Habichtskraut als Heilpflanze

Habichtskraut als Heilpflanze

Habichtskraut - Die wichtigsten Fakten

  • Das Habichtskraut ist in Europa und Nord-Asien heimisch.
  • Die Pflanze gilt als vielseitige Arzneipflanze.
  • Ihre Heilwirkungen sind bei uns kaum bekannt.
  • Sie soll die Sehkraft stärken, was ihr vermutlich zu ihrem Namen verhalf.

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Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Habichtskraut als Heilpflanze

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet Hieracium pilosella und sie zählt zur Pflanzenfamilie der Asteraceae (Korbblütengewächse). Die Namensgebung ist der griechischen Bezeichnung "hierax" zu verdanken. Sie kann mit Habicht oder auch Falke wiedergegeben werden. Vermutlich weist sie auf die Enden der Blüten hin, welche Ähnlichkeit mit den Flügeln eines Habichts besitzen.

Das Gewächs ist auch als Felsenblümeli, Nagelkraut, Langhaariges Habichtskraut, Kleines Mauseohr, Mausröhrchen und Mausohr-Habichtskraut bekannt. Im englischen Sprachraum nennt man es Mouse-ear Hawkweed.

Das Habichtskraut gehört zur Gattung der Habichtskräuter und zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Zu seinen Verwandten zählen auch die Ringelblume, die Kamille und der Löwenzahn.

Die Pflanze ist nicht nur in Europa und Nord-Asien heimisch, sondern auch in Amerika. Sie kann bis in Höhen von 3000 Meter gedeihen.

Die Sammelzeit für das Habichtskraut sind die Monate Mai bis Oktober, in denen das blühende, frische Kraut geerntet werden kann.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind folgende:

  • Ätherische Öle
  • Bitterstoff
  • Flavone
  • Flavonoide
  • Gerbstoff
  • Gerbsäure
  • Schleim
  • Harz
  • Cumarine (Umbelliferon)

Die Pflanze gehört zu den mehrjährigen, krautig wachsenden Pflanzenarten. Sie kann bis zu 30 Zentimeter groß werden, gedeiht hauptsächlich auf Waldlichtungen, trockenen Wiesen sowie an Feldrändern.

Das Gewächs entwickelt eine Blattrosette mit lanzettlichen Blättern direkt am Boden. Auf einem kahlen Stängel blüht zwischen Mai und Oktober eine gelbe Blüte, die große Ähnlichkeit mit dem Löwenzahn hat, allerdings etwas kleiner ist. Aus der Ferne werden diese beiden häufig miteinander verwechselt.

  • Die Pflanze soll sich positiv auf die Sehkraft auswirken. Einer Legende nach verdankt der Habicht der Pflanze seine außerordentlich guten Augen. Dieser Legende soll die Pflanze angeblich ihren Namen verdanken.

Habichtskraut - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze zeichnet sich vor allem durch ihre adstringierende, beruhigende, blutbildende, entzündungshemmende und harntreibende Wirkung aus. Zudem wirkt sie schleimlösend, schweißtreibend und tonisierend.

Habichtskraut - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Das Gewächs dient zur Stärkung der Sehkraft und hilft bei Rachenentzündung, Halsentzündung, Mund- und Darmschleimhautentzündungen, Durchfall und Leberbeschwerden.

Aber auch gegen Magenschleimhautentzündung, Blasensteine, Nierensteine, Herzschwäche, Kreislauferkrankungen, Wassersucht, Ödeme und Menstruationsbeschwerden kann sie eingesetzt werden.

Habichtskraut - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze gilt als unbedenklich, hat einen bitteren Geschmack und kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Dazu nutzt man in den meisten Fällen eine Teezubereitung, die entweder getrunken oder für Spülungen und Waschungen verwendet wird.

Obwohl keine negativen Nebenwirkungen bekannt sind, sollte eine Verwendung der Pflanze als Arznei trotzdem mit einem Arzt abgestimmt werden.

Äußerliche Anwendung

Den Tee kann man äußerlich zum Gurgeln und Spülen des Mund- und Rachenraumes verwenden. Der frische, abgekühlte Tee kann auch für Waschungen und Spülungen der Augen genutzt werde.

Innerliche Anwendung

Für eine innerliche Anwendung wird ein Tee aus dem Kraut zubereitet und getrunken. Er soll bei Verdauungsbeschwerden, Herzproblemen und Wasser im Körper helfen.


Quellen

Puhle, Annekatrin / Trott-Schepe, Jürgen / Möller, Birgit: Heilpflanzen für die Gesundheit: 300 Pflanzen - neues und überliefertes Heilwissen Pflanzenheilkunde, Homöopathie und Aromakunde
Stinglwagner, Gerhard / Haseder, Ilse / Erlbeck, Reinhold: Das Kosmos Wald- und Forstlexikon: Mit über 17.000 Stichwörtern

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