Heilpflanze indischer Lotus

Heilpflanze indischer Lotus

Indischer Lotus - Die wichtigsten Fakten

  • Beim indischen Lotus handelt es sich um eine Wasserpflanze mit starken, kriechenden Wurzeln.
  • Bei uns ist indischer Lotus hauptsächlich wegen des berühmten und von den Menschen gerne nachgeahmten "Lotuseffekts" bekannt: Die Pflanze besitzt die Fähigkeit zur Selbstreinigung.
  • In ihren Heimatländern wird die besondere Pflanze als heilig verehrt und nicht zuletzt auch wegen ihrer gesundheitlichen Wirkung geschätzt.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Indischer Lotus als Heilpflanze

Indischer Lotus
Sammelzeit
  • Juni
  • Juli
  • August
Heilwirkung
Anwendung

Die wissenschaftliche Bezeichnung des indischen Lotus lautet Nelumbo nucifera.

Volkstümliche Namen gibt es hierzulande nicht für den indischen Lotus. Allerdings variiert die Schreibweise und die Pflanze ist auch unter Lotos zu finden. Auf Englisch wird indischer Lotus als sacred lotus, auf Sanskrit als kamala bezeichnet.

Die indische Lotusblume gehört zur Familie der Lotusgewächse.

Der indische Lotus gedeiht in den warmen Gegenden Indiens auf Seen und Teichen bis auf 1000 Höhenmetern. Zudem findet man die Heilpflanze in den gemäßigten Klimazonen von Asien, Vietnam, Malaysia, Australien und Osteuropa. Die Blüten brauchen viel Wärme um gedeihen zu können und können daher nur in den Sommermonaten gesammelt werden.

Die indische Lotusblume enthält wichtige Inhaltsstoffe wie:

  • Gerbstoffe
  • Linolensäure
  • Linolsäure
  • Alkaloide (zum Beispiel Nuciferin und Nornuciferin)

Die Lotusblume ist vor allem wegen ihrer großen Schönheit bekannt. Die zartrosa Blüten stehen für Vollkommenheit und Liebe und es ist kaum verwunderlich, dass die Pflanze in Indien, China und Tibet als heilig angesehen wird und in der Mythologie ihrer Heimatländer eine wichtige Rolle spielt. Durch ihre selbstreinigenden Eigenschaften wurden die Lotusblumen im Buddhismus und im Hinduismus zudem zum Symbol für Reinheit. Desweiteren soll der Schöpfer des Universums nach der indischen Mythologie einer Lotusblume entsprungen sein.

  • Die Wurzeln des Lotus sind am Grunde eines Teichs oder Flusses verankert, während die Blätter auf der Wasseroberfläche schwimmen. Die Lotusblume hat sehr schöne große Blüten, die auf dicken Stängeln einige Zentimeter über dem Wasser sitzen. Die Lotuspflanze kann bis zu 150 Zentimeter hoch werden. Horizontal kann sie sich bis zu 3 Meter weit ausdehnen.

Von der Nelumbo nucifera als Heilpflanze kann die gesamte Pflanze verwendet werden, vor allem werden jedoch die getrockneten Blüten genutzt, aber auch Blätter, Samen, Staubfäden und die Wurzeln.

Indischer Lotus - Heilwirkung der Heilpflanze

Lotus ist vor allem in der ayurvedischen Medizin zu Heilzwecken bekannt. Aber auch in der westlichen Medizin kann sie als Aufguss oder Tee genutzt werden.

Indischer Lotus - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

In der Ayurvedischen Medizin wird die gesamte Pflanze bzws. die getrockneten Blüten als Arzneimittel verwendet.

Nach der Lehre des Ayurveda sollen die Eigenschaften der Lotusblume Pitta- und Kapha-Störungen ausgleichen.

Zudem wird die Pflanze zur Kräftigung des Herz-Kreislauf-Systems, bei Magen-Darm-Beschwerden, gegen Fieber, Menstruationsstörungen und Schlafstörungen eingesetzt.

Lotus findet sich zudem in Kosmetik- und Pflegeprodukten.

  • Die Lotusblume hat einen bittere und zugleich leicht süßlichen Geschmack.

Indischer Lotus - Anwendung der Heilpflanze

Üblich für die Anwendung ist die Abkochung der getrockneten Blüten. Es können aber auch Wurzeln und Stengel zum Einsatz kommen. Diese werden ind er asiatischen Küche sogar beim Kochen verwendet.

Äußerliche Anwendung

Für die äußerliche Anwendung wird Lotus Pflege- und Kosmetikprodukten zugesetzt und ist beispielsweise in Cremes und Salben zu finden.

  • Lotus ist auch eine beliebte Duftnote in Parfüms.

Innerliche Anwendung

Für die innerliche Anwendung ist ein Aufguss bzw. ein Tee aus den getrockneten Blüten üblich. Es können aber auch die anderen Pflanzenteile - Stängel und Blüten - innerlich angewendet werden.


Quellen

Lim, T. K.: Edible Medicinal and Non-Medicinal Plants: Volume 11.
Nair, Vasudevan R.: Controversial Drug Plants.
Schrott, Ernst / Ammon, Hermann Philipp Theodor: Heilpflanzen der Ayurvedischen und der westlichen Medizin. Eine Gegenüberstellung.
Botanischer Garten Uni Mainz


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