Haselwurz als Heilpflanze

Haselwurz als Heilpflanze

Haselwurz - Die wichtigsten Fakten

  • Die Pflanze ist in Europa heimisch.
  • Das Gewächs ist durch das enthaltene Asaron sehr giftig.
  • Haselwurz kann zu schweren Vergiftungen führen.
  • Sie wird heute nur noch homöopathisch als Arzneipflanze verwendet.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Haselwurz als Heilpflanze

Haselwurz
Sammelzeit
  • August
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet Asarum europaeum. Sie zählt zur Familie der Aristolochiaceae (Osterluzeigewächse).

Für diese Pflanze existieren eine Vielzahl von Trivialnamen. So ist sie im Volksmund als Aser, Hasenpappel, Drüsenkraut, Hexenrauch, Brechhaselkraut oder Hasel-Mönch bekannt.

Aber auch Bezeichnungen wie Hasenohr, Haselmünch, Haselmusch, Hasenpappel, Hasenpfeffer, Haselwort, Hasewurz, Hasselkräut, Hauswurzel und Kampferwurzel sind verbreitet.

Zudem wird die Pflanze Leberkraut, Mausöhrlein, Mausohren, Neidkraut, Natterwurz, Nierenkraut, Pfefferblätter, Scheibelkraut, Schlangenwurzel Spitze Haselwörz, Teufelsklaue, Vogelskappe, Weihrauchkraut, Wilder Nardus sowie Wilder Pfeffer genannt.

  • Diese zahlreichen Trivialnamen lassen auf die lange Bekanntheit der Pflanze als Arzneigewächs sowie die Beschwerden, bei denen sie früher angewendet wurde, schließen.

Das Gewächs gehört der Familie der Osterluzeigewächse (Aristolochiaceae) an.

Haselwurz ist ursprünglich in Europa heimisch. Allerdings kommt ist Pflanze inzwischen nur noch sehr selten zu finden.

Die heilwirksamen Inhaltsstoffe sind folgende:

  • Ätherische Öle
  • Asaron

Vor allem das enthaltene Asaron ist verantwortlich für die giftigen Eigenschaften der Pflanze.

Dieses Gewächs gedeiht am besten in schattenreichen Laubwäldern. Es mag am liebsten feuchte Stellen, die gerne kalkreich sein dürfen. Die Pflanze zählt zu den ausdauernden, immergrünen Pflanzenarten. Da sie maximal 10 Zentimeter groß wird, ist sie sehr unauffällig. Als Besonderheit entwickelt sie ein unterirdisches, nach Pfeffer riechendes Rhizom.

Eben aus diesem Rhizom wachsen im Frühling die neuen Blätter der Pflanze. Sie entwickeln sich meist in einer Zweiergruppe und haben die Form einer Niere. Aus den Achseln dieser Blätter wachsen dann in den Monaten April und Mai kleine Blüten, die eine dunkelrote Farbe haben und deren Form an Glocken erinnert. Meist ab Juni werden die kapselartigen Früchte reif, in denen sich die samen befinden.

Haselwurz - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze besitzt menstruationsfördernde und lindernde Eigenschaften.

Haselwurz - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Pflanze darf aufgrund ihrer giftigen Eigenschaften ausschließlich homöopathisch eingesetzt werden. Sie wurde früher vor allem als Brechmittel genutzt oder aber bei Hitzewallungen, Ischiasschmerzen, Menstruationsbeschwerden, Verstopfungen, Wassersucht, Ödemen, Erkältungskrankheiten, Husten und Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Auch für nervöse Erschöpfungszustände und sogar kalte Hände setzte man sie ein.

Haselwurz - Anwendung der Heilpflanze

Die Pflanze ist heute nur als homöopathisches Mittel erhältlich, meist unter der Bezeichnung Asarum. Das Mittel hilft gegen Erkältung, Husten und Magen-Darmbeschwerden, kann aber auch bei Reizmagen helfen.

  • Vorsicht! Die Pflanze ist aufgrund des enthaltenen Stoffes Asaron sehr giftig.Aus diesem Grund wird die Pflanze heute nicht mehr als Heilpflanze genutzt und sollte ausschließlich in der Homöopathie durch den Einsatz von Globuli Verwendung finden.

Äußerliche Anwendung

Hinweise zu einer äußerlichen Anwendung sind nicht vorhanden.

Innerliche Anwendung

Eine innerliche Anwendung darf ausschließlich in Form von Globuli stattfinden. Wichtig ist hierbei eine starke Verdünnung und damit eine sehr geringe Dosierung der Wirkstoffe.


Quellen

Kopf, Robert: Pflanzenheilkunde, Heilpflanzen für die Gesundheit - Phytotherapie zur Linderung und Heilung Ihrer Beschwerden
Lingg, Gerhard: VIA Naturalis: Heilpflanzen- Kompendium Alphabetisch mit klinischen Fachausdrücken, Indikationen und Synonymen
Hensel, Wolfgang: Welche Heilpflanze ist das?
Stumpf, Ursula: Heilpflanzen und ihre giftigen Doppelgänger: Heilpflanzen sammeln - aber richtig


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