Heilpflanze Jakobs-Greiskraut

Heilpflanze Jakobs-Greiskraut

Jakobs-Greiskraut - Die wichtigsten Fakten

  • Das Jakobs-Greiskraut wurde zwar in früheren Zeiten medizinisch genutzt, doch inzwischen wird von einer Anwendung zu Heilzwecken abgesehen, da die Pflanze giftige Stoffe enthält.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Jakobs-Greiskraut als Heilpflanze

Jakobs-Greiskraut
Sammelzeit
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
Heilwirkung
Anwendung

Das Kraut trägt den wissenschaftlichen Namen Senecio jacobea.

Die Pflanze ist auch unter dem Namen "Jakobs-Kreuzkraut" oder schlicht als "Jakobskraut" bekannt.

  • Den zweiten Teil des seines gebräuchlichen Namens - "Greiskraut" - hat die Pflanze übrigens seinen behaarten Fruchtständen zu verdanken, die an das weiße Haar älterer Menschen erinnern. Der erste Teil des Namens geht auf den Apostel Jakob zurück. Die ersten Blüten zeigt das Kraut nämlich um den Sankt Jakobstag (25. Juli) herum.

Das Greiskraut gehört zur Gattung der Korbblütler und zur Pflanzenfamilie der Senecio (Greiskräuter).

Die Pflanze ist über beinahe ganz Europa und über Nordasien verbreitet. Man findet das Kraut vor allem auf Weiden, im Wald und an Straßenrändern, auf sonnigen Hügeln und an Ufern. Die Blütezeit der Pflanze ist von Juni bis August.

Inhaltsstoffe im Jakobskraut sind:

  • Alkaloide
  • Gerbstoffe
  • Mineralsalze
  • Schleimstoffe

Wie auch andere Greiskraut-Arten enthält die Pflanze Pyrrolizidin-Alkaloide.

  • Die Pyrrolizidin-Alkaloide werden in der Leder zu giftigen Substanzen umgewandelt. Beim Menschen wurden bisher nur vereinzelt akute Vergiftungen durch das Kraut bekannt, doch können für den Menschen Pyrrolizidin-Alkaloid-Vergiftung durch geringe Mengen, die über einen längeren Zeitraum immer wieder zugeführt werden, womöglich gefährlicher als eine einmalige hohe Dosierung.

Weidetiere meiden die Pflanze übrigens instinktiv. Ist sie beisielsweise im Heu enthalten und wird so versehentlich doch mitgegessen treten bei den Tieren chronische Vergiftungen auf. Vor allem Rinder und Pferde sind hier gefährdet. Andere Tiere vertragen das Kraut besser.

Das Jakobs-Greiskraut ist eine von vielen Greiskrautarten, die sich recht stark ähneln. Es handelt sich um eine zwei- oder mehrjährige, kräftige, aufrechtstehende Pflanze. Sie kann bis zu einem Meter hoch werden und hat einen kantig gerillten, rötlich überlaufenen und locker behaarten Stängel. Die Blütenköpfchen sind auffallend goldgelb und bis zu 20 Millimeter breit. Sie stehen in dichten Doldentrauben. Die kleinen Frücte sind rau mit einer feinen Haarkrone, der das Kraut den zweiten Teil seines Namens verdankt. Heute wird es medizinisch kaum noch genutzt.

Jakobs-Greiskraut - Heilwirkung der Heilpflanze

Zu Heilzwecken wird das Jakobskraut inzwischen fast nur noch homöopathisch eingesetzt.

  • Das Kraut enthält auch krebserregende Inhaltsstoffe.

Jakobs-Greiskraut - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Früher wurde das Kraut gegen Angina, Durchfall, Husten, Hämorrhoiden, Nervosität, Insektenstiche und Parasiten des Darms eingesetzt. Heute wird das Kraut medizinisch aufgrund der enthaltenen Giftstoffe so gut wie nicht mehr genutzt. Homöopathisch wird das Kraut noch bei Gebärmutterblutungen eingesetzt.

Jakobs-Greiskraut - Anwendung der Heilpflanze

Früher wurden sämtliche Teile der Pflanze kurz vor dem Aufblühen, vor allem aber die Blätter und der Saft, innerlich und äußerlich angewendet.

  • Da die Pflanze giftig ist, ist bei der Dosierung äußerste Vorsicht geboten und sie wird inzwischen für gewöhnlich nur noch in homöopathischen Dosen verabreicht.

Äußerliche Anwendung

Eine äußerliche Anwendung des Krauts ist nicht mehr üblich. Auch über Hautkontakt können die enthaltenen Alkaloide giftig wirken.

Innerliche Anwendung

Die innerliche Anwendung ist nur noch in homöopathischen Dosierungen üblich.


Quellen

Beisser, Rudi: Essbare Wildkräuter und Wildbeeren für unterwegs: 140 Arten, über 300 Abbildungen.
Stinglwagner, Gerhard / Haseder, Ilse / Erlbeck, Reinhold: Das Kosmos Wald- und Forstlexikon. Mit über 17.000 Stichwörtern.

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