Heilpflanze Knoblauchsrauke

Heilpflanze Knoblauchsrauke

Knoblauchsrauke - Die wichtigsten Fakten

  • Früher wurde die Knoblauchsrauke nicht nur als Würzkraut verwendet, sondern war auch ein beliebtes Heilkraut.
  • Die Pflanze wird vor allem wegen ihrer wundheilenden, verdauungsfördernden, schleimlösenden und antibakteriellen Wirkung geschätzt und gegen Husten, Asthma und anderen Atemwegsproblemen verwendet.
  • Das Kraut kann innerlich und äußerlich angewendet werden.

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Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Knoblauchsrauke als Heilpflanze

Wissenschaftlich wird die Knoblauchsrauke als "Alliaria petiolata" bezeichnet.

Weitere volkstümliche Namen für die Pflanze sind "Lauchkraut" und "Lauchhederich".

Das Lauchkraut gehört zur Gattung Alliaria und zur Familie der Kreuzblütengewächsen (Brassicales).

Beim Lauchkraut handelt es sich um eine einjährige, bisweilen auch zweijährige Pflanze, die fast in ganz Europa zu finden ist. Bevorzugt wächst sie in lichten Wäldern und an Waldrändern, zwischen Büschen und auch auf Schuttplätzen. Die Blütezeit liegt zwischen April und Juli. Von März bis Juli kann man die Blätter ernten.

  • Die Stängelblätter des Lauchkrauts ähneln den Fliederblättchen des giftigen Gewöhnlichen Schöllkrauts. Diese haben jedoch nicht den typischen Knoblauchgeruch.

Die charakteristischen Inhaltsstoffe des Lauchkrauts sind

Aufgrund des hohen Gehalts an Senfglykosiden wurde die Pflanze früher auch zur Senfherstellung verwendet.

Die Knoblauchsrauke erreicht eine Höhe von etwa einem Meter. Sie kann angepflanzt oder wild gesammelt werden. Das beste Erkennungsmerkmal der Pflanze ist der markante Knoblauchgeruch, den sie verstömt, wenn man die Blätter zwischen den Fingern zerreibt. Aufgrund dieses Knoblauchgeruchs hat das Kraut seinen Namen erhalten.

Früher wurde das Lauchkraut nicht nur als günstige Würzpflanze genutzt, sie war auch ein beliebtes Heilkraut. Heute sind ihre Heilwirkungen fast in Vergessenheit geraten und sie wird vorwiegend als Wildkraut zum Würzen von Salaten verwendet.

Knoblauchsrauke - Heilwirkung der Heilpflanze

Auch wenn ihre Anwendung als Heilpflanze inzwischen kaum noch üblich ist, sollte man diese nicht unterschätzen. Die Rauke wirkt auswurffördernd und durchblutungsfördernd, antibakteriell, wund- und blutreinigend, schleimlösend, entwässernd und verdauungsfördernd.

Knoblauchsrauke - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

In der Naturheilkunde wird das Lauchkraut vor allem bei Erkrankungen der Atemwege, Asthma und Husten angewendet. Auch bei Frostbeulen soll das Kraut helfen.

Knoblauchsrauke - Anwendung der Heilpflanze

Das Heilkraut kann sowohl innerlich, als auch äußerlich angewendet werden.

  • Knoblauchrauke sollte für eine bestmögliche Wirkung frisch verwendet werden, getrocknet verliert sie nicht nur ihr Aroma, sondern auch ihre Wirkung.

Äußerliche Anwendung

Für die äußerliche Anwendung kann man das Kraut zerquetschen und das Mus auf die Haut auftragen. So soll es z.B. gegen Frostbeulen helfen, indem es die Durchblutung fördert.

Auch in einer Salbe kann das Kraut verarbeitet und äußerlich angewendet werden.

Innerliche Anwendung

Aus den Blättern der Rauke lässt sich durch Auspressen ein Saft gewinnen. Dieser kann pur oder 1:1 mit Alkohol verdünnt wird und so teelöffelweise zu Heilzwecken eingenommen werden. Zudem kann das Lauchkraut als Tee oder Tinktur zubereitet und verwendet werden.


Quellen

Beiser, Rudi: Unsere essbaren Wildpflanzen: Bestimmen, sammeln und zubereiten.
Dreyer, Eva-Maria: Essbare Wildkräuter und ihre giftigen Doppelgänger: Wildkräuter sammeln aber richtig.
Heistinger, Andrea: Kräuter richtig anbauen: Das Praxisbuch für Biogarten, Topf und Balkon.
Hensel, Wolfgang: Welche Heilpflanze ist das? 170 Heilpflanzen nach Farbe bestimmen.
Laye, Evelyne: Wildkräuter-Smoothies - Pure Kraft aus der Natur.
Liath, Claudia: Der grüne Hain.
Malm, Liesel: Meine liebsten Wildkräuter: Neues von der Kräuter-Liesel mit ihren besten Rezepturen.
Wittmann, Katrin: Kräuter: 70 Küchenkräuter von A-Z. Mit Minirezepten zum Kennenlernen.


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