Haferwurz als Heilpflanze

haferwurz

Haferwurz - Die wichtigsten Fakten

  • Haferwurz ist im Mittelmeerraum heimisch.
  • Die Antike kannte die Pflanze bereits als Arzneipflanze.
  • Das Wissen um ihre Heilwirkungen ist weitgehend verlorengegangen.
  • Sie kann bei Gallen- und Lebererkrankungen helfen und dient Diabetikern als Stärkeersatz.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Haferwurz als Heilpflanze

Haferwurz
Sammelzeit
  • April
  • Mai
  • August
  • September
  • Oktober
Heilwirkung
Anwendung

Die Pflanze ist unter dem wissenschaftlichen Namen Tragopogon porrifolius bekannt und zählt zur Pflanzenfamilie der Asteraceae (Korbblütler).

Die Pflanze ist im Volksmund unter Trivialnamen wie Austernpflanze, Habermark, Hafermaukel, Haferwurzel, Lauchblättriger Bocksbart, Markwurz, Weißwurzel, Milchwurz und Purpur-Bocksbart bekannt. Der englische Sprachraum kennt das Gewächs als Oyster Plant oder Common Salsify.

Der Haferwurz gehört zur Gattung der so genannten Bocksbärte (Tragopogon) und damit zur Pflanzenfamilie der Korbblütengewächse (Asteraceae).

Die Haferwurz hat ihre Heimat im Mittelmeerraum, wurde im Mittelalter auch bei uns angebaut, verlor jedoch irgendwann ihre Bedeutung. Heute erlebt sie bei uns durch den Trend zur gesunden Ernährung einen neuen Aufschwung.

Für die verschiedenen Teile der Pflanze gibt es unterschiedliche Sammelzeiten. Im Frühjahr werden die Triebe und Blüten geerntet, im Herbst können dann die Wurzeln gesammelt werden.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe im Bezug auf die heilwirksamen Eigenschaften der Pflanze sind:

Vor allem das enthaltene Inulin hat große Bedeutung, denn es fungiert als Stärke-Ersatz. Da es den Blutzuckerspiegel nicht verändert, kann Inulin in der Ernährung von Diabetikern Verwendung finden.

Haferwurz zählt zu den zweijährigen Pflanzenarten. Im zweiten Jahr kann sie bis zu 120 Zentimeter groß werden. Damit sie gut wächst, braucht sie lockeren, sandigen und tiefgründigen Boden, der ihr viele Nährstoffe liefern kann. Für ein gutes Wachstum benötigt die Pflanze auch reichlich Sonneneinstrahlung.

Während des ersten Frühlings bilden sich die rosettenartigen Blätter aus. Der Pflanzenstängel wird erst im zweiten Lebensjahr gebildet. Am oberen Ende entwickeln sich schließlich große, violette Blüten, die sich nur morgens öffnen und nach einigen Tagen bereits wieder verblüht sind.

  • Die Pflanze wurde bereits in der Antike von römischen und griechischen Heilkundigen erwähnt (Theophrastos, Dioskurides, Plinius). Sie empfehlen sie zur Stärkung von Galle und Leber.

Haferwurz - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze hat vor allem abführende, blutreinigende, harntreibende, krampflösend und allgemein lindernde Eigenschaften. Dadurch ist sie geeignet für den Einsatz gegen unterschiedliche Beschwerden.

Haferwurz - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Das Gewächs spielt in der Ernährung von Diabetikern eine Rolle. Zudem wird es bei Arteriosklerose, Blasenerkrankungen, Bluthochdruck, Gallenerkrankungen, Leberschwäche und Verstopfungen eingesetzt.

Haferwurz - Anwendung der Heilpflanze

Für die meist innerliche Anwendung werden vor allem die Wurzeln, Triebe und Blüten der Pflanze verwendet.

Äußerliche Anwendung

Hinweise auf eine äußerliche Anwendung sind nicht vorhanden.

Innerliche Anwendung

Die einfachste Form der innerlichen Anwendung ist der Verzehr der Pflanze, wobei man die Wurzeln, Triebe und Stängel vorher kochen sollte. Die Blüten können roh gegessen werden.

Die Zubereitung eines Tees ist sicher möglich, aber in der Naturheilkunde nicht sehr verbreitet.


Quellen

Bechstein, Johann Matthäus: Dr. J.M. Bechstein's Forstbotanik: Enthaltend Forstkräuterkunde oder Naturgeschichte der deutschen Forstkräuter
Schilling, Samuel: Ausführliche Naturgeschichte des Pflanzen-und Mineralreichs in systematischer Ordnung
Wiersema, John H. / León, Blanca: World Economic Plants: A Standard Reference, Second Edition
Dobel, Carl Friedrich: Synonymisches Wörterbuch der in der Arzneikunde und im Handel vorkommenden Gewächse
Maurizio, Adam: Die Geschichte unserer Pflanzennahrung: von den Urzeiten bis zur Gegenwart


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