Goldmelisse als Heilpflanze

goldmelisse

Goldmelisse - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze hat ihre Heimat in Nordamerika.
  • Bei den Oswego-Indianern war sie als Arzneipflanze bekannt.
  • Durch ihre vielen Heilwirkungen gilt sie als vielseitig einsetztbar.
  • Ein Tee aus Goldmelisse hilft bei zahlreichen Beschwerden.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Goldmelisse als Heilpflanze

Goldmelisse
Sammelzeit
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet Monarda didyma und sie gehört zur Familie der Lamiaceae (Lippenblütengewächse).

Man kennt die Pflanze im Volksmund auch als Monarde, Indianernessel, Pferdeminze, Riesenbalsam und Scharlach-Indianernessel. In englischer Sprache wird sie als Monarda bezeichnet.

Das Gewächs gehört zur Gattung der so genannten Monarden und somit in die Pflanzenfamilie der Lippenblütler (Lamiaceae). Die Gattungsbezeichnung verdankt die Pflanze dem spanischen Mediziner Nicolas Monardes, der im Jahre 1569 ihre Heilwirkung in einem seiner Werke beschrieben hat.

Die Goldmelisse stammt aus Nordamerika. Heute ist sie aber auch in unseren Gärten als Zierpflanze zu finden. Sie gedeiht vor allem in feuchten Regionen. Sie bevorzugt sonnige Plätze mit humosem Untergrund. Zudem braucht sie eine gute Wasser- und Nährstoffversorgung.

Die Sammelzeit für die Pflanze erstreckt sich über die Monate Juni bis September. Gesammelt werden die Blüten und das Kraut.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Pflanze bezüglich ihrer heilwirksamen Eigenschaften sind:

  • Ätherische Öle (Thymol, Carvacrol, Cymen, Geraniol, Linalol, Camphene)
  • Gerbsäure
  • Gerbstoffe
  • Bitterstoffe
  • Beta-Sitosterol
  • Valeriansäure

Das Gewächs zählt zu den mehrjährigen, ausdauernden, krautig wachsenden Pflanzenarten. Die Pflanze besitzt ein unterirdisch wachsendes Rhizom (Sprossachsensystem) und kann bis zu 1,5 Meter hoch werden. Ihr Stängel ist vierkantig und wächst aufrecht. An ihm entwickeln sich gegenständig wachsende Blätter sowie Blütenstände mit zwittrigen, fünfzähligen Blüten, die eine rote Farbe haben.

  • Schon die in Nordamerika heimischen Oswego-Indianer kannten Tee aus Goldmelisse als Heiltrank bei Beschwerden. Als im Jahr 1773 nach der berühmten Boston-Tea-Party kein Schwarztee zur Verfügung stand, mussten sich auch die Kolonialherren mit dem Goldmelissen-Tee anfreunden.

Goldmelisse - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze besitzt anregende, beruhigende, harntreibende, schleimlösende, schweißtreibende und auch hautreizende Eigenschaften.

Goldmelisse - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Goldmelisse kann bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt werden. Man verwendet sie bei Husten, Bronchitis, Fieber, Erkältungen, Magenschwäche, Blähungen und Übelkeit.

Die Pflanze hilft aber auch gegen Kopfschmerzen, Migräne, Schlaflosigkeit, Menstruationsproblemen, Wechseljahrsbeschwerden, Wunden (vor allem bei schlecht heilenden Wunden). Zudem können mit dieser Heilpflanze Würmer bekämpft werden.

Goldmelisse - Anwendung der Heilpflanze

Für die innerliche oder äußerliche Anwendung (beides ist möglich) werden vor allem das frische oder getrocknete Kraut sowie die Blüten verwendet. Für beide Arten der Anwendung nutzt man einen Tee.

Äußerliche Anwendung

Der Tee aus Goldmelisse kann in Form eines Umschlages, einer Waschung oder als Zusatz für ein Teilbad benutzt werden, um schlecht heilende Wunden zu behandeln.

Innerliche Anwendung

Auch für eine innerliche Anwendung kommt eine Teezubereitung zum Einsatz. Der Tee hilft gegen Husten, weil er den Schleim löst und gegen Erkältungen, da er für eine freie Atmung sorgt. Zudem wird er bei Migräne und Kopfschmerzen, Blähungen und Verdauungsbeschwerden, bei Schlaflosigkeit und Beschwerden während der Wechseljahre verordnet.


Quellen

Puhle, Annekatrin / Trott-Schepe, Jürgen / Möller, Birgit: Heilpflanzen für die Gesundheit: 300 Pflanzen - neues und überliefertes Heilwissen Pflanzenheilkunde, Homöopathie und Aromakunde
Bader, Christa: Wilde Kräuter und Heilende Pflanzen für Körper und Seele: Ein Kurs in Heilpflanzenkunde
Urbon, Barbara: Gesundes Wissen aus der Natur: Heilkräuter heute: für mehr Gesundheit
Osterauer, Florian: Kräuter von A-Z: Anbau, Heilwirkung und Verarbeitung
Vonarburg, Bruno: Homöotanik: Blütenreicher Sommer. Bd. 2


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