Heilpflanze Japanischer Staudenknöterich

Heilpflanze Japanischer Staudenknöterich

Japanischer Staudenknöterich - Die wichtigsten Fakten

  • Beim aus Ostasien stammenden Knöterich handelt es sich um eine auffällige Pflanze, die mit kräftigen Stängeln und breiten Blättern, sowie zahlreichen weißen Blüten versehen ist.
  • Bei uns ist Japanischer Staudenknöterich als Heilkraut wenig bekannt, in seinen Heimatländern wird er jedoch traditionell z.B. gegen Herz- und Lebererkrankungen genutzt.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Japanischer Staudenknöterich als Heilpflanze

Japanischer Staudenknöterich
Sammelzeit
  • Januar
  • Februar
  • März
  • April
  • Mai
  • Juni
  • Juli
  • August
  • September
  • Oktober
  • November
  • Dezember
Heilwirkung
Anwendung

In der Fachsprache wird der Staudenknöterich als "Polygonum cuspidatum" oder auch als "Fallopia japonica" bzw. "Reynoutria japonica" bezeichnet.

Der Japanische Staudenknöterich ist manchem auch als Schildblättriger Windenknöterich bekannt.

Der Japanische Staudenknöterich gehört zur Gattung der Fallopia, der Flügelknöterichgewächse und zur Familie der Polygonaceae (Knöterichgewächse)

Ursprünglich stammt die Pflanze aus Ostasien. Nach Europa wurde sie im 19. Jahrhundert als Zierpflanze gebracht. Der Staudenknöterich braucht viel Licht, ist aber ansonsten recht anspruchslos und verbreitet sich schnell. Dementsprechend ist er an unterschiedlichsten Orten zu finden, bevorzugt jedoch in feuchtem Boden.

Der Staudenknöterich hat seine Blütezeit von Juli bis September. Die wichtigsten Wirkstoffe befinden sich jedoch in der Wurzel. Diese kann natürlich das ganze Jahr über gesammelt werden.

Zu Heilzwecken ist der Staudenknöterich vor allem aufgrund seines Gehalts an Resveratrol beliebt. Studien deuten darauf in, dass Resveratrol Erkrankungen wie Arthritis oder Alzheimer entgegenwirkt. Dem Wirkstoff wird zudem eine antioxidative Wirkung und in diesem Zusammenhang eine vorbeugende Wirkung gegen Krebs nachgesagt.

Weitere wichtige Inhaltsstoffe des Knöterichs sind:

  • Quercetin
  • Isoquercetin
  • Rutin
  • Gerbstoffe

In Europa wurde der Japanische Staudenknöterich schon im 19. Jahrhundert angesiedelt. Damals kam er als Zierpflanze und Deckungspflanze und wurde darüber hinaus zur Begrünung von Böschungen genutzt. Der Staudenknöterich wird oft als Problempflanze angesehen. Er gehört zu den invasiven Neophyten. Er breitet sich sehr schnell aus und verdrängt bei uns inzwischen heimische Arten. Hat er sich einmal ausgebreitet ist er sehr schwer wieder weg zu bekommen.

  • 30 - 40 Zentimeter können die Schosse des Staudenknöterichs in milden Frühlingsnächten wachsen.

Doch der Staudenknöterich hat auch viel Gutes zu bieten. In seinen Heimatländern wurde und wird er traditionell als Heilpflanze genutzt. Zudem kann man ihn ähnlich dem Rhabarber als Nahrungsmittel verwenden. Man kann Kompott und Kuchen mit Staudenknöterich herstellen oder ihn als Gemüse verwenden.

Japanischer Staudenknöterich - Heilwirkung der Heilpflanze

Dem Staudenknöterich wird eine positive Wirkung auf Herz und Leber nachgesagt. Zudem soll er antiviral und antibakteriell wirken.

Japanischer Staudenknöterich - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

In seiner Heimat wird der Staudenknöterich gegen Herz- und Leberstörungen eingesetzt. Er soll auch der natürlichen Behandlung von Borreliose dienlich sein.

Japanischer Staudenknöterich - Anwendung der Heilpflanze

Traditionell verwendet man die Pflanze zu Heilzwecken als Tee oder Tinktur. Die Verarbeitung des Knöterichs zu Heilzwecken ist jedoch recht aufwendig. Denn verwendet werden hier die Rhizome, die augegraben, gesäubert, getrocknet und vermahlen werden müssen. Das so entstehende Pulver wird 20 Minuten gekocht, abgeseiht und dann als Tee getrunken.

Äußerliche Anwendung

Über eine äußerliche Anwendung des Staudenknöterichs ist nichts bekannt.

Innerliche Anwendung

Innerlich wird der Knöterich wie oben beschrieben als Tee oder Tinktur zu Heilzwecken angewendet. Zudem kann man von seinen Inhaltsstoffen profitieren, indem man ihn wie Gemüse verwendet und als Nahrungsmittel zu sich nimmt. Auch Süßspeisen können aus dem sauer schmeckenden Gewächs hergestellt werden.


Quellen

Arvay, Clemens G.: Hilfe, unser Essen wird normiert!
Berger, Markus: Unkraut - Heilkraut: Es stellt sich ein, wenn man es braucht.
Spohn, Margot: Was blüht denn da? Der Fotoband.
Storl, Wolf-Dieter: Der Selbstversorger. Mein Gartenjahr. Säen, pflanzen, ernten.
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen: Staudenknöteriche. Die unterschätzten Problempflanzen.


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