Harnkraut - Mittelalterliches Heilkraut gegen Nierenleiden

Harnkraut als Heilpflanze

Harnkraut - Die wichtigsten Fakten

  • Harnkraut ist ein Heilkraut, das flach auf sandigen Böden wächst.
  • Früher wurde sie als Nierenkraut bezeichnet, weil sie bereits im 16. Jahrhundert als wirksames Heilmittel gegen Nierenerkrankungen galt.
  • Der Pflanze wird insbesondere eine harntreibende Wirkung nachgesagt.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Harnkraut als Heilpflanze

Harnkraut
Sammelzeit
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
Heilwirkung
Anwendung

Die wissenschaftliche Bezeichnung der Pflanze lautet Herniaria glabra.

Die Pflanze ist unter weiteren volkstümlichen Namen bekannt:

  • Blasenkraut
  • Nierenkraut

Das Kraut gehört zur Familie der Nelkengewächse.

Das Kraut wächst hauptsächlich im gemäßigten Klima und kommt in weiten Teilen Europas und Westasiens vor. Die Blütezeit beginnt im Juli und reicht bis in den Herbst hinein, die Sammelzeit ist von Juni bis September.

Die Pflanze enthält Saponine, Flavonoide, Cumarine und einige ätherische Öle.

Das Kraut ist eine niedrig wachsende, ein- bis mehrjährige Pflanze, die höchstens bis zu drei Zentimeter hoch wächst. Das Kraut wächst verzweigt am Boden entlang und kann bis zu 30 Zentimeter lang werden. Die Blätter sind leuchtend grün, die Blüten weiß. Nach der Blütezeit bildet sich eine Nussfrucht mit schwarzen Samen.

Das Kraut war bereits im Mittelalter als Arzneimittel bekannt und wurde bei Blasen- und Nierenerkrankungen eingesetzt. Auch heute kann das Heilkraut in Form von Dragees oder Toniken in Apotheken gekauft werden.

Die Heilwirkung von Harnkraut

Die Pflanze hat eine krampflösende, harntreibende und auswurffördernde Wirkung.

Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze Harnkraut?

Das Heilkraut kann bei Blasen- und Nierenleiden, sowie bei Geschlechtskrankheiten, Bluthochdruck und Atemwegserkrankungen angewendet werden.

Anwendungen von Harnkraut

Die Pflanze kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden.

  • Zwar gilt das Kraut seit langem in der Naturheilkunde als Heilpflanze, dennoch konnten wissenschaftliche Studien die Wirksamkeit nicht bestätigen. Bei akuten Nieren- oder Blasenerkrankungen sollte eine Behandlung mit Harnkraut daher immer nur unterstützend erfolgen.

Äußerliche Anwendung

Aus den frischen oder getrockneten Blättern und Wurzeln kann eine Tinktur gebrüht werden, die für Umschläge verwendet werden kann.

Innerliche Anwendung

Die Pflanze ist hauptsächlich für die innerliche Anwendung geeignet. Ein aus den Pflanzenteilen gebrühter Tee hat einen harntreibenden Effekt. Zudem kann dieser als Durchspülungstherapie bei Harnsteinen und Krämpfen eingesetzt werden.


Quellen

Liath, Claudia: Der grüne Hain


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