow Loosestrife.

Der Gilbweiderich gehört in die Unterfamilie der Myrsinengewächse (Myrsinoideae) und zählt damit zur großen Pflanzenfamilie der Primelgewächse (Primulaceae). Es gibt etwa 180 Arten, von denen etwa 150 auf der Nordhalbkugel der Erde zu finden sind.

Die Pflanze ist in Eurasien (Europa und Nordasien) beheimatet und hier vor allem in den gemäßigten und subtropischen Regionen. Er ist relativ selten und wächst in Deutschland gerne an hellen Waldlichtungen, Ufern, Sumpfbüschen, Gräben und feuchten Wiesen. Manchmal entdeckt man ihn aber auch in Trocken- oder Kalkgebieten.

Als Sammelzeit sind die Monate Juli und August anzusehen, da er in diesem beiden Monaten blüht.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe bezüglich der Heilwirkungen dieser Pflanze sind:

  • Gerbstoff
  • Kieselsäure
  • Saponine
  • ätherisches Öl
  • Schleimstoffe
  • Pektin

Die Pflanze gehört zu den sommergrünen, ausdauernden, krautigen Gewächsen. Sie ist winterhart und kann eine Höhe von über einem Meter erreichen. Der Stängel wächst aufrecht und ist im oberen Bereich oft verzweigt und weist eine leichte Behaarung auf. Die Blätter der Pflanze wachsen gegenständig.

Das Gewächs bildet traubig geformte und rispige Blütenstände aus, die sich am Ende bzw. in den Achseln der oberen Blätter befinden. Die Blüten selbst sind leuchtend gelb, immer fünfzählig und haben eine doppelte Hülle.

  • Den gelben Farbstoff aus den Pflanzenblüten kann man, beispielsweise in Verbindung mit Alaun, als Naturfarbe nutzen, um Textilien Seide oder Wolle einzufärben.

Gilbweiderich - Heilwirkung der Heilpflanze

Zu den wichtigsten Heilwirkungen der Pflanze gehören ihre antibakteriellen, adstringierenden, auswurffördernden, entzündungshemmenden und wundreinigenden Eigenschaften.

Gilbweiderich - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Aufgrund ihrer Heilwirkungen kann die Pflanze beispielsweise bei Blutgerinnungsstörungen, Bronchitis, Husten, Durchfall, Darmproblemen und Wunden helfen. Zudem wird sie oft bei Geschwüren, Nasenbluten, Zahnfleischbluten und Zahnfleischentzündungen eingesetzt.

Gilbweiderich - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze eignet sich für eine innerliche und äußerliche Anwendung. Hierfür wird vor allem das blühende Kraut genutzt. Seltener kommt die Wurzel zum Einsatz, meist in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Äußerliche Anwendung

Ein Tee aus Gilbweiderich kann zum Spülen oder auch Gurgeln bei Blutungen und Entzündungen im Mundraum genutzt werden. Auch für blutende oder schlecht heilende Wunden kann man die Pflanze äußerlich verwenden.

Innerliche Anwendung

Die Pflanze kann auch innerlich angewendet werden. Sie eignet sich beispielsweise als Tee, den man gegen Blutungen aller Art trinken kann. Er hilft zudem aufgrund seiner adstringierenden Wirkung bei Darmerkrankungen und Durchfällen. Bei Husten hilft das Trinken des Tees, weil er auswurffördernde Eigenschaften besitzt.

Ebenfalls möglich ist die innerliche Anwendung mit Hilfe einer zubereiteten bzw. gekauften Tinktur. Aber auch Globuli werden beispielsweise bei Durchfall verwendet.


Quellen

Malm, Liesel: Meine liebsten Wildkräuter: Neues von der Kräuter-Liesel mit ihren besten Rezepturen
Hecker, Katrin / Hecker, Frank: Kräuter, Beeren und Pilze: Bestimmen | Sammeln | Zubereiten
Stinglwagner, Gerhard / Haseder, Ilse / Erlbeck, Reinhold: Das Kosmos Wald- und Forstlexikon: Mit über 17.000 Stichwörtern
Der Kosmos-Pflanzenführer: Über 900 Blumen, Bäume und Pilze 1200 Abbildungen


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