Heilpflanze Hauhechel - Altbewährter Helfer aus dem Mittelmeerraum

hauhechel

Hauhechel - Die wichtigsten Fakten

  • Die heilende Wirkung der Hauhechel ist bereits seit dem Altertum bekannt.
  • Sie wird insbesondere zur Behandlung von Nierensteinen und zur Blutreinigung eingesetzt.
  • Zudem gilt sie als wassertreibende Pflanze und wird zur Behandlung von Harnwegserkrankungen verwendet.

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Hauhechel als Heilpflanze

Hauhechel
Sammelzeit
  • März
  • April
  • September
  • Oktober
Heilwirkung
Anwendung

Der wissenschaftliche Name der Hauhechel lautet Ononis.

Volkstümliche Bezeichnungen sind Weiberkrieg und Eindorn.

Hauhecheln gehören zur Pflanzengattung der Schmetterlingsblütler, die zur Familie der Hülsenfrüchtler zählen.

  • Es gibt circa 88 verschiedene Hauhechel-Arten. Insbesondere die Dornige Hauhechel (ononis spinosa) wird als Heipflanze verwendet.

Die Heilpflanze kommt insbesondere im europäischen Mittelmeerraum vor, zum Teil aber auch in Nordafrika und Westasien.

Die Hauhechel enthält wertvolle ätherische Öle, Flavonoide (Blütenfarbstoffe), Gerbstoffe, Glykoside (Zucker-Alkohol-Verbindungen), Gummi, Harz und Zitronensäure.

Die heilende Wirkung der Hauhechel war bereits im Altertum bekannt und wurde schon im 16. Jahrhundert in Kräuterbüchern erwähnt. Hauptanwendungsgebiete sind die Behandlung von Gicht, Nierensteinen und Harnwegserkrankungen. Die Pflanze ist ein mehrjähriger Strauch mit gefiederten, rosafarbenen Blüten. Heilwirkung entfalten nur die Wurzeln der Pflanze. In der Landwirtschaft wird die Pflanze aufgrund der vielfach verzweigten Wurzeln als Unkraut betrachtet, das insbesondere aufgrund der spitzen Dornen als sehr unangenehm gilt.

Hauhechel - Heilwirkung der Heilpflanze

Die Pflanze ist insbesondere aufgrund ihrer harntreibenden Wirkung bekannt. Aus diesem Grund wird sie primär zur Behandlung von Entzündungserkrankungen der Harnwege verwendet.

  • Für Personen, die an Ödemen leiden, ist eine Behandlung mit Hauhechelwurzeln nicht ratsam.

Hauhechel - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Das Heilkraut wird insbesondere zur Behandlung folgender Erkrankungen und Leiden verwendet:

  • Erkrankungen und Entzündungen der Blase
  • Harnwegserkrankungen, Harnsteine
  • Zahnfleischbluten und Zahnschmerzen
  • Gicht, Rheuma
  • Hautprobleme
  • Nierenerkrankungen

Hauhechel - Anwendung der Heilpflanze

Heilwirkung entfalten die Wurzeln der Pflanze. Diese werden pulverisiert oder in Tablettenform angeboten. Die Wurzeln eignen sich insbesondere zur Zubereitung von Tees, Tinkturen und Lösungen.

Äußerliche Anwendung

Gegen Hauterkrankungen und Ekzeme kann das Heilkraut als Tinktur mit einem Wattepad aufgetragen werden. Dafür werden etwa 1-2 Teelöffel der Wurzeln mit kochendem Wasser übergossen. Nach 30 Minuten werden die Wurzeln abgeseiht und die Tinktur auf die Haut aufgetragen.

Innerliche Anwendung

Das Heilkraut wird innerlich angewendet, um Bakterien auszuschwemmen. Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 6-12 Gramm der Wurzel. Eine gute Wirkung wird erzielt, wenn die Wurzeln als Tee eingenommen werden (2 Teelöffeln mit 250 Milliliter kochendem Wasser übergießen, ca. 30 Minuten ziehen lassen, davon eine Tasse täglich). Zudem können Hauhecheln auch als Tinktur eingenommen werden: 20 Gramm der Wurzeln werden mit 150 Milliliter Weingeist für 10 Tage angesetzt. Danach werden die Wurzeln abgeseiht. Von der Tinktur sollten täglich etwa 20 Tropfen mit Wasser verdünnt eingenommen werden.

Zur Behandlung von Zahnschmerzen oder Zahnfleischproblemen kann aus Hauhecheln auch eine Mundspülung zubereitet werden. Hierfür werden 2-3 Esslöffel der Wurzeln mit 500 Milliliter Apfelessig aufgekocht. Ein Schnapsglas dieser Lösung mit etwas Wasser verdünnt kann täglich als Mundspülung verwendet werden.


Quellen

Bader, Christa: Wilde Kräuter und Heilende Pflanzen für Körper und Seele: Ein Kurs in Heilpflanzenkunde
Buess-Kovacs, Heike: Gicht natürlich behandeln. Heilmittel, die für Linderung sorgen. Das können Sie selbst tun
Bühring, Ursel: Praxis-Lehrbuch Heilpflanzenkunde: Grundlagen - Anwendung - Therapie
Korn, Werner: Heimische Heilpflanzen: Bewährte Hausmittel für Gesundheit, Küche und Naturkosmetik
Liath, Claudia: Der grüne Hain


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