Heilpflanze Kohl

Heilpflanze Kohl

Kohl - Die wichtigsten Fakten

Mit der Kräuterhexe zur richtigen Heilpflanze

Welche Heilpflanze wirkt entzündungshemmend, angstlösend oder entkrampfend? Zu welcher Jahreszeit kann sie gesammelt werden? Unsere Kräuterhexe hilft, die geeignete Heilpflanze mit der gewünschten Wirkung zur passenden Jahreszeit zu finden.

Heilwirkung

Sammelzeit

Anwendung

Innerliche Anwendung

Äußerliche Anwendung

Kohl als Heilpflanze

Der lateinische Name des Kohls lautet Brassica. Die einzelnen Kohlarten haben natürlich genauere wissenschaftliche Bezeichnungen.

Volkstümliche Namen für das Gemüse sind Kappes oder Kraut.

Die Kohlarten gehören zur Familie der Kreuzblütler und zur Gattung Kohl.

Eine Heimat des Kohls ist Europa, aber er ist auch in Nordafrika und Asien zu finden. Die meisten Kohlarten sind typische Herbstgemüse und können im Oktober geerntet werden. Bei einigen - so beispielsweise beim Weißkohl - erstreckt sich die Erntezeit über einen längeren Zeitraum. Und man kann auch die frühe Ernte bevorzugen, wenn nur die jungen Blätter da sind und sich noch kein fester Kopf gebildet hat.

  • Das Gemüse sollte nur alle fünf Jahre auf derselben Fläche angebaut werden. So kann der Kohlhernie vorgebeugt werden, einer durch Parasiten verursachten Krankheit, die das Gemüse absterben lässt.

Die verschiedenen Kohlarten stecken voller Vitalstoffe und Vitamine. Die wichtigsten Inhaltsstoffe in rohem Weißkohl sind beispielsweise:

Darüber hinaus enthält der Weißkohl Eiweiß und Ballaststoffe.

Natürlich können die Inhalsstoffe zwischen den verschiedenen Kohlarten stark variieren, alle sind jedoch reich an Vitamin C und Ballaststoffen. Grünkohl enthält zudem besonders viel Eisen und Brokkoli hat einen hohen Anteil an Kalium und Kalzium. Kohl sollte aufgrund der Empfindlichkeit vieler Wertvoller Inhaltsstoffe nur bei geringer Hitze und möglichst kurz gegart werden.

Bei Kohl denken die meisten Menschen wohl eher an ein Nahrungsmittel, das gerne zur klassischen Hausmannskost gereicht wird - mal mehr, mal weniger kalorienreich zubereitet - und weniger an ein Heilmittel. Tatsächlich wurde das Gemüse bereits vor Jahrhunderten zu Heilzwecken eingesetzt und wegen seiner gesundheiltichen Wirkung geschätzt.

Heute wird das Gemüse mit seiner gesundheitlichen Wirkung wieder entdeckt und hat beispielsweise in den Vereinigten Staaten bereits Eingang in die gesundheitsbewusste Gastronomie gefunden.

Natürlich muss man zwischen den verschiedenen Kohlarten unterscheiden. Ernährungsphysiologisch und zu Heilzwecken spielen vor allem Grün- und Weißkohl, Brokkoli und Rosenkohl eine wichtige Rolle.

Kohl - Heilwirkung der Heilpflanze

"Arzt der Armen" nannte man früher den Kohl - was auf seine vielseitigen Heilwirkungen verweist. Mit Hilfe des Gemüses machte man Breiumshcläge gegen Arthritis, bei Zerrungen und Kopfschmerzen. Auch gegen Durchfall und andere Magen-Darm-Krankheiten werden de Kohlarten empfohlen. Verschiedenen Kohlarten werden auch aufgrund ihrer desinfizierenden, wundheilungsfördernden und antientzündlichen Wirkung eingesetzt.

Kohl - Bei welchen Leiden hilft die Heilpflanze?

Allen voran der Weißkohl, aber auch andere Kohlarten verfügen über den sogenannten Anti-Ulcus-Faktor, der unsere Magenschleimhäute schützt und so die Entstehung von Geschwüren verhindern kann. Schon in der Volksmedizin nutzte man Weißkohl bei Magengeschwüren und in den 1950er Jahren konnte der Medizinprofessor Garnett Chenes von der Stanford University die Erfahrungen aus der Naturheilkunde wissenschaftlich bestätigen.

Kohlblätter können auch bei schlechter Wundheilung (z.B. bei Diabetikern) eingesetzt werden.

Der Brokkoli als Kohlart soll aufgrund seines sehr hohen Gehalts an Sulforaphanen wirksam gegen Darmkrebs sein.

Kohl - Anwendung der Heilpflanze

Die Kohlarten können sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden.

Äußerliche Anwendung

Äußerlich ist eine Auflage der Kohlblätter üblich. Diese hilft zum Beispiel bei schlecht heilenden Wunden. Auch als Brei kann beispielsweise der Weißkohl zubereitet und auf die Haut gebracht werden.

Innerliche Anwendung

Für die innerliche Anwendung kann der Kohl gegart und verzehrt oder als Saft eingenommen werden. Wer den Kohl aus gesundeitlichen Gründen zu sich nimmt, sollte darauf achten, die Garzeit kurz und die Erhitzung gering zu halten, um möglichst viele der wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten.

  • Kohlsaft bei Magenbeschwerden: Für etwa 100 ml Saft benötigt man !/4 Kopf Weißkohl (alternativ gehen auch Grünkohl oder Wirsing), 2 Selleriestangen und 1 Karotte. Beim Kohl wird der Strunk entfernt, das Gemüse muss geputzt und zerkleinert werden. Anschließend kann es im Entsafter ausgepresst werden. Der Saft sollte möglichst frisch getrunken werden und soll sogar gegen Magengeschwüre helfen.

Quellen

Dubben, Heike: Die Ganzheitliche Hausapotheke, 2. Erweiterte Auflage-
Heintze, Florian: Pflanzen und Umwelt.
Grünwald, Jörg / Jänicke, Christof / Hardewig, Iris: Pflanzenheilkunde Quickfinder.
Hellmiß, Margot: Kohl: Das gesündeste Lebensmittel der Welt. Mit Trendrezepten für Grünkohlchips, Smoothies und mehr.


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