Heilpflanze Karde

Heilpflanze Karde

Karde - Die wichtigsten Fakten

  • Optisch ähnelt sie einer Distel, doch bildet sie ihre eigene Pflanzengattung.
  • Zu Heilzwecken wird sie nur noch selten verwendet, soll jedoch gegen Beschwerden mit dem Magen-Darmtrakt und weitere Krankheiten helfen.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Karde als Heilpflanze

In der Fachsprache wird die Pflanze Dipsacus fullonum genannt.

Volkstümliche Namen der Pflanze sind zum Beispiel Weberdistel oder Kratzkopf.

Die Pflanze gehört zur Gattung der Karden (Dipsacus) und zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae).

Die Kardendistel lässt sich gut im eigenen Garten anpflanzen. Die Wurzeln werden am besten zur Herbstzeit gesammelt, können aber auch im Winter und im Frühjahr geerntet werden.

Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen der Pflanze gehören:

  • Saponine
  • Scabiosid
  • Iridoide
  • Glykosid
  • Kalisalze

Die Pflanze ähnelt einer Distel und ist daher auch als Kardendistel bekannt. Ihre Blüten wurden in früheren Zeiten zum Kämmen von Wolle genutzt. Auch als Heilkraut ist sie schon lange bekannt, doch gerade heutzutage selten genutzt. Zu Heilzwecken wird lediglich die Wurzel verwendet.

Karde - Heilwirkung der Heilpflanze

Die ausgesprochen bitter schmeckende Pflanze wirkt entgiftend, galle-, harn- und schweißtreibend, antibakteriell und blutreinigend. Zudem stärkt sie das Immunsystem.

Karde - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Sie wird gegen Magen- und Gallenschwäche, Arthritis, Gicht, Rheuma, Hautkrankheiten und Kopfschmerzen angewendet.

Karde - Anwendung der Heilpflanze

Eine Anwendungsform der Pflanze ist zum Beispiel ein Tee aus den Wurzeln.

  • Kardenwurzeltee: 1/2 - 1 TL getrocknete Kardenwurzeln und 1 Tasse heißes Wasser. Die Blätter mit dem heißen Wasser überbrühen und 10 Minuten ziehen lassen. Der Tee ist ausgesprochen bitter und soll den Stoffwechsel und somit die Entgiftung anregen.

Um sich einen kleinen Vorrat anzulegen, kann man die Wrzeln auch gut zerkleinern und im Backofen trocknen.

Äußerliche Anwendung

Früher wendete man das sich in den großen Blättern der Karde ansammelnde Wasser als Schönheitswässerchen an.

  • Die Blätter der Pflanze formen an ihrer Basis eine Art Becken, in dem sich das Regenwasser sammelt. Dieses Becken wird von alters her als "Venusbecken" bezeichnet.

Als Tinktur oder Waschung wird die Pflanze noch heute äußerlich verwendet.

Innerliche Anwendung

Innerlich ist die Anwendung der Pflanze als Tee, Tinktur oder Aufguss möglich.


Quellen

Janascheck, Ulla / Richter, Elise: Hexenwerk. Wildkräuter-Sammelsurium rund um's Jahr.
Stinglwagner, Gerhard / Haseder, Ilse / Erlbeck, Reinhold: Das Kosmos Wald- und Forstlexikon. Mit über 17.000 Stichwörtern.
Storl, Wolf-Dieter: Mit Pflanzen verbunden: Meine Erlebnisse mit Heilkräutern und Zauberpflanzen.


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