Heilpflanze Indianernessel

Heilpflanze Indianernessel

Indianernessel - Die wichtigsten Fakten

  • Bei der Indianernessel handelt es sich um eine Staude mit auffällig leuchtenden, in Scheinquirlen angeordneten Blüten.
  • In der Wildform ist das Kraut scharlachrot.
  • Die Nessel gibt es mit unterschiedlichen Aromen, das macht das Kraut zu einer perfekten Teepflanze.
  • Als Tee, Aufguss, TInktur, in Salben oder als Mazeration hilft die Pflanze bei Magen-Darm-Beschwerden, Menstruationsbeschwerden, Erkrankungen der Atemwege, Schmerzen und kleinen Wunden.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Indianernessel als Heilpflanze

Der wissenschaftliche Name der Pflanze lautet monarda didyma.

Im Volksmund ist das Kraut auch als Goldnessel oder Pferdeminze bekannt. Sie wird auch als Monarde bezeichnet. Diesen Namen verdankt sie dem spanischen Botaniker Monardes, der im 16. Jahrhundert ein Buch über die amerikanische Flora veröffentlichte.

Die Pflanze gehört zur Gattung der Monarda und damit zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae).

Ursprünglich stammt die Nessel aus Nordamerika. Doch ist sie auch schon seit langer Zeit in Europa heimisch. Sie wächst zum Teil wild und ist in den Gärtnereien in unterschiedlichen durch Artkreuzungen entstandene Kulturformen zu erstehen. Das Kraut wächst am besten an sonnigen Plätzen auf trockenem Boden.

Die Monarde enthält viele wichtige Inhaltsstoffe wie:

  • Gerbstoffe
  • Bitterstoffe
  • Farbstoffe
  • Anthocyane
  • ätherische Öle
  • Thymol
  • Carvacrol
  • Cymen
  • Geraniol
  • Linalol
  • Camphene

Die amerikanischen Ureinwohner brühten einen wohlschmeckenden Tee aus der Goldmelisse. Er sollte nicht nur dem Verdauungssystem gut tun und bei Magen- und Darmbeschwerden helfen, sondern auch die Nerven beruhigen.

  • Nach der Boston Tea Party wurden die Tees aus dem alten Europa boykottiert. Nun griff man auf die bei den Ureinwohnern schon seit Jahrhunderten beliebte Indianernessel als Schwarztee-Ersatz zurück. So erfreute sich die Pflanze immer größerer Beliebtheit und gelangte schließlich auch nach Europa.

Das Kraut hält sich in seiner ursprünglichen Form, wie sie bereits von den amerikanischen Ureinwohnern genutzt wurde bis heute auch bei uns und spielt eine wichtige Rolle für Bienen und Hummeln. Für uns Menschen ist ihre gesundheitliche Wirkung nicht zu unterschätzen. Die Goldmelisse wird bei verschiedensten Beschwerden in unterschiedlicher Form eingesetzt.

Indianernessel - Heilwirkung der Heilpflanze

Der Goldmelisse wird ein breites Wirkspektrum nachgesagt. Schon die amerikanischen Ureinwohner nutzten die Pflanze nicht nur wegen ihres Geschmacks, Sondern verwendeten sie zur Beruhigung des Magen-Darmtrakts und gegen Unruhe.

Indianernessel - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Die Monarde soll bei Erkrankungen der Atemwege wie Husten und Bronchitis, aber auch gegen Fieber, Magen-Darm-Beschwerden, Menstruations- und Wechseljahrsbeschwerden helfen. Zudem wirkt sie schlaffördernd, schmerzlindernd und schweißtreibend. Sie kann auch zu Hautpflege und zur schnelleren Heilung kleiner Wunden eingesetzt werden.

Indianernessel - Anwendung der Heilpflanze

Die Monarde kann innerlich und äußerlich angewendet werden.

Äußerliche Anwendung

Äußerlich kann die Indianernessel als Tinktur angewendet werden. Sie kann auch in Salben verarbeitet werden. Hierfür wird die Salbengrundlage mit den Blüten und Blättern der Goldmelisse angereichert. Anschließend lässt man die Salbe zwei Wochen ziehen bevor man sie anwedet. Die Salbe kann bei kleineren Wunden und gegen Schmerzen eingesetzt werden.

Alternativ können die Blüten und Blätter der Nessel auch in Olivenöl eingelegt werden, um so eine Mazeration zu bilden.

Innerliche Anwendung

Für eine innerlichen Anwendung werden zumeist die Blüten als Tee aufgebrüht.

  • Aus der Nessel lässt sich auch ein Sirup herstellen: Gut vier Handvoll der Blüten mit kochendem Wasser (fünf Liter) übergießen und 24 h zugedeckt ziehen lassen. Anschließend einen Teelöffel Zitronensäure und fünf Kilogramm Zucker zufügen. Den Sud noch einmal aufkochen und in Gefäße abfüllen. Gut verschlossen hält sich der Sirup lange und kann bei aufziehenden Erkältungen eingesetzt werden.

Quellen

Bader, Christa: Wilde Kräuter und Heilende Pflanzen für Körper und Seele. Ein Kurs in Heilpflanzenkunde.
Messner, Gertrude: Kräuterhandbuch. Altes Wissen neu entdeckt.
Schade, Julia / Nitsche, Sabrina / Bode, Tobias: Querbeet Band 7 (2016): Das große Gartenjahrbuch 2016.
Schönberger, Margit / Fellner, Rosi: Kühe essen Wiese auf: und andere Wahrheiten für Leute, die aufs Land wollen.
Readers'S Digest: Blütentraum im Garten: Zierstauden - Auswahl und richtige Pflege.


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